29.08.2001 · Dub entstand in den 70er Jahren aus dem Reggae. Statt Gesang waren auf den B-Seiten der Singles avancierte Klangexperimente zu hören.
Dub entstand in den 70er Jahren aus dem jamaikanischen Reggae. Auf den B-Seiten von Reggae-Singles fand man damals instrumentale „Versions“ des A-Seiten-Songs. Statt Gesang waren hier für die damalige Zeit erstaunlich avancierte Klangexperimente zu hören.
Als Gerüst dieser Dub-Versionen dienten Bass und Rhythmus der Originalversion. Diese wurden in kleine Elemente zerlegt, neu zusammen geschnitten und mit Echoeffekten untermalt. Jamaikanische Musiker wie Lee „Scratch“ Perry und King Tubby entwickelten aus dieser Verfremdungsmethode eine eigenständige Kunstform und benutzten dabei auch wieder Gesang. Ihre oft spirituellen Texte schaffen gemeinsam mit den tiefen, repetitiven Sounds eine metaphysische Atmosphäre.
Dubreggae gilt heute als Urform der modernen Remix-Technik; unzählige House- und Technoproduzenten ließen sich vom Klangforschertum des Dub inspirieren. Auch Dubreggae im engeren Sinne wird heute weiterhin produziert. Während die Dub-Musiker der 70er jedoch in aufwändig eingerichteten Studios arbeiteten, werden die typischen Effekte heute meist mit digitalen Mitteln erzeugt.