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Kamerafahrt : Zwischen den Fronten

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No more Mister Nice Guy: Leonardo DiCaprio als Gangleader in New York Bild: dpa

Regentage in Neuseeland, Krieg in Bosnien, Kampf der Geschlechter im Iran und der Zuwanderer in New York: Dramen aus aller Welt starten in dieser Woche im Kino. Darunter ist auch Scorseses „Gangs of New York“.

          Regentage in Neuseeland, Krieg in Bosnien, Kampf der Geschlechter im Iran und der Zuwanderer in New York: Dramen aus aller Welt starten in dieser Woche im Kino. Darunter ist auch Scorseses „Gangs of New York“.

          Gangs of New York

          Martin Scorseses Gangstersaga, Abschlussfilm bei der gerade beendeten Berlinale, erzählt in 168 Minuten eine Gegengeschichte zur offiziellen amerikanischen Historiographie. Amsterdam Veldon (Leonardo DiCaprio), der Sohn eines irischen Einwanderers, will den Tod seines Vaters rächen, welcher dem „Schlächter“ genannten Bandenführer Cutting (Daniel Day-Lewis) zum Opfer fiel; für die weibliche Note im Männerschlachtgetümmel sorgt Cameron Diaz als Taschendiebin. Opulent, gewalttätig und beinahe grandios, aber mit dramaturgischen Schwächen.

          Karlsson vom Dach und Jürgen Vogel, seine deutsche Stimme

          Rain - Regentage

          Familiendrama und Debütfilm der Neuseeländerin Christine Jeff. Während eines Urlaubs in einem Haus am Meer zerbricht die Familie der 13-jährigen Janey, als diese mit ihrer Mutter um die Gunst des Fotografen Cady konkurriert. In stimmungsvolle Bilder fasst Jeff die Novelle „Regentage“ von Kirsty Gunn.

          No Man's Land

          Der Film des bosnischen Regisseurs Danis Tanovic erhielt im Jahr 2002 den Auslands-Oscar. Der Film handelt vom Balkankonflikt und tut das mit sarkastischem Humor, was recht gut gelingt. Erzählt wird von zwei Soldaten, bosnisch der eine, serbisch der andere, die in einem Schützengraben zwischen den Fronten erst versuchen, einander umzubringen, dann aber notgedrungen zu Komplizen werden, um irgendwie aus diesem verlassenen Loch wieder herauszukommen. Wie Tanovic das paradoxe Kunststück fertigbringt, humorvoll vom Krieg zu erzählen, ohne dass sich im Zuschauer Empörung regt, das verdient Respekt.

          Baran

          Ein Film, der mit seiner Thematik wunderbar ins Programm der diesjährigen Berlinale gepasst hätte: Der Iraner Majid Majidi erzählt, wie der Berlinale-Sieger „In This World“, vom Schicksal afghanischer Flüchtlinge sowie demjenigen islamischer Frauen. Bei dem Jungen Lateef nämlich, der auf einer Baustelle für die Arbeiter Tee kocht, handelt es sich in Wahrheit um ein Mädchen.

          Boat Trip

          Zwei Machos buchen eine Kreuzfahrt, ohne zu wissen, dass es sich um einen Ausflug für homosexuelle Urlauber handelt. Das gibt viel Hallihallo und Heititei und Späße, die an die 60er oder 70er Jahre erinnern. Amerikanischer Film von Mort Nathan mit Horatio Sanz und Cuba Gooding, Jr., der einmal Oscar-Preisträger und ein Filmstar mit Zukunft war. Dass letztere so aussehen würde wie „Boat Trip“, hätte er sich damals wohl nicht in seinen schlimmsten Albträumen vorgestellt.

          Karlsson vom Dach

          Zeichentrickfilm, der auf Astrid Lindgrens Kinderbuchklassiker basiert. Jürgen Vogel leiht Karlsson, dem Jungen mit Propellerantrieb, seine Stimme.

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