Home
http://www.faz.net/-gso-73a8c
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Zum Tod Eric Hobsbawms Eine Klasse für sich

 ·  Wie es sich bei einem so produktiven und schalkhaften Universalhistoriker gehört, ließen sich zu jeder seiner Position zahlreiche Gegenargumente in seinem Werk selbst finden: Zum Tod Eric Hobsbawms.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (4)

Richtlinien für Lesermeinungen

Die FAZ.NET-Redaktion bietet allen registrierten und eingeloggten Nutzern die Möglichkeit, sich mit den aktuellen Beiträgen auf FAZ.NET konstruktiv und kritisch auseinanderzusetzen und eigene Leser-Kommentare zu veröffentlichen. Für jede Meinungsäußerung stehen 1000 Zeichen zur Verfügung. Voraussetzung für eine Veröffentlichung ist, dass die Verfasser und Verfasserinnen ihren wirklichen Namen nennen, d.h. in ihrer FAZ.NET-Registrierung den korrekten Vor- und Nachnamen eingetragen haben. Im Falle der Veröffentlichung des Leser-Kommentars weisen wir am Beitrag sowohl den Klarnamen als auch den Nickname des Lesers aus. Unter Pseudonym oder anonym verfasste Texte können nicht berücksichtigt werden.

Veröffentlicht werden nur Beiträge, die auf den jeweiligen Artikel und sein Thema seriös und sachbezogen eingehen. Links- und rechtsradikale, pornographische, rassistische, beleidigende, verleumderische sowie ruf- und geschäftsschädigende Inhalte können nicht berücksichtigt werden, ebenso wenig sachlich falsche oder in angemessener Zeit nicht nachprüfbare Behauptungen. Links sind in den Leser-Kommentaren von FAZ.NET nicht gestattet. Die Redaktion behält sich vor Leser-Kommentare zu kürzen oder zu modifizieren. Jeder verfasste Beitrag wird von der Redaktion geprüft und schnellstmöglich veröffentlicht, sofern er diesen Richtlinien für FAZ.NET-Lesermeinungen nicht zuwiderläuft. Nutzern, die wiederholt versuchen, den Richtlinien nicht entsprechende Beiträge zu veröffentlichen, kann die Registrierung entzogen werden.

Für veröffentlichte Meinungsbeiträge gewähren Sie uns das unentgeltliche, zeitlich und örtlich unbegrenzte und nicht ausschließliche Recht, diese Aussagen ganz oder teilweise zu nutzen, zu vervielfältigen, zu modifizieren, anzupassen, zu veröffentlichen, zu übersetzen, zu bearbeiten, zu verbreiten, aufzuführen und darzustellen, Dritten einfache Nutzungsrechte an diesen Aussagen einzuräumen sowie die Aussagen in andere Werke und/oder Medien zu übernehmen.

Wir möchten Sie ausdrücklich darauf hinweisen, dass der gesamte Auftritt von FAZ.NET von verschiedenen Suchmaschinen intensiv ausgewertet wird und die Inhalte dort auch gelistet werden. Das schließt die Leser-Kommentare automatisch ein, so dass diese auch über FAZ.NET hinaus im Internet jederzeit recherchierbar sind.

Schließen

Lesermeinungssuche (gesamt):
Sortieren nach
Wolf Doleys

Tja

43 Mio. Tote? (Courtois, Schwarzbuch) Geschenkt. Wir müssen alle sterben. Um einen Putin hervorzubringen, sind das wirklich nicht zuviel.
Tja, daß der Verstand erst mit den Jahren kommt, glaubt man erst, wenn die Jahre da sind. Oft aber sind die Jahre da, und der Verstand fehlt noch immer.

Empfehlen
Jan Hoffmann

Gefährliche Zeiten

Der Empfehlung von V. Schulin, zu Hobsbawms Autobiographie zu greifen, kann man nur vorbehaltlos zustimmen. Dort wird neben vielem anderen erfahrbar, was ihn im Vergleich zu zahlreichen Vertretern seiner "Zunft" so sympathisch und selten gemacht hat: dass er es nicht nötig hatte, seine (in diesem Fall marxistische) Standortgebundenheit, seine Fehler und kleinen Eitelkeiten zu leugnen.
Und was wäre ein Nachruf auf EJH ohne eine Erwähnung der "Invention of tradition"?

Empfehlen
Herold Binsack
Herold Binsack (Devin08) - 02.10.2012 10:26 Uhr

Die Fähigkeit zur Revolution gegen sich selbst

Hobsbawm widerlegt eigentlich überflüssigerweise, dennoch schlagend, den bekannten Dummspruch, und stellvertretend für die diesbezüglichen Plagiate hier mal Fontane zitiert: Dass, »wer in seiner Jugend kein Kommunist war, (…) kein Herz (hat), wer es im Alter noch immer ist, (…) keinen Verstand.« Doch demonstriert Hobsbawm schon einen besonderen Anspruch an das „Kluge“ im Alter. Es genügt nicht Marxist zu sein. Die Fähigkeit zur Selbstverleugnung (nicht nur als Ausdruck einer klugen Inszenierung des Selbst), sollte den altgewordenen Marxisten mindestens so auszeichnen wie die jung gebliebene Intelligenz und den Witz des Alters. Und dies nicht nur wegen der Macht des Klassenfeindes allein, sondern ob jenes „notwendigen Phantasmas eines Automatischen Subjekts“ (Marx), das auch den Revolutionär ereilt, wenn dieser seine Fähigkeit zur Revolution gegen sich selbst verliert. Wenn