21.10.2012 · Wie Thomas Gottschalk einmal Marcel Reich-Ranicki zu Hause besuchte, um seine künftige Kolumne für das Feuilleton der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ zu besprechen.
Von Volker WeidermannRichtlinien für Lesermeinungen
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Hat der unterhaltsame Lehrer Gottschalk ...
die "wesentlichen" Fragen des Publikums und seine Antworten darauf
evtl. schon mit RR konzipiert als Drehbuch vorliegen?
Wir dürfen gespannt sein! (auf die Intention)...
Ich weiss ja nicht, wer aus der Redaktion für diesen genialen Gedanken verantwortlich ist, aber wenn Gottschalk, der seit Jahren nur noch selbstverliebt Gottschalk bietet, angeblich "schon immer Feuilletonist" war (ich lach mich tot), dann bitte auch Boris Becker in die Technikredaktion (der war schon immer Autofachmann) und Frau Roche in den Literaturteil (die hat schon immer auf höchstem Niveau geschrieben). Ich erlebe gerade die RTLisierung der FAS. Ich werde das genau beobachten und wenn das Maß voll ist, konsequent sein.
langsam sollte das Sommerloch in der FAZ am Sonntag aber mal vorbei sein. Wo ist das Fundament? Entweder es wird von dünnen marathonlaufenden Managern oder von irgendwelchen Äpfeln und Birnen geschrieben. Wo ist der Inhalt des vorliegenden Artikels? Was lernen wir aus dem Sermon? Leider wird der Nebenkanal FAS immer schwächer und ist in der Lage, die FAZ in Misskredit zu bringen. Gute Nacht.
Beginn der Gottschalk-Kolumne - Ende meines Abos der FAS
Ich wünschte wirklich, wir hätten April und die Idee mit der
Gottschalk-Kolumne wäre die Steigerung zur Schmidt'schen Milchstraße!
Doch es ist ja erst Oktober .............
Nein, irgendwie passt da etwas nicht zusammen.
Ich habe Tränen gelacht - herzlichen Dank für die prächtige Satire!
Man muß schließlich nicht alles glauben, was in der Zeitung steht. Und daß Herr Gottschalk künftig eine eigene Kolumne bei der FAS betreuen werde - das ist dann doch nichts anderes als eine ironisch-sarkastische Volte, eine maliziöse Spitze des ernsthaften Feuilletonisten gegen die billigen Boulevardhuldigungen halbseidener Presseerzeugnisse.
Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 23.10.2012 10:12 UhrSatire Nein? Satire Ja? oder: Wie lese ich einen Text richtig?
Die Antwort auf diese Frage, Sie mögen’s glauben oder nicht,
gibt, wie fast immer, Mutter Kirche, genauer: ihr intellektueller Arm,
die mittelalterliche Theologie. Für die Bibellektüre
erklügelte sie eine Methode, die nach dem vierfachen Schriftsinn
sucht.
Dazu Wikipedia: „Mit vierfachem Schriftsinn (lat. quatuor sensus
scripturae) wird der vorherrschende Ansatz der christlichen
Bibel-Interpretation von der Alten Kirche bis ins späte Mittelalter
bezeichnet. Bibelstellen lassen sich demnach nicht nur buchstäblich
als konkrete historische Aussagen verstehen, sondern können auch
als allegorische Aussagen über die Glaubenswirklichkeit, moralisch
als Handlungsanweisung für den Glaubenden oder anagogisch als
Ausdruck der Hoffnung gelesen werden.“
Natürlich ist die FAZ nicht die Bibel, und nach Vierfältigkeit
des Schriftsinns wird hier niemand fahnden. Doch mit Einfältigkeit
sollte man sich auch nicht begnügen. Daher mein Kompromiß:
Zwiefältig zumindest ist der FAZ-Schriftsinn.
