12.06.2003 · Legendär sind ihre Panikattacken, Phobien und Ausraster. Doch auch als Schauspielerin hat Kim Basinger nachdrücklich auf sich aufmerksam gemacht, und längst nicht nur in „9 1/2 Wochen“. An diesem Montag wird sie tatsächlich schon fünfzig.
Eine der vielen netten Geschichten, die über Kim Basinger in Hollywood kursieren, geht so: Wenn sie beim Gemüsemann einkauft, nimmt sie bevorzugt die Früchte mit Dellen und braunen Stellen. "Die brauchen doch auch ein Zuhause."
Der große Akt des Mitleids ist es, der dieser Schauspielerin, Tierschutzaktivistin und Gutmenschin heute am Herzen liegt. Eine überraschende Entwicklung für ein Model aus Georgia, das sich in den achtziger Jahren zielstrebig in Hollywoods erste Liga hochspielte und durchaus auch mal wegen seiner komödiantischen Ader gerühmt wurde. Legendär sind Basingers Panikattacken, Phobien und Ausraster. Bei den Dreharbeiten zu "Ich träumte von Afrika" ließ sie sich Evian-Wasser zum Haarewaschen einfliegen. "Ich bin mit meinen Gefühlsausbrüchen manchmal schlichtweg überfordert", gab sie einmal zu.
Andere auch. Selbst ihr engelsgeduldiger Ehemann Alec Baldwin scheiterte an ihren eruptiven Temperamentsschüben, an psychischen und finanziellen Abstürzen. Aber da ist ja noch mehr: Basinger als Bond-Girl in "Sag niemals nie", ihr Auftritt im Sado-Maso-Lehrstück "9 1/2 Wochen", ihr Oscar für die Rolle als beste Nebendarstellerin in "L.A. Confidential". Schon vergessen? Man wird noch einmal von ihr hören. Schließlich wird Kim Basinger an diesem Montag ja erst 50.