Home
http://www.faz.net/-gqz-2z39
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Islam Ausweitung der Kampfzone: Der Fall Houellebecq

27.12.2001 ·  Seine Bücher lösen heftige Diskurse aus. Jetzt soll Frankreichs "enfant terrible" vors Gericht. Der Vorwurf: Anti-islamische Äußerungen.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (0)

Wegen anti-islamischer Äußerungen will die französische Moslem-Gemeinde den Erfolgsautor Michel Houellebecq vor Gericht bringen. Der Schriftsteller habe zum „religiösen Hass“ angestachelt und sich „rassistischer Äußerungen“ schuldig gemacht, erklärte der Anwalt der Gemeinde in Paris.

In einem im September veröffentlichten Interview mit dem Literaturmagazin „Lire“ hatte Houellebecq den Islam als „gefährliche Religion“ bezeichnet. Sie sei es bereits seit ihrer Gründung. Am 5. Februar soll in Paris eine erste Anhörung stattfinden.

Die Verantwortlichen der Moscheen von Paris und Lyon werfen dem Autor außerdem vor, in seinem jüngsten Roman „Plateforme“ gegen den Islam Stimmung zu machen. „Plateforme“ ist der dritte Roman des Schriftstellers, dessen Buch „Elementarteilchen“ („Les particules élémentaires“, 1998) auch in Deutschland stark beachtet wurde. Für sein Werk recherchierte Houellebecq im Prostituierten-Milieu in Thailand.

  Weitersagen Kommentieren Merken Drucken
Weitersagen

Eine sehr gute Nachricht

Von Verena Lueken

Am Ende eines unebenen Wettbewerbs steht der richtige Gewinner: Michael Haneke siegt mit „Liebe“ beim Filmfestival von Cannes ein zweites Mal. Die Amerikaner gingen leer aus. Mehr 5