19.11.2009 · Für sein Spielfilmdebüt erhielt er einen Silbernen Bären bei der Berlinale 1968. Im 60. Jahr der Berliner Festspiele ist der Regisseur Werner Herzog, dessen künstlerische Arbeiten vom Autorenfilm bis zur Opernregie reichen, zum Jury-Präsidenten ernannt worden.
Der Regisseur Werner Herzog wird Jury-Präsident der 60. Berlinale. Das teilten die Festspiele am Donnerstag mit. Der 67-Jährige gilt als einer der bedeutendsten Filmemacher des Autorenkinos und des Neuen Deutschen Films. Herzog schuf über 50 Spiel- und Dokumentarfilme. Zudem machte er sich als Opernregisseur, Autor, Produzent und Schauspieler einen Namen und engagiert sich für den Filmnachwuchs. Das „Time Magazin“ wählte Herzog 2009 zu einer der 100 einflussreichsten Personen weltweit. Die 60. Berlinale läuft vom 11. bis zum 21. Februar.
Bereits für sein Spielfilmdebüt „Lebenszeichen“ wurde er mit dem Silbernen Bären für den Besten Erstlingsfilm auf der Berlinale 1968 und mit dem Deutschen Filmpreis als Bester Erster Film ausgezeichnet. Herzogs Werk umfasst neben internationalen Spielfilmen wie „Aguirre, der Zorn Gottes“ (1972), „Jeder für sich und Gott gegen alle“ (1974), „Nosferatu-Phantom der Nacht“ (1979), „Fitzcarraldo“ (1982), „Cobra Verde“ (1987) und „Rescue Dawn“ (2006) auch zahlreiche Dokumentarfilme, darunter „Grizzly Man“ (2005) und „Encounters at the End of the World“ (2007), für den er 2009 eine Oscar-Nominierung erhielt.
Über seine Zusammenarbeit mit Klaus Kinski, der in fünf seiner Filme die Hauptrolle spielte, drehte er 1999 den Dokumentarfilm „Mein liebster Feind“. Seit Mitte der 80er Jahre widmet sich Herzog auch der Oper und inszenierte unter anderem bei den Bayreuther Festspielen und an der Mailänder Scala. „Werner Herzogs Filme zeugen von der künstlerischen Kraft des Kinos“, würdigte ihn Berlinale-Direktor Dieter Kosslick.