Home
http://www.faz.net/-gqz-uruf
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Iole de Freitas Skulptur belebt die Utopie

 ·  Wie ein anderes Leben „eingeräumt“ werden kann, ist eine der zentralen Fragen der documenta 12. In diesen Forschungsbereich gehört auch die raumfüllende Skulptur der 1945 geborenen Brasilianerin Iole de Freitas.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (0)

Das Nachdenken über Architektur und Raum nimmt auf dieser documenta einen wichtigen Platz ein. Die temporäre Ausstellungshalle in der Aue, die mal wie ein Labyrinth wirkt und mal wie eine überdachte Piazza, will nicht nur ein Behälter für Kunst, sondern selbst Kunstwerk sein: eine sozialutopische Skulptur, die eine Ideallandschaft für neue gemeinsame Erfahrungen werden soll, eine Antwort auf die Frage, wie ein anderes Leben „eingeräumt“ werden kann.

In diesen Forschungsbereich gehört auch die raumfüllende Skulptur der 1945 geborenen Brasilianerin Iole de Freitas. Ihre aus gebogenem Stahl und Plexiglas errichtete Arbeit ist ein geschwungenes Labyrinth, das den Geist der tropisch erhitzten Schwungmoderne eines Oscar Niemeyer in eine freie Form verwandelt und in die Gegenwart weiterwuchern lässt. Man wünschte sich, dass ein paar Architekten auf der documenta diesen Geist weiterspinnen dürften.

Weiter zu: Louise Lawler: Pollock und das Leben der Formen

  Weitersagen Kommentieren Merken Drucken
Weitersagen
Themen zu diesem Artikel

Jahrgang 1972, Redakteur im Feuilleton.

Jüngste Beiträge

Der große Unbekannte

Von Patrick Bahners, New York

Glafira Rosales ist Hauptverdächtige im Fall der mutmaßlich gefälschten Gemälde, die Knoedler in New York verkauft hat. Jetzt wurde sie festgenommen. Ihr droht eine lange Haftstrafe. Mehr 2