Home
http://www.faz.net/-gqz-6uz6r
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Italien ohne Berlusconi Der Pate, letzter Teil

 ·  Erst wenn der Boss nichts mehr zu bieten hat, wechseln seine Kreaturen die Seiten. Aber wie sieht die Alternative zum Berlusconismus aus? Auch ohne ihn sind die Aussichten Italiens verheerend.

Artikel Bilder (2) Bildergalerie Lesermeinungen (8)

Richtlinien für Lesermeinungen

Die FAZ.NET-Redaktion bietet allen registrierten und eingeloggten Nutzern die Möglichkeit, sich mit den aktuellen Beiträgen auf FAZ.NET konstruktiv und kritisch auseinanderzusetzen und eigene Leser-Kommentare zu veröffentlichen. Für jede Meinungsäußerung stehen 1000 Zeichen zur Verfügung. Voraussetzung für eine Veröffentlichung ist, dass die Verfasser und Verfasserinnen ihren wirklichen Namen nennen, d.h. in ihrer FAZ.NET-Registrierung den korrekten Vor- und Nachnamen eingetragen haben. Im Falle der Veröffentlichung des Leser-Kommentars weisen wir am Beitrag sowohl den Klarnamen als auch den Nickname des Lesers aus. Unter Pseudonym oder anonym verfasste Texte können nicht berücksichtigt werden.

Veröffentlicht werden nur Beiträge, die auf den jeweiligen Artikel und sein Thema seriös und sachbezogen eingehen. Links- und rechtsradikale, pornographische, rassistische, beleidigende, verleumderische sowie ruf- und geschäftsschädigende Inhalte können nicht berücksichtigt werden, ebenso wenig sachlich falsche oder in angemessener Zeit nicht nachprüfbare Behauptungen. Links sind in den Leser-Kommentaren von FAZ.NET nicht gestattet. Die Redaktion behält sich vor Leser-Kommentare zu kürzen oder zu modifizieren. Jeder verfasste Beitrag wird von der Redaktion geprüft und schnellstmöglich veröffentlicht, sofern er diesen Richtlinien für FAZ.NET-Lesermeinungen nicht zuwiderläuft. Nutzern, die wiederholt versuchen, den Richtlinien nicht entsprechende Beiträge zu veröffentlichen, kann die Registrierung entzogen werden.

Für veröffentlichte Meinungsbeiträge gewähren Sie uns das unentgeltliche, zeitlich und örtlich unbegrenzte und nicht ausschließliche Recht, diese Aussagen ganz oder teilweise zu nutzen, zu vervielfältigen, zu modifizieren, anzupassen, zu veröffentlichen, zu übersetzen, zu bearbeiten, zu verbreiten, aufzuführen und darzustellen, Dritten einfache Nutzungsrechte an diesen Aussagen einzuräumen sowie die Aussagen in andere Werke und/oder Medien zu übernehmen.

Wir möchten Sie ausdrücklich darauf hinweisen, dass der gesamte Auftritt von FAZ.NET von verschiedenen Suchmaschinen intensiv ausgewertet wird und die Inhalte dort auch gelistet werden. Das schließt die Leser-Kommentare automatisch ein, so dass diese auch über FAZ.NET hinaus im Internet jederzeit recherchierbar sind.

Schließen

Lesermeinungssuche (gesamt):
Sortieren nach
M Sack
M Sack (sacke) - 11.11.2011 09:16 Uhr

Hoffe daß mit ein wenig Abstand auch diese Epoche in Italien ...

etwas besser verstanden wird. Insbesondere jene eigentümliche Fusion von Mentalità Mafiosa, repräsentiert durch Berlusconi, ummantelt vom Mythos des -erfolgreichen Unternehmers-, Ex Faschisten und Lega Nord, einer rassistisch-seperatistischen Volksbewegung. Erwägt man die Sache etwas tiefer war Berlusconi sehr erfolgreich. Es kommt etwas auf die Ziele an, die offenbar nichts mit der italinischen Republik und ihrer Verfassung zu tun hatten als eben damit ihre Fundamente zu untergraben. Rein ökonomisch war hier der Euro, unter Prodi eingeführt, der größte Störfaktor und freilich eine funktionierende Justiz, wie man bei Mani Pulite gesehen hat. Nach Jahren von Propaganda glaubt heute eine Mehrzahl an eine politische Verschwörung der Justiz und über den Euro muß ich weiter nichts sagen. Das was B also als Unternehmer nicht geschafft hat oder eben nur durch Korruption und Illegalität, das hat er als Politiker geleistet, wenn auch das Itüpfelchen noch fehlt. Na mal sehn. Man soll hoffen.

Empfehlen
Joseph Fischer

Vielleicht geht es auch um was anderes:

Nämlich um die Zusehergesellschaft vor dem Fernseher, die es sich eben bedingt sehr
bequem macht, für die jeder noch so arge Blödsinn im Fernsehen kein Problem ist
und die obendrein erwartet daß der Medienkonsum die materielle und politische Existenz
erhält.
Man amüsiert sich eben auf diese Weise ein wenig zu Tode und ein wenig in die Pleite,
überlässt das Denken den Pferden. Nur um jetzt langsam draufzukommen daß das
irgendwie nicht ganz so funktioniert. Und jetzt gibt es eben ein gewisses Erwachen
dieser Zuschauergesellschaft. So ein Schock, so ein Schreck, daß man für den
Medienkonsum nicht bezahlt wird, im Gegenteil, es stehen plötzlich Rechnungen ins Haus.
Wie gesagt, das ist bedingt, es sind sicherlich nicht alle derartig mental faul, haben
mit dem Leben schon abgeschlossen.

