Google bezieht mobile Websites in den Algorithmus ein
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Responsives bevorzugt : Googles neues Suchspiel

Surfen mit dem Tablet – manche Firmenwebsites sind darauf eingerichtet, andere nicht. Bild: Picture-Alliance

Google sortiert auf dem Android-Smartphone neu durch. In der Suchanzeige werden nun die Websites heruntergestuft, die nicht für Smartphones optimiert sind. Diese Neuigkeit hat Google ganz offiziell verkündet – wenn auch versteckt.

          Im Internet ist man um große Worte nicht verlegen. Dass eine Änderung an seinem Suchalgorithmus für Mobilgeräte „in allen Sprachen weltweit“, den Google für heute angekündigt hat, „signifikante Auswirkungen“ habe, hat selbst der Konzern, der die eigene Macht zurzeit öffentlich lieber herunterspielt, vor zwei Monaten festgestellt. Und unter den Interessierten und Geschäftemachern im Internet wird das Vorhaben schon unter dem Stichwort „Mobilegeddon“ diskutiert, als führe hier ein grimmiger Gott eine Entscheidungsschlacht.

          Google hatte Ende Februar angekündigt, in der Darstellung seiner Suchergebnisse auf Smartphones und Tablets diejenigen Seiten vorzuziehen, die für die Darstellung auch auf den mobilen Geräten ausgelegt sind. Im Umkehrschluss heißt das: Alle Seiten, die noch nicht „responsiv“ programmiert wurden, also mit Schriftgröße, Anzahl und Anordnung der Elemente auf einer Seite auf das jeweilige Gerät antworten, werden benachteiligt und landen auf der Suchergebnisliste hinten unten. Zwar nur bei Abfragen im mobilen Internet, aber das verwendeten im Vorjahr hierzulande 69 Prozent der Nutzer.

          Hinten unten versteckt

          Für den Test, welche Seite betroffen ist, hat Google eigens eine Analyseseite eingerichtet, die auch Seitenstraßencafés, Hinterhofläden und anderen Kleingewerbetreibenden in Sekundenschnelle zeigt, ob ihr Online-Auftritt, dem sie einen Teil ihrer Laufkundschaft verdanken, weiter bei Google wohlgelitten ist. Oder eben nicht.

          Das Nachbessern ist nicht schwer. Das größere Problem wird sein, davon überhaupt etwas mitzubekommen. Zwar hat das Unternehmen diesmal gemacht, was man nicht seinen allgemeinen Routinen zurechnen kann: Es hat überhaupt informiert. Im Vorhinein. Mit großen Worten. Aber Google gab den Hinweis hinten unten: in seinem Webmaster-Blog.

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