Home
http://www.faz.net/-gqz-3oim
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Kamerafahrt Neues von Dorris Dörrie und Cathérine Breillat

 ·  Diese Woche im Kino: „Nackt“ von Doris Dörrie, „Meine Schwester“ von Cathérine Breillat und mehr.

Artikel Bilder (4) Lesermeinungen (0)

Gestörte Beziehungen sind diese Woche zweimal das Thema im Kino: In „Nackt“ von Doris Dörrie versuchen zwei Paare, ihrer langweiligen Beziehung durch ein Party-Spiel einen neuen Kick zu geben. „Meine Schwester“ von Catherine Breillat erzählt von lieblosem Sex und dem gestörten Verhältnis zwischen zwei Schwestern. Gut, dass wenigstens Jennifer Lopez mit sich im reinen ist.

Nackt

Bei einem gemeinsamen Abendessen beschließen zwei junge Paare, mit einem Experiment ihre Liebesbeziehung zu testen. Sie hatten gewettet, den Körper des eigenen Partners auch mit verbundenen Augen erkennen zu können. Ein drittes Paar spielt Schiedsrichter. Daneben wird viel über Beziehungen an sich diskutiert. „Nackt“ handelt ähnlich wie jüngst der italienische Film „Ein letzter Kuss“ von den Erwartungen, Sorgen und Enttäuschungen von Menschen um die 30. Anders als in dem italienischen Gegenstück übertreibt „Nackt“ allerdings das Rollenspiel. Etwas weniger Klischees hätten dem Film gutgetan.

Deutschland 2002, Regie: Doris Dörrie, Darsteller: Heike Makatsch, Benno Fürmann, Alexandra Maria Lara

Riders

Ein Bankräuber-Film über ein sportliches Bankräuber-Quartett, dass von Polizei und Mafia gleichermaßen verfolgt wird. Die Gangster wollen sich nach einem Coup zur Ruhe setzen. Doch unter der Beute befindet sich auch Mafia-Geld, auf das die Vorbesitzer nicht verzichten wollen. Der Film verspricht spektakuläre Extremsport-Szenen.

Frankreich/Kanada/Großbritannien 2002, Regie: Gérard Pirès, Darsteller: Stephen Dorff, Natasha Henstridge, Bruce M. Payne

Meine Schwester

Anais und Elena machen mit ihren Eltern Urlaub am Meer. Die zwölfjährige Anais leidet unter ihrem Übergewicht und beneidet ihre drei Jahre ältere schöne Schwester. Elena lernt einen italienischen Studenten kennen, der von der großen Liebe spricht, dabei aber nur daran denkt, Elena zu verführen. Die Geschichte kommt raus und die Mutter beschließt, den Urlaub abzubrechen. Auf dem Heimweg kommt es zur Katastrophe. Wie der Vorgängerfilm „Romance“ so kreist auch der neue Film von Skandal-Regisseurin Catherine Breillat wieder um verstörende sexuelle Erlebnisse.

Frankreich/Italien 2001, Regie: Catherine Breillat, Darsteller: Anais Reboux, Roxane Mesquida, Libero de Rienzo

Genug

Als Slim (Jennifer Lopez) und Mitch (Bill Campbell) heiraten, scheint sich ein Traumpaar gefunden zu haben. Doch das Glück ist zu Ende, als Slim herausfindet, dass ihr Gatte Affären hat und nun ihr gegenüber gewalttätig wird. Bei Nacht und Nebel sucht Slim mit der gemeinsamen Tochter das Weite. Bösewicht Mitch ist sie jedoch noch lange nicht los. Verzweifelt wendet sich Slim an die Behörden, doch denen sind die Hände gebunden. Sie beschließt, den Gatten im Nahkampf zu erledigen.

USA 2002, Regie: Michael Apted, Darsteller: Jennifer Lopez, Bill Campbell, Tessa Allen

  Weitersagen Kommentieren Merken Drucken
Weitersagen
Themen zu diesem Artikel

Regen in Paris

Von Nils Minkmar

Acht Monate lang durfte Regisseur Patrick Rotman den französischen Präsidenten Hollande begleiten. Entstanden ist ein Film über Regen und Depression. In Frankreichs Kinos scheint er zu floppen. Mehr 1 7