Empfehlen
Michael Scheffler

Es ist nachgerade witzig, dass die FAZ und die Mehrheit der Kommentatoren hier

in das Freudengeheul der linken Medienlandschaft einstimmt.

Natürlich ist Berlusconi eine zwiespältige Figur, aber dass in weiten Teilen so getan wird, dass in Italien ohne ihn Milch und Honig fließen würden, ist ein Unding. Immerhin hat er es vermocht, stabile Regierungen zu bilden, was für den Stiefel schon eine außergewöhnliche Leistung ist.

Und wenn wir uns erinnern, dann war die veorhergehende Zeit durch Linksterroristmus, Mafia und Hyperinflation geprägt. Warum vergisst man das ständig?

Empfehlen
Thomas Philippi
Thomas Philippi (mot2) - 10.11.2011 15:32 Uhr

Eine gute Darstellung --

eines hoffnungslosen Falles. Beispielhafte Beschreibung der alltäglichen politischen Korruption, von der der einzelnen Berufsgruppen ganz zu schweigen. Man täte gut daran, erst einmal den eigenen Stall auszumisten, dann die heisse Kartoffel Italien im Mittelmeer abzukühlen und erst dann über Rettung nachzudenken. Wenn ein Tatbestand die Demokratie gefährdet, dann ist es die ganz alltägliche kleine Korruption, sie summiert sich weit über die Massen des Paten hinaus, der ist nur die Vogelscheuche, frei zur Blitzableitung öffentlichen Gestammels.
zum Grusse

Empfehlen
Christopher Haku

Tausche Italien gegen Deutschland

Wenn man sich diesen schönen Text so durchliest, kann man an viele Stellen Italien durch Deutschland und Berlusconi durch Merkel ersetzen und schreibt nichts falsches.
Wo ist unser/e Retter/in mit glänzendem Parteiprogramm?
Und wenn man so über das Geklüngel und die Offenkundige Vetternwirtschaft liest fragt man sich warum sie den Herren nicht schon eher aus dem Amt gejagt haben. Dieses bersulconische gebaren grenzt schon Amtsmissbrauch und wäre bei uns politischer Selbstmord.
Man denke nur daran was die Briefbogen-Affäre von Jürgen Möllemann für Wellen geschlagen hat.

Empfehlen
Sven Gralla

Anfang vom Ende

Ich bin der festen Überzeugung, dass wir Systeme ähnlich wie in Italien und Griechenland auch in der neuen, zentralistischen EU bekommen werden. Da helfen keine Verträge und Klauseln, letztlich werden Gier und Vetternwirtschaft siegen und alle, auch Deutschland, auf einem Trümmerhaufen sitzen. Subventionsbetrug, EZB .... so hat es angefangen ... Hütchenspielerei, Lügen, Nepotismus in allen Bereichen ... so wird es enden. Als Sahnehäubchen noch den Beitritt der Türkei.

Empfehlen
Norbert G. Kaess
Norbert G. Kaess (GeJN) - 10.11.2011 12:15 Uhr

Ein guter, völlig neutraler Artikel, der

ohne jegliche Polemik die aktuelle Situation widerspiegelt!
Ein kleiner, kritischer Hinweis: Prodi ist nicht Christdemokrat sondern PD.
Der aktuelle Bürgermeister von Florenz, Renzi, PD, könnte eventuell eine Option für eine Wendung zum Guten sein!?
Wie bereits mehrfach von mir erwähnt, Italien braucht einen "guten Tyrannen", der kompromisslos aufräumt und das Land wieder "auf die Schiene setzt"! Doch wo findet man einen solchen Menschen (nicht nur in Italien!)?
Die italienische Bevölkerung hätte es verdient und würde es mit Leistung zurückzahlen!

Empfehlen
Thore Rudzki
Thore Rudzki (Donar1) - 10.11.2011 12:05 Uhr

Sollen die Kommunisten Italien helfen?

Diese Frage muß man all denen stellen, die seit Jahren gegen Berlusconi hetzen - wohlgemerkt nicht politisch sondern unter der Gürtellinie.
Die Kommunisten sind die stärkste Oppositionsgruppe in Italien - nennen sich dort PD (Demokratische Partei)! Im Vergleich zu Gysi und Konsorten sind es echte Stalinisten, die wirklich nichts dazu gelernt haben.
Noch schlimmer: Wer täglich das Staatsfernsehen RAI1 anschaltet, sieht in den Nachrichten immer diese Kommunisten mit der ersten Stellungnahme zu jedem Thema - und das wirklich täglich. Sie haben ein so großes Spinnennetz in alle Institutionen aufgebaut, daß - auch unter einem sozialistischen denkbaren Regierungschef - die Kommunisten die Politik in Italien bestimmen werden.
Haben also unsere Grünen und SPD´ler dieses mit ihren jahrelangen Angriffen gegen Berlusconi beabsichtigt? Man sollte so etwas fragen dürfen...

Empfehlen
Weitersagen

Jahrgang 1962, Feuilletonkorrespondent mit Sitz in Venedig.

Jüngste Beiträge