01.03.2012 · Datenschützer Thilo Weichert hat die einheitliche Datenschutzbestimmung von Google, die heute in Kraft tritt, kritisiert. Dazu nimmt der Konzern nun ausführlich Stellung: Von der neuen Richtlinie für alle Google-Dienste profitiere der Nutzer, nicht das Unternehmen.
Von Alma WhittenRichtlinien für Lesermeinungen
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Der Verwendungszweck von Daten ist essentieller Bestandteil des
Datenschutzes. Ohne Transparenz über Verwendung keine
informationelle Selbstbestimmung. 'Die Nutzererfahrung verbessern' ist
zu wenig, das passt auch nicht zu den EU Bestimmungen, schlichtweg nicht
legal. Und übrigens Verknüpfungen stellen auch Information
dar. (von wegen sammeln nicht mehr Daten sammeln als vorher) Die
feingranulare Kontrolle, die Google selbst anpreist ist ein Witz.
Abwandern ist die einzige Möglichkeit.
Suche: http://duckduckgo.com/about.html
Social network: https://joindiaspora.com/ (<-- noch nicht ganz so weit)
Aber abwandern ist nicht so leicht, googles data liberation ist genauso
limitiert wie der Facebook export von Daten. Eine Farce.
Zusammenlegen der Services ist vermutlich wichtig, um dem
Wettbewerbsrecht zu entgehen. Auf einen einzelnen services ist das zu
leicht anwendbar.
Wie kann die FAZ einer Firma dieses Forum geben?
"Von der neuen Richtlinie für alle Google-Dienste profitiere
der Nutzer, nicht das Unternehmen."
.
Welch' dreiste Lüge.
Der Datenabgeber bekommt nun noch mehr Reklame, aber will er das?
Aber man muss ja nicht mitmachen.
Für Google gibt's Ersatz: Bing etc.
Wenn ich solche offenkundig x-fach durch die PR-Mühle gedrehten
Statements lese, verstärkt sich bei nur der Eindruck, dass Firmen
wie Google die Menschen für wesentlich dümmer halten als sich
selbst. Mag eine Folge der Arbeit in so einem
"Eliteunternehmen" sein...
Natürlich bieten die Änderungen auch ein paar Vorteile
für Nutzer. Aber erstens ist hier ja schon die Bezeichnung
"Änderung der Datenschutzbestimmungen" irreführend,
tatsächlich ändert sich grundlegend der Umgang Googles mit den
Daten. Und zweitens sind es sicher nicht die Kundenvorteile, die Googles
Antrieb bei der Aktion sind.
Ich hätte vielleicht gar nichts dagegen, dass Google meine Daten in
Form (sicher anonymisierter) Profile verwendet, wenn ich nur exakt
wüsste, in welcher Form dies geschieht. Durch die elende
Heimlichtuerei, verstärkt von solchen nur die (kleinere)
Hälfte der Geschichte erzählenden PR-Statements, bleibt mir
aber gar nichts anderes übrig, als immer noch misstrauischer zu werden.
Von der neuen Richtlinie für alle Google-Dienste profitiere der Nutzer, nicht das Unternehmen?
Für besonders intelligent scheint Google seine Kunden nicht zu halten, wenn man so leicht durchschaubare Aussagen verkündet. Größter Wert von Infodiensten wie Google sind und bleiben die privaten Benutzerdaten, und deren Wert nimmt ab heute zu. Das ist so banal, dass diese Aussage entweder unglaublich dreist oder unglaublich naiv ist. Für letzteres halte ich das Unternehmen Google allerdings für zu intelligent.