13.10.2006 · Die Bund-Länder-Exzellenzinitiative zur Förderung von Spitzenforschung und Elitehochschulen basiert auf drei Säulen. Wir stellen diese sowie das Entscheidungsverfahren vor.
Die Bund-Länder-Exzellenzinitiative zur Förderung von Spitzenforschung und Elitehochschulen basiert auf drei Säulen. 1,9 Milliarden Euro stehen dazu für die Jahre 2006 bis 2011 bereit; sie werden zu 75 Prozent vom Bund und zu 25 Prozent vom jeweiligen Land getragen, dessen Hochschule den Zuschlag für die Förderung erhält. Bei der Vorauswahl wurden aus bundesweit 319 eingesendeten Antragsskizzen 90 ausgewählt.
Säule 1 dient dem Aufbau von weiteren 40 Graduiertenschulen für den wissenschaftlichen Nachwuchs mit insgesamt 40 Millionen Euro oder jeweils einer Million Euro pro Jahr. Nachwuchsforscher aus dem In- und Ausland sollen dort betreut werden und früh eigenständig arbeiten. Bund und Länder fördern heute schon gemeinsam 304 solcher Graduiertenkollegs.
Säule 2 dient dem Aufbau von etwa 30 international angesehenen Spitzen-Forschungszentren (Exzellenz-Clustern). Verteilt werden je 6,5 Millionen Euro pro Jahr. Derzeit fördern Bund und Länder gemeinsam über die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) 272 Sonderforschungsbereiche an Universitäten
Säule 3 dient dem Aufbau international wettbewerbsfähiger Forschungshochschulen. Fünf Universitäten, die in den Förderlinien eins und zwei erfolgreich sind, können als „i-Tüpfelchen“ jeweils 13,5 Millionen Euro Fördergeld pro Jahr zusätzlich bekommen, etwa zur Schärfung ihres natur- oder geisteswissenschaftlichen Profils.
Entscheidungsverfahren: Über die Mittelvergabe entscheiden in einem komplizierten Verfahren verschiedene Gremien aus Wissenschaftlern. Das letzte Wort hat ein Ausschuß mit 43 Mitgliedern, bei dem die Wissenschaftler über mehr Stimmen als die Vertreter von Bund und Ländern verfügen. Wer diesmal nicht zum Zuge gekommen ist, kann vom Ausschuß in eine zweite Runde der Mittelvergabe weitergereicht werden oder sich selbst dafür bewerben. Die Endauswahl für diese Runde ist für Oktober 2007 geplant.