Home
http://www.faz.net/-gqz-uruf
Mehr Angebote
| Abo|Hilfe
Donnerstag, 16. Februar 2012
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Iole de Freitas Skulptur belebt die Utopie

08.06.2007 ·  Wie ein anderes Leben „eingeräumt“ werden kann, ist eine der zentralen Fragen der documenta 12. In diesen Forschungsbereich gehört auch die raumfüllende Skulptur der 1945 geborenen Brasilianerin Iole de Freitas.

Von Niklas Maak
Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (0)

Das Nachdenken über Architektur und Raum nimmt auf dieser documenta einen wichtigen Platz ein. Die temporäre Ausstellungshalle in der Aue, die mal wie ein Labyrinth wirkt und mal wie eine überdachte Piazza, will nicht nur ein Behälter für Kunst, sondern selbst Kunstwerk sein: eine sozialutopische Skulptur, die eine Ideallandschaft für neue gemeinsame Erfahrungen werden soll, eine Antwort auf die Frage, wie ein anderes Leben „eingeräumt“ werden kann.

In diesen Forschungsbereich gehört auch die raumfüllende Skulptur der 1945 geborenen Brasilianerin Iole de Freitas. Ihre aus gebogenem Stahl und Plexiglas errichtete Arbeit ist ein geschwungenes Labyrinth, das den Geist der tropisch erhitzten Schwungmoderne eines Oscar Niemeyer in eine freie Form verwandelt und in die Gegenwart weiterwuchern lässt. Man wünschte sich, dass ein paar Architekten auf der documenta diesen Geist weiterspinnen dürften.

Weiter zu: Louise Lawler: Pollock und das Leben der Formen

Weitersagen Kommentieren Merken Drucken
Weitersagen
Themen zu diesem Artikel

Polenpolder

Von Dirk Schümer

Islamhass war gestern, jetzt sind die Zuwanderer dran. Auf einer Website können sich Holländer über Osteuropäer beschweren. Der Initiator Geert Wilders mutiert damit zur Witzfigur. Mehr 2