27.04.2004 · Der amerikanische Regisseur Steven Spielberg plant einen Film über das Attentat bei den Olympischen Spielen 1972, bei dem siebzehn Menschen starben. Gedreht wird aber nicht in München, sondern in Breslau.
Der amerikanische Regisseur Steven Spielberg will im niederschlesischen Breslau (Wroclaw) seinen geplanten Film über die Olympischen Spiele 1972 in München drehen. Im Mittelpunkt steht das blutige Geiseldrama um die israelischen Sportler, die Opfer palästinensischer Extremisten wurden, berichtete der polnische Rundfunk am Dienstag.
Bei der Geiselnahme und der späteren Befreiungsaktion starben elf israelische Sportler, fünf Terroristen und ein deutscher Polizist. Das Breslauer Stadion soll in dem neuesten Film des Oscar-Gewinners („Schindlers Liste“) die Rolle des Münchner Olympiastadions spielen. Eine Produktionsfirma prüft dem Bericht zufolge derzeit weitere Standorte und sucht nach Statisten. Der Produktionsvertrag soll bis Samstag unterzeichnet werden, hieß es.
Spielberg war vor kurzem überraschend mit einem Privatjet nach Breslau gereist, hatte dabei aber keinerlei Angaben über sein geplantes Filmprojekt gemacht. Wie das Filmblatt „Variety“ vergangene Woche berichtete, hat Spielberg den Schauspieler Ben Kingsley für eine Rolle ausgesucht. Die beiden Oscar-Gewinner arbeiteten bereits bei dem Holocaust-Drama „Schindlers Liste“ zusammen. Das Drehbuch für das noch nicht betitelte Olympia-Drama wird von Eric Roth („Forrest Gump“) verfaßt. Nach Angaben der Zeitung will Spielberg bereits im Juni mit den Dreharbeiten beginnen.