Zitiere FAZ:
„Fragen Sie Gottschalk“ wird die Kolumne heißen, und
Sie, unsere Leser, können Thomas Gottschalk ab sofort unter der
E-Mail-Adresse „Gottschalkfragen@faz.de“ oder per Post alles
fragen, was Sie ihn schon immer fragen wollten.
Vor allem: alles zum Thema Fernsehen."
Gottschalk ist zwar auch Pädagoge, aber reicht diese
Grundausbildung für einen solchen "Kommerkasten"? Das ist
schon merkwürdig...
Herr Uhl
Mir ging es nicht um irgendeine "Grundausbildung" oder einen
"Kummerkasten". Von der Beziehung Gottschalk/FAZ erwarte ich
etwas Neues. Neue Gedanken, neue Themen, welche der Öffentlichkeit
bisher eher verborgen blieben.
FAZ.net bietet derartig viele qualitativ hochwertige Informationen,
sodaß für jeden Leser etwas abfällt.
kommt demnächst noch? Michael Ballack? Harald Schmidt? Gerhard Schröder? - Warum hoffiert man einen Herrn Gottschalk, der seit ungefähr 15 Jahren außer Plattitüden rein gar nichts mehr zu sagen hat?
Die millionenschweren Talkshows haben die Fernsehlandschaft auf das Boulevardniveau herunter gezogen. Billige Unterhaltung ist angesagt. Da kann ich Reich Ranicki nur Recht geben. ARD und ZDF konzentrieren sich zu sehr auf die Einschaltquoten und nicht auf die Inhalte. Das Nachtprogramm gehört auf die Tagesordnung. Was nützen die besten Reportagen, wenn der Bürger schläft.
Der späte Reich-Ranicki, der Unberührbare, schwankt schon zwischen fade und grenzwertig. Gottschalk's Niveau ist kaum mehr erkennbar. Was also reitet die FAZ/FAS, diesen Ketchup ihren Lesern zuzumuten. Was soll man Gottschalk fragen, etwa: "Welchem Engagement gieren Sie denn sonst noch hinterher ?".
Überheblich wie der Deutsche nun mal ist.........
..lese ich hier die Kommentare.
Außerhalb Deutschlands wäre man froh solche zwei zu kombinieren.
Papier ist geduldig und Fernsehen verkorkst.
Locker, amerikanisch, gelößt zu quatschen und dennoch zu
kombinieren. ist manchmal möglich.
RR´s Kommentar damals war ein Genuß, aber auch des Schalkes
Gelegenheit beim Schopfe packen.
Selten gab Fernsehen Gelegenheit, eine Sternstunde zu erwirken.
Ob McCarthy oder Dutschke&Walden mit dem Medium Fernsehen,
Bernstein/Woodward mit der Zeitung.
Falls Gottschalk was verzapft und RR ihn verreißt war es dies alle
mal wert für mich.
TV hat selten Unterhaltungswert, das Sonntagsblatt wird nun mit Haribo
oder RR´s Salamitaktik verspeist werden.
sollte natürlich heißen: Gottschalk's Spiegelinterview
hab mich zu sehr über einige Lesermeinungen aufgeregt !
im September letzten Jahres hat mich so beeindruckt, daß ich sie zu Ihrer Wahl nur beglückwünschen kann !!!
Ich bin kein großer Fan von Anglizismen, aber es gibt kein so
prägnantes deutsches Wort für das so sinnlose und reflexartige
verbale Zuschlagen gegen Personen der Öffentlichkeit.
Wie kann man so einen Hass gegen einen der erfolgreichsten
TV-Moderatoren unserer Zeit entwickeln, so dass man sein Abonnement nur
auf Grund einer zukünftigen Kolumne von diesem kündigt?
Heute scheint es nur noch ein gut oder schlecht, ein schwarz oder
weiß zu geben. Und wenn es mich persönlich nicht interessiert
ist es wertlos, nein, dann ist es schon eine Frechheit.
Meiner Meinung nach ein schöner Artikel über eine interessante
Zusammenarbeit. Weiter so!
Mich stimmt es traurig,,,,
dem anderen nicht die chance zu geben, es auszuprobieren.
Verschont werden im Elfenbeinturm.
Daß heute genug einen krank macht, was man liest oder sieht, war
ja gerade der Ansatz.
Falls es nicht funktioniert, werden doch wohl beide........
Den Versuch sollte man jedem mal gönnen.
Unken bevor man liest.......?
Ach ja, es wurde viel gelacht...in der Wohnung...ach ja, Volker Weidermann...so ist das Leben: Nun also muss nicht nur ein großer alter Mann der Literatur einen Altersstar des Fernsehens hoch leben lassen, nein die oft so wunderbare FAZ muss sich mit dem schmücken, was sie bisher doch vermieden hat: Billigste PR, weil eben nur noch gejubelt wird. Kleine dumme Leserfrage: Ist der Gottschalk denn wirklich so abwegig, dass ein Literaturpapst nötig ist, um dem Talkmaster seinen Segen für eine Kolumne in der Sonntags-FAZ zu geben? Welch ein weihevoller, mich überhaupt nicht betörender Bericht!
Ich schaue praktisch überhaupt nicht fern und habe die FAS bisher geschätzt, weil ich mich, anders als bei ARD und ZDF, in einer weitgehend Boulevard-freien Zone wähnen konnte. Sollte das nun auch vorbei sein?
allemal ein Gewinn für das Feuilleton der FAZ, selbst ohne Promotion von RR. Gratulation. Und: RR wird volksnah.
dass die Krise der Printmedien selbst die ehrwürdige FAZ veranlasst, irgendwo noch neue Leserkreise zu erschließen. Aber Gottschalk? Da hatte ich schon den gleichen Reflex wie bei Dieter Bohlen: Abschalten!
Wozu braucht man Gottschalk?
Auf dem Weg zum Bunte Niveau ...
Ich konnte es zuerst nicht glauben, aber damit ist es wohl amtlich.....
damit geht die FAS aus meiner Sicht Richtung Bunte Niveau. Was um
Himmels Willen ist in die Redaktion der FAS gefahren .....
Dafür ist mir das Geld zu schade den Gottschalk auch noch zu unterstützen.....
Kündigung der FAS ist schon raus !
Ich habe bisher die FAS gelesen weil mein Nachbar aus unbekannten Gründen 2 Exemplare erhielt
und mir eine überlassen hat. Da ich nun meinen Wohnsitz gewechselt
habe überlege ich nun mir tatsächlich eine gedruckte Ausgabe
zu kaufen.
Eher aber die FAZ, mit Mayers Weltwirtschaft am Samstag anstatt
Gottschalk am Sonntag
Wo ist Ihr Problem @Frau Winkler...
Ganz einfach Herr Maier.. schon die Sendung im ÖR die für Gottschalk erschaffen wurde, kostete mein Zwangsgeld und war nur eine Selbstdarstellung dieses Herrn. Hier habe ich wenigstens die Möglichkeit mich von solchen Herren zu distanzieren und mein mein Geld zu sparen.
Wo ist Ihr Problem @Frau Winkler...
...das Einzigste, was man an Gottschalk mies finden kann, ist sein RTL-Ausrutscher. Da er aber diese exhibitionistische Fernseh-Präsenz braucht...sei's drum. Der Ausflug in's Feuilleton der FAZ ist da doch ein guter Ausgleich und trotzdem noch weit entfernt vom miesen Boulevard. Die Kündigung Ihres FAZ-Abonnements sollten Sie überdenken; aber selbst dann bleibt Ihnen ja noch der Kiosk. Und wenn Ihr Einlaß hier ironisch gemeint war...chapeau!
Leser fragen, der Moderator erklärt die Fernsehwelt
Volker Weidermann Jahrgang 1969, verantwortlicher Redakteur für das Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung in Berlin.
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