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Französische Schauspielerin : Danielle Darrieux ist tot

  • Aktualisiert am

Danielle Darrieux (1.Mai 1917 bis 17. Oktober 2017) im Jahr 1987 bei den Proben zu „Adorable Julia“ am Hebertot Theater in Paris. Bild: AFP

Bereits mit vierzehn Jahren erhielt die französische Schauspielerin Danielle Darrieux ihre erste Filmrolle, im Film „Le Bal“ von 1931. Am Dienstag ist sie im Alter von 100 Jahren gestorben.

          Die französische Schauspielerin Danielle Darrieux ist am Dienstag im Alter von 100 Jahren gestorben. Das berichtete die französische Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf den Lebensgefährten der Schauspielerin.

          Schon als Vierzehnjährige hatte Darrieux in dem Film „Le bal“ von 1931 ihre erste Filmrolle. Sechs Jahre später stand sie zum ersten mal auf einer Theaterbühne. Für den französischen Film wurde sie zur Personifizierung der Pariserin schlechthin, voller Anmut, kapriziöser Eleganz, Elan und Witz. Diesen Typ verkörperte sie in mehr als fünfzig Filmen und verschiedenen Theaterrollen.

          Danielle Darrieux wurde am 1. Mai 1917 in Bordeaux als Tochter eines Augenarztes und einer Gesangslehrerin geboren und lebte immer - bis auf ein amerikanisches Intermezzo - in Paris. Bereits 1936 gelang der Französin der internationale Durchbruch in Anton Litviaks „Mayerling“, dann folgte die Zusammenarbeit mit Max Ophüls, mit dem sie „La ronde“ (1950; Der Reigen), „Le plaisir“ (1952; Pläsier) und „Madame de...“ (1953) drehte.

          In den fünfziger Jahren war sie ein internationaler Filmstar. Sie stand damals im Mittelpunkt vieler prächtiger Kostümfilme. Mit dem Aufkommen der Nouvelle Vague wurde es dann etwas stiller um sie, Hauptrollen wurden seltener. Dennoch stand Danielle Darrieux noch bis vor wenigen Jahren für Regisseure wie Claude Chabrol („Der Frauenmörder von Paris“),
          François Ozon („8 Frauen“) und Claude Sautet („Einige Tage mit mir“) vor der Kamera. „DD“, wie Danielle Darrieux von den Franzosen genannt wurde, kann auf zahlreiche Hauptwerke des französischen Kinos blicken.  

          Einmal nur eine unter vielen: Danielle Darrieux (Vierte von links) und sechs weitere der „Acht Frauen” von Francois Ozon (2002).

          Noch im hohen Alter bestach sie das Publikum mit ihrer
          natürlichen Eleganz. 2002 war sie in dem Erfolgsfilm „8 Frauen“ zu sehen, 2003 in „Gefährliche Liebschaften“, ein Jahr später in „Une vie à t'attendre“ und 2005 in „Nouvelle Chance“.

          Hollywood indes lockte die Pariserin nie und sie verließ Frankreich erst 1970, um am Broadway die Rolle der Modeschöpferin "Coco" Chanel von Katherine Hepburn in dem Musical „Coco à Broadway“ zu übernehmen. Nach einer ersten Ehe mit Henri Decoin und einer zweiten mit Porfirio Rubirosa seit 1948 war Danielle Darrieux in dritter Ehe mit dem griechischen Schriftsteller George Mitsinkides verheiratet.

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