Afrikaner und Argentinier, die nach Europa wollen, eine griechische Hochzeit in Amerika: Das Kino sorgt in dieser Woche für Kulturschocks. Alle Kinostarts im Überblick von FAZ.NET.
My Big Fat Greek Wedding - Hochzeit auf Griechisch
Amerikanische Komödie von Joel Zwick. Sagenhafte 39 Wochen läuft die Low-Budget-Produktion inzwischen in den amerikanischen Kinos; mehr als 230 Millionen Dollar hat sie dort eingespielt, weit mehr zum Beispiel als der neue James Bond. Nia Vardalos, Hauptdarstellerin und Drehbuchautorin in Personalunion, avancierte durch den Film zum Superstar. Dabei ist die Geschichte - Amerikaner verliebt sich in griechische Einwanderin und muss sich mit deren chaotischer Großfamilie arrangieren - beileibe nicht originell, aber eben ein klassischer Stoff für eine romantische Komödie. Mit John Corbett, Michael Constantine u.a.
Anansi - Der Traum von Europa
Deutsches Drama von Fritz Baumann. Drei Westafrikaner machen sich auf nach Deutschland, das sie fürs Gelobte Land halten. Aus der Nähe aber sieht alles ganz anders aus. Mit Jeillo Edwards, Jimmy Akingbota u.a.
Ein Glückstag
Argentinisches Drama von Sandra Gugliotta. Auch um Argentinien steht es derzeit nicht zum besten, weshalb die junge Elsa sich nach Europa träumt - genauer gesagt, nach Italien, dem Land ihrer Vorfahren. Mit Valentina Bassi, Lola Berthet u.a.
Ghost Ship
Amerikanischer Horrorfilm von Steve Beck. Eine Gruppe von Abenteurern sucht einen Schatz, findet aber mehrheitlich den Tod. Was manche von ihnen nicht daran hindert, auf dem Geisterschiff gehörig herumzuspuken. Mit Gabriel Byrne, Julianna Margulies u.a.
Die Datsche
Deutsches Drama von Carsten Fiebeler. Mal wieder DDR-Nostalgie, diesmal als Krimi-Drama: Ein Ehepaar wird in seiner Datsche - ostdeutsch für Wochenendhaus - von zwei Einbrechern überfallen. In einer langen Nacht hocken die vier Menschen aufeinander. Mit Catherine Flemming, Uwe Kockisch u.a.
K.aF.ka fragment
Deutsch-österreichischer Filmessay. Christian Frosch verfilmt Kafkas Briefe an Felice. Das Ergebnis ist ein experimenteller Kunstfilm, der selbst manchen Kafka-Freund nicht faszinieren, sondern verwirren dürfte. Lars Rudolph, im deutschen Kino der Spezialist für verschrobene Typen, spielt Kafka, Ursula Ofner seine gelegentliche Verlobte Felice.