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Harald Juhnke „Die gebrochenen Typen liegen mir“

01.04.2005
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Höhen und Tiefen hat der Schauspieler und Entertainer Harald Juhnke in seiner Karriere schon oft erlebt. In seinen Äußerungen spielte seine Alkoholsucht immer wieder eine Rolle.

JUHNKE ÜBER SEIN PUBLIKUM: „Man liebt mich noch, wenn ich voll bin wie eine Natter.“ (Stern-Interview, Februar 1987)

JUHNKE ÜBER DEN ALKOHOL: „Ich habe in letzter Zeit oft Angst, daß ich im Rausch aufhöre zu atmen.“ („Stern“-Interview, September 1991)

„Meine Karriere ist so weit oben wie noch nie. Es wäre doof, sie zu gefährden und in meinen alten Schlendrian zu verfallen.“ (Juni 1994 zu seinem 65. Geburtstag)

„Ich habe Angst, noch tiefer zu rutschen.“ (Mai 1996)

„Alkohol kann zum Schwachsinn führen. Schwachsinn bedeutet das Ende...Du bist verloren, wenn der Kopf nicht mitmacht. Kaputt. Aus, Ende der Fahnenstange. So will ich nicht enden.“ (Im „Bunte“- Interview im Oktober 2000 nach einem erneuten Alkoholrückfall im Sommer davor)

JUHNKE ÜBER RASSISMUS: „Also, solche Wörter wie Hitler oder vergasen, das würde mir im größten Suff nicht einfallen. Ich bin doch kein Rechtsradikaler.“ (Februar 1997, nachdem ihm ein schwarzer Portier in Los Angeles rassistische Äußerungen vorgehalten hatte.)

JUHNKE ÜBER DAS GLÜCK: „Ich bin überhaupt nicht glücklich. Ich hab mich noch nie in meinem Leben wohlgefühlt.“ (1991)

JUHNKE ÜBER PEINLICHES: Auf die Frage, ob ihm jemals etwas peinlich war: „Nein. Es wäre aber falsch zu sagen, daß mich solche Bilder wie vom letzten Absturz nicht doch ein bißchen berührt haben.“ („Tagesspiegel“-Interview, Februar 1995)

JUHNKE ÜBER DIE SCHAUSPIELEREI: „Die gebrochenen Typen liegen mir.“ (1996)

JUHNKE ÜBER KRITIKER: „Ich verabscheue Kritiken, wenn sie verlogen sind. Ansonsten gebe ich offen zu, daß ich Kritiken gern lese. Von einem guten Kritiker lasse ich mich auch beeinflussen.“ („Tagesspiegel“-Interview, Februar 1995)

JUHNKE ÜBER EINSAMKEIT: „Ich sehe mich manchmal als einen müden Mann, der mit sich privat wenig anzufangen weiß - auf deprimierende Weise wenig anzufangen weiß.“ (In seinen 1998 erschienenen Memoiren „Meine sieben Leben“)

JUHNKE ÜBER DEN TOD: „Der Schweizer Depressionsforscher Kielholz hat mal zu mir gesagt: Die Gefahr ist nicht, daß ich mich zu Tode saufe, sondern mich mit einer Pistole erschieße. Vielleicht wird er Recht behalten. Wenn ich mein Publikum nicht mehr hätte. Und nicht mehr den Beifall.“ („Stern“-Interview, Februar 1987)

„Das Maß ist voll. Wenn ich's diesmal nicht schaffe, gebe ich mir maximal noch ein Jahr. So will ich nicht enden. Ich muß jetzt zwei Monate ins Sanatorium.“ (Februar 1997 in einem „Bunte“-Interview nach seinem Absturz in einem Hotel in Los Angeles)

„Ich kann mir den Alkohol nicht mehr leisten, jedenfalls wenn ich das alles noch verwirklichen will, was ich vorhabe - zum Beispiel „Mr. Jekyll und Mr. Hyde“ oder „Vor Sonnenuntergang“, und der Peymann will auch was mit mir machen... Die Einschläge kommen ja immer näher in meinem Alter... 20 Jahre mache ich das nicht mehr. Bis 80 wäre gut. Frank Sinatra ist mit 82 gestorben.“ (Juhnke im Juni 1999 in einem dpa-Gespräch anläßlich seines 70. Geburtstages).

„Schwachsinn bedeutet das Ende. Kein Juhnke mehr im Kino, keiner mehr im Fernsehen, keiner mehr auf der Bühne. Du bist verloren, wenn der Kopf nicht mehr mitmacht.“ (Juhnke im Oktober 2000 in seinem ersten Interview in der „Bunten“ nach einem schweren Alkoholabsturz im Juli 2000.)

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