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Filmfestspiele von Cannes : 18 Regisseure konkurrieren um die Goldene Palme

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Auf dem Balkon, ein paar Orte weiter: Olivier Dahans Film „Grace of Monaco“ mit Nicole Kidman soll die Filmfestspiele von Cannes eröffnen Bild: dpa

Godard, Loach, Leigh, die Brüder Dardenne: Im Wettbewerbsprogramm der Filmfestspiele von Cannes konkurrieren namhafte Regisseure um die Goldene Palme. Ein Deutscher ist nicht darunter.

          Die Regisseure Jean-Luc Godard, David Cronenberg, Ken Loach und Tommy Lee Jones können sich beim diesjährigen Filmfestival von Cannes Hoffnungen auf die begehrte Goldene Palme machen: Ihre Filme gehören zu den insgesamt 18  Werken, die im Mai im Hauptwettbewerb an der Côte d’Azur laufen werden, wie die Organisatoren an diesem Donnerstag bekanntgaben. Ein deutscher Film schaffte es nicht in die Auswahl.

          Der französische Regie-Großmeister Godard wird mit seinem neuesten Film „Adieu au langage“ im Hauptwettbewerb des Festivals vertreten sein, das vom 14. bis zum 25. Mai stattfindet. Sein Landsmann Bertrand Bonello geht mit Film „Yves Saint-Laurent“ ins Rennen. Im Februar hatte auf der Berlinale Jalil Lesperts Film gleichen Namens Premiere, der gerade in Deutschland in die Kinos gekommen ist. Der Franzose Michel Hazanavicius, der mit dem Oscar-prämierten Stummfilm „The Artist“ international bekannt wurde, ist mit „The Search“ bei der  67. Ausgabe des weltgrößten Filmfestivals vertreten.

          Eine Auswahl „von einer gewissen Kühnheit“

          Die britischen Regisseure Ken Loach mit „Jimmy’s Hall“ und Mike Leigh mit „Mr. Turner“ wurden ebenso für den Hauptwettbewerb ausgewählt wie die amerikanischen Filmemacher Tommy Lee Jones mit „The  Homesman“ und Bennett Miller mit „Foxcatcher“. Der Kanadier Cronenberg ist mit „Maps to the Stars“ vertreten, der bereits in Cannes ausgezeichnete türkische Regisseur Nuri Bilge Ceylan mit „Winter Sleep“, die belgischen Brüder Jean-Pierre et Luc  Dardenne mit „Deux jours, une nuit“.

          Große Gesten: Thierry Fremaux (r.) und Gilles Jacob bei der Programmpressekonferenz in Paris

          Zudem haben Filme von Regisseuren aus Argentinien, Italien, Japan, Mauretanien und Russland Chancen auf die Goldene Palme. Programmleiter Thierry Frémaux sagte in Paris, die Auswahl sei von einer „gewissen Kühnheit“ geprägt, „von den Filmen selbst, aber auch von denen, die sie gemacht haben“.
          Ein deutscher Film wurde - wie bereits im vergangenen Jahr - nicht in die Auswahl für den Hauptwettbewerb aufgenommen. Dafür ist der deutsche Regisseur Wim Wenders zusammen mit Juliano Ribeiro Salgado mit dem Film „The Salt of the Earth“ im Nebenwettbewerb „Un certain regard“ vertreten. Dort wird der Film unter anderem gegen das Regie-Erstlingswerk des Hollywood-Beaus Ryan Gosling, „Lost River“, antreten.

          Die Organisatoren des Festivals müssen jedes Jahr aus rund 1800 eingereichten Filmen eine Vorauswahl treffen. An der Spitze der Jury, die zum Abschluss des Festivals die Goldene Palme und weitere Preise vergibt, steht dieses Jahr die neuseeländische Regisseurin Jane Campion. Sie tritt in die Fußstapfen des Blockbuster-Regisseurs Steven Spielberg, der im vergangenen Jahr Jury-Vorsitzender war.

          Unter seiner Leitung hatte die Jury dem hochgelobten Liebesdrama  „Blau ist eine warme Farbe“ die Goldene Palme verliehen. Der Film des Regisseurs Abdellatif  Kechiche erzählt die Liebesgeschichte zweier junger Frauen. Für  Aufsehen sorgten die langen und expliziten Sexszenen, aber auch der öffentlich ausgetragene Streit zwischen Kechiche und seinen beiden Hauptdarstellerinnen wegen der Arbeitsmethoden des Regisseurs.

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