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Islam Muslime in Deutschland

24.09.2001 ·  Der Islam ist im fast ausschließlich christlichen Deutschland heimisch geworden.

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Die Zahl der Muslime in Deutschland hat in den vergangenen Jahrzehnten stark zugenommen. Die Statistik wies 1998 insgesamt 3,04 Millionen Anhänger islamischen Glaubens aus. Darunter waren 2,1 Millionen Sunniten, etwa 500.000 Schiiten und 340.000 Aleviten.

Mehrere hunderttausend Deutschstämmige bekennen sich zum Islam, und Zehntausende islamische Einwanderer haben sich in den
vergangenen Jahren einbürgern lassen. Gezählt wurden 2.600 Gemeinden.

Angesichts der Erkenntnis, dass der Islam im einst fast ausschließlich christlichen Deutschland heimisch geworden ist, gründeten die Vertreter der großen islamischen Dachverbände im Dezember 1994 den Zentralrat der Muslime in Deutschland. Sein Ziel ist es nach eigenen Angaben „den islamischen Gemeinschaften in Deutschland zu dienen, den kulturellen und interreligiösen Dialog zu pflegen und sich für eine konstruktive Kooperation zum Wohle der islamischen Gemeinschaft und der ganzen Gesellschaft einzusetzen“.

Der Zentralrat vertritt 19 Dachorganisationen mit mehreren hundert Moscheegemeinden. Er versteht sich als Fürsprecher aller Muslime und will damit nach eigenen Angaben den Vorwurf entkräften, bei den Muslimen sei kein Ansprechpartner zu finden.

Rund zwei Drittel der Menschen in Deutschland gehören den beiden großen christlichen Kirchen an: Mit je 27,1 Millionen Mitgliedern sind die Evangelische Kirche und die Römisch-Katholische Kirche die bei weitem dominierenden Religionen in der Bundesrepublik. Hinzu kommen einige Zehntausend Anhänger kleinerer protestantischer Kirchen sowie etwa 1,2 Millionen Mitglieder der orthodoxen Kirchen.

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Von Ursula Scheer

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