21.09.2005 · Das Kinodrama „Sophie Scholl - Die letzten Tage“ von Marc Rothemund ist der deutsche Kandidat für eine Oscar-Nominierung in der Kategorie Bester nicht-englischsprachiger Film.
Das Kinodrama „Sophie Scholl - Die letzten Tage“ von Marc Rothemund ist der deutsche Kandidat für eine Oscar-Nominierung in der Kategorie Bester nicht-englischsprachiger Film. Das teilte German Films, die Auslandsvertretung der deutschen Filmbranche, am Dienstag in München mit.
Damit geht nach „Der Untergang“ im letzten Jahr wieder ein Film über die deutsche Nazi-Vergangenheit ins Rennen um den begehrtesten Filmpreis der Welt. Die Oscars werden am 5. März in Hollywood vergeben.
Der Film erzählt vom Lebensende der Münchner Studentin, die sich wie ihr Bruder Hans Scholl nicht mit dem Unrecht der Nazis abfinden wollte und in beispielloser Zivilcourage dem Märtyrertod entgegenging.
Der Film erhielt bei der Berlinale zwei Silberne Bären für die beste Regie und für die beste Hauptdarstellerin (Julia Jentsch). In Deutschland sahen ihn 1,2 Millionen Besucher im Kino.
„Sophie Scholl“ sei ein Film von großer emotionaler Dichte, getragen von herausragenden schauspielerischen Leistungen, begründete die von German Films berufene unabhängige Fachjury ihre Entscheidung. Seine Bedeutung liege in der zeitlosen Thematik des selbstlosen Widerstands gegen jede Form von Unterdrückung.