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Irak-Krieg : Enzensberger: „Triumphale Freude“ über Saddams Sturz

  • Aktualisiert am

Begrüßt den Irak-Krieg: Hans Magnus Enzensberger Bild: dpa

Als einer der ersten deutschen Intellektuellen von Weltruf verteidigt Hans Magnus Enzensberger in einem Beitrag für die Frankfurter Allgemeine Zeitung den Angriff der Alliierten auf den Irak. Er spricht von „triumphaler Freude“ angesichts des Sturzes von Saddam Hussein.

          Als einer der ersten deutschen Intellektuellen von Weltruf hat Hans Magnus Enzensberger in einem Beitrag für die Frankfurter Allgemeine Zeitung (Dienstagsausgabe) den Angriff auf den Irak begrüßt. Er spricht von „triumphaler Freude“ angesichts des Sturzes von Saddam Hussein.

          Enzensberger ist zutiefst irritiert über den Umstand, daß „so viele Deutsche der Rhetorik des ,Appeasement' anhängen, ganz so, als hätten sie nie unter einem totalitären Regime gelebt“. Neben diesem Gedächtnisverlust beklagt der Schriftsteller die Heuchelei und das Pharisäertum vieler Kriegsgegner, die laut „Kein Blut für Öl!“ rufen, zugleich aber auf ihr Auto, ihre Heizung und ihre Ferienreisen größten Wert legten.

          Den Amerikanern würden niedrige, materielle Motive unterstellt, die eigenen jedoch ausgeblendet. „Rußland und Frankreich haben enorme ökonomische Interessen im Irak, und die Bundesrepublik hat sich mit Rüstungsexporten in den Irak jahrzehntelang hervorgetan.“ Fest stehe, so Enzensberger, daß „noch nie ein Krieg von solcher Dimension so wenige Opfer gefordert hat wie dieser“.

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