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HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Begegnung mit Werner Herzog Der Kinosoldat im heiligen Land

Werner Herzog lebt und arbeitet für das Kino, ob man ihn beachtet oder nicht. In Deutschland beachtet man ihn nicht so sehr. Jetzt wird er mit dem Ehrenpreis des Deutschen Filmpreises ausgezeichnet - ein Porträt.

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Roland Magiera

Unser größter Filmemacher

Schade, dass es ihm hier zu eng geworden ist. Schade und irgendwo verständlich.

Deutschland mit seinem Wahn alles sozial zu nivellieren ist ein denkbar schlechtes Pflaster für Genies. Und so gehn se uns eben aus. Unter dem Kaiser war die Geniedichte ungleich größer, check?

Herzogs Fitzcarraldo hat mein Verständnis von Kino grundsätzlich neu geschrieben, eine Art Filmtraum, in dem zumindest meine Wenigkeit völlig versinkt und jedes Einzelbild der Filmrolle und jeden Ton genießt, als wäre es das Letzte auf dieser Welt was man in einem lebenswerten Leben zu hören und sehen bekommt. Übergroß. Mehr kann ein Mensch nicht leisten.

Ach so, ich hab sogar eine nette Deutung mit ein wenig Tiefgang für die von Herzog angeblich unverstandene Metapher bezüglich des Schiffes und des Berges gefunden, halte mich aber für viel zu unwürdig, des großen Meisters Werke in der Öffentlichkeit zu interpretieren.

Danke Werner Herzog.

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Thomas Groh

Kinostarts

Werner Herzogs Filme sind im deutschen Kinobetrieb sträflich unterrepräsentiert - das ist richtig. Gut, dass die Frankfurter Allgemeine darauf hinweist und dem mit dem Luxus eines ganzseitigen Features entgegen arbeitet.

Aber man sollte Herzogs Präsenz im hiesigen Kino nicht kleiner reden, als sie ist: 3 Kinostarts in den vergangenen 25 Jahren? Ich zähle schon für die vergangenen 13 Jahre doppelt so viele: "Mein liebster Feind" (1999), der Spielfilm "Unbesiegbar" (2001), die Dokumentationen "Rad der Zeit" (2003) und "The White Diamond" (2004), dann der Spielfilm "Bad Lieutenant" (2009) und der 3D-Film" Die Höhle der vergessenen Träume" (2011) liefen allesamt regulär im deutschen Kino.

Mit freundlichem Gruß,
Thomas Groh

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Jahrgang 1955, Redakteurin im Feuilleton.

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