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Humboldt-Forum Berliner Schloss soll bis 2013 gebaut werden

21.11.2008 ·  Bundesbauminister Wolfgang Tiefensee hat die Pläne der Bundesregierung für das Humboldt-Forum auf dem Berliner Schlossplatz verteidigt. Darunter fällt auch die Wiedererrichtung der drei barocken Schlossfassaden. Der Bau werde Ende 2013 fertig sein, sagte er im Gespräch mit der F.A.Z..

Von Andreas Kilb
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Kurz vor den entscheidenden Sitzungen im Architektenwettbewerb für das Berliner Stadtschloss hat der Bundesbauminister die Pläne der Bundesregierung für das Humboldt-Forum auf dem Berliner Schlossplatz verteidigt. Der Bau werde Ende 2013 fertig sein, sagte Wolfgang Tiefensee in einem Gespräch mit der F.A.Z.. Voraussetzung dafür sei allerdings ein Entwurf, der im Bundestag eine breite Zustimmung finde. Tiefensee bekräftigte auch die Vorgaben der Ausschreibung, die auf einem Parlamentsbeschluss vom Juli 2002 beruht. Darin werden die Wiedererrichtung der drei barocken Schlossfassaden und ein Gebäude in der Kubatur des 1950 gesprengten Hohenzollernschlosses vorgeschrieben.

Es gehe darum, erklärte der Minister, eine Lösung zu finden, die anders als beim Römer in Frankfurt oder beim Braunschweiger Schloss Tradition und Moderne verbinde. Zu der umstrittenen Rolle des Fördervereins Berliner Schloss, der achtzig Millionen Euro an Spenden für den Wiederaufbau der Barockfassaden einwerben will, sagte Tiefensee, er wolle dem hohen Anspruch des Vereins nicht im vorhinein „den Wind aus den Segeln nehmen“. Der Förderverein hat bisher ein knappes Viertel der veranschlagten Summe in Form von Spenden oder festen Zusagen eingenommen.

Festhalten am Kostenrahmen

Zur Frage der Finanzierung des Neubaus sagte Tiefensee, der Bund als Bauherr müsse an dem Kostenrahmen von 440 Millionen Euro festhalten: „Darauf werden wir peinlich achten“. Mehrkosten könnten durch kluges Projektmanagement aufgefangen werden, etwa bei sinkenden Stahlpreisen. Sein Ministerium werde nach dem Wettbewerb die Kosten des prämierten Entwurfs durchrechnen und dem Parlament vorlegen.

Der Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Hermann Parzinger, erklärte in demselben Gespräch, die Stiftung als Hauptnutzer werde darauf dringen, dass die Geschichte des Schlosses und die neue Funktion des Gebäudes als Museum der Weltkulturen in dem Siegerentwurf architektonisch vermittelt würden. Auch historische Raumfolgen wie die königlichen Kunst- und Wunderkammern sollten im Humboldt-Forum in ihrem ursprünglichen Zustand nachgebaut werden. Die Preisträger im Architektenwettbewerb für das Berliner Schloss werden am Freitag kommender Woche bekanntgegeben.

Das vollständige Interview erscheint am Samstag im Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

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Jahrgang 1961, Feuilletonkorrespondent in Berlin.

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