Home
http://www.faz.net/-gqz-2ycy
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Internet Deutsche Bibliothek will nun auch Online-Medien sammeln

23.10.2001 ·  Die Deutsche Bibliothek will künftig auch Medien auswerten, die im Internet erschienen. Das kündigte die Direktorin der Bibliothek, Elisabeth Niggemann, in Frankfurt an.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (0)

Die Deutsche Bibliothek will künftig auch elektronische Texte sammeln und archivieren. Das berichtet die Generaldirektorin der Bibliothek, Elisabeth Niggemann.

In der Bibliothek sollten künftig deutschsprachige Online-Publikationen wie Internet-Seiten und elektronisch verbreitete Zeitschriften archivieren, sagte Niggemann aus Anlass des Tages der Bibliotheken am 24. Oktober der Nachrichtenagentur dpa.

Das Problem bei der "Datenflut" sei, eine Auswahl zu treffen. „Wir wollen nichts sammeln, was nur Tagesgeschäft ist oder bloßen Mitteilungscharakter hat“, sagte Niggemann. Daher müsse festgelegt werden, welche Webseiten und später auch E-Mails mit Textanhängen gespeichert werden sollen. „Das ist alles noch im Entstehen.“

Bisher sammelt die Deutsche Bibliothek nur wissenschaftliche Zeitschriften und Dissertationen in elektronischer Form.

Niggemann hält es nach eigener Aussage für notwendig, dass das Gesetz über die beiden Pflichtexemplare für die Nationalbibliothek, wie es für CD-ROMs und Disketten gilt, auf Internet-Publikationen ausgedehnt wird.

Außerdem müssten rasch die technischen Vorkehrungen dafür getroffen werden, dass Webseiten "auch in 10, 50 oder 100 Jahren noch lesbar sind“. Zu diesem Zwecke müsse auch die Betriebssoftware einer Webseite archiviert werden. Nur so könne eine geeignete Hardware-Lösung für die Langzeitspeicherung der Daten gefunden werden.

Quelle: @hc, mit Material von dpa
Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

  Weitersagen Kommentieren Merken Drucken
Weitersagen

Ab in die eTonne

Von Ursula Scheer

Der „eTown-Index“ rechnet aus, in welcher Stadt Deutschlands es die meisten wirtschaftlichen Internetseiten gibt. Googles System dahinter ist ebenso durchschaubar wie verworren. Mehr