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58. Berlinale Die Spiele sind eröffnet

07.02.2008 ·  Wie groß der Andrang zur Eröffnung werde, rechnete Dieter Kosslick bereits vor. Doch nicht nur die Stones begeistern die Massen. Überraschend sind zwei Plätze frei geworden, mit denen der Berlinale-Chef nicht gerechnet haben wird.

Von Michael Althen
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Fünfzigtausend Menschen wollten die Stones schon bei einem ganz normalen Konzert sehen, hatte Dieter Kosslick schon auf der Pressekonferenz gerechnet – da könne man sich vorstellen, wie viele Leute zum Eröffnungsabend der Berlinale drängten. Und wie vielen eine Absage erteilt werden müsse. Da wird die Protokollchefin ein paar schlaflose Nächte gehabt haben.

In der Pressemitteilung stand dann, dass sich der ehemalige Verteidigungsminister Volker Rühe, der alte Rocker, auch angesagt haben soll. Da ist es natürlich kein Wunder, dass kaum einer reinkommt, wenn sogar schon ehemalige Minister reindürfen. Von der Sorte dürfte es eine ganze Menge geben.

Nach sieben Minuten waren alle Karten ausverkauft

Ein ähnlicher Andrang wie für die Eröffnungsgala herrscht für den Film „Om Shanti Om“. Nach sieben Minuten waren alle Karten ausverkauft, im Internet soll es zwanzigtausend weitere Anfragen gegeben haben. Wer von dem Film noch nichts gehört hat, muss sich nicht genieren, denn Bollywood ist in der Filmwelt eine Art Paralleluniversum, und wer ernsthaft glaubt, Brad Pitt sei der größte Star der Welt, dem wird jeder Inder entgegnen, in seinem Universum gebe es aber noch einen viel größeren Star, nämlich Shah Rukh Khan, den Star von „Om Shanti Om“, der seine Fangemeinde auf eine Weise mobilisiert, dass Inder aus ganz Europa heute Abend vor dem Kino International zusammenkommen, um dem Mann zu huldigen. Es hat geheißen, mancher wolle vor dem Kino übernachten, um möglichst nah an ihn heranzukommen. Müssen Menschen sein, die falsche Vorstellungen von den Berliner klimatischen Bedingungen im Februar haben.

Bildergalerie: Berlinale-Eröffnung

In letzter Minute sind nun doch zwei Plätze im Berlinale-Palast wieder freigeworden. Die dänische Regisseurin Susanne Bier hat aus beruflichen und die französische Schauspielerin Sandrine Bonnaire aus familiären Gründen ihre Jury-Tätigkeit absagen müssen. Das ist betrüblich für Kosslick, aber letztlich doch eine frohe Botschaft für die Wartenden in den Schlangen vor den Ticketcountern – zwei Karten mehr für alle Wettbewerbsvorstellungen.

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