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Kartellrecht Random House behält nur Heyne Verlag

02.10.2003 ·  „Eine brancheninterne Lösung“: Random House hat die gerade erst erworbene Verlagsgruppe Econ-Ullstein-List verkauft. Damit hofft die Bertelsmann-Tochter weiterem Ärger mit dem Kartellamt aus dem Weg zu gehen.

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Die kartellrechtliche Hängepartie um den Kauf der Verlagsgruppe Ullstein Heyne List (UHL) scheint beendet. Die zu Bertelsmann gehörende Verlagsgruppe Random House hatte zu Jahresbeginn die UHL-Gruppe von der Axel Springer AG gekauft und war damit auf Bedenken des Bundeskartellamtes gestoßen. Random House will aus der Gruppe nun nur den Heyne Verlag behalten und hat den anderen Teil des Unternehmens, die Verlagsgruppe Econ-Ullstein-List, an das schwedische Medienunternehmen Bonnier weiterverkauft. Das teilte Random House am Donnerstag mit.

„Damit haben wir aus unserer Sicht alle Bedingungen des Bundeskartellamtes erfüllt und eine brancheninterne Lösung gefunden“, sagte Random-House-Geschäftsführer Joerg Pfuhl. Mit der Bonnier Media, zu der unter anderem der Münchner Piper Verlag gehört, sei ein erfolgreicher Wettbewerber als Käufer gefunden worden, der großes Ansehen in der deutschen Verlagswelt genieße. Über den Kaufpreis wurden keine Angaben gemacht. Das Kartellamt hat den Angaben zufolge angekündigt, bis zum 31. Oktober 2003 einen Beschluß über den Erwerb des Heyne Verlages zu fassen.

„Wahrung der Eigenständigkeit“

Zu der von Bonnier gekauften Verlagsgruppe Econ-Ullstein-List gehören auch die Verlage Propyläen, Claassen und Marion von Schröder. Es seien außerdem die Verlagsprogramme Heyne-Esoterik und Heyne-Fantasy übernommen worden. Die Verlagsgruppe solle unter „Wahrung ihrer Eigenständigkeit“ weiterentwickelt werden, hieß es bei Bonnier. Nähere Angaben machte das in der schwedischen Hauptstadt Stockholm beheimatete Unternehmen nicht. „Wir warten erst einmal die Entscheidung des Kartellamtes ab“, hieß es.

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