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Gestorben George Harrison war der musikalische Feinmotoriker der "Fab Four"

30.11.2001 ·  Ex-Beatle George Harrison erlag in Los Angeles im Alter von 58 Jahren seinem schweren Krebsleiden.

Von Uwe Käding, AP
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Der ehemalige Leadgitarrist der Beatles, George Harrison, ist in Los Angeles im Alter von 58 Jahren an Krebs gestorben. Der Anhänger transzendentaler Meditationen hatte sich bis zuletzt Humor und Würde bewahrt: Noch im Oktober spielte er mit seinem Sohn Dhani das Lied „Horse To Water“ ein und veröffentlichte es im bislang unbekannten Verlag RIP (Rest in Peace).

Die Vergänglichkeit des Seins war ein durchgängiges Thema im künstlerischen Schaffen des jüngsten Beatles, der in den 60er Jahren nachhaltig von indischer Philosophie geprägt wurde. Sein erstes Soloalbum nach der Auflösung der Beatles nannte er „All Things Must Pass“ mit Titeln wie „What Is Life“ oder „The Art Of Dying“. Aus dem Album ging auch der Hit „My Sweet Lord“ hervor, der ihm allerdings später einen Plagiats-Prozess einbrachte. 1970 startete er mit Erfolg in seine Solokarriere.

Harrisons filigranes Gitarrenspiel fand genau die Schnittstelle zwischen den afrikanischen Wurzeln von Blues und Rock'n'Roll und den Traditionen der europäischen Musik. Seine Soli waren melodiebestimmt und weniger aus dem Rhythmusspiel entwickelt wie etwa die Chuck Berrys. Sein Solo bei „Ticket To Ride“ war Anfang der 60er schlicht sensationell.

John Lennon war der begnadete Rhythmus-Gitarrist, Paul McCartney der eigenwillige Bassist und Ringo Starr der Schlagzeuger mit dem unübertroffenen Timing. Aber Harrison war der musikalische Feinmotoriker, der den meist aus simplen Blues-Schemata entstandenen Melodien mit verblüffenden Akkord-Variationen die besonderen Noten hinzufügte. Seine herausragenden Beiträge zu den Beatles-Kompositionen waren „While My Guitar Gently Weeps“, „Something“ und „Here Comes The Sun“.

Neben seiner Musikkarriere betätigte sich Harrison erfolgreich im Filmgeschäft. Er gründete eine Filmgesellschaft und produzierte mit der britischen Komiker-Truppe Monty Python's unter anderem den Klassiker „Life of Brian“ (“Das Leben des Brian“).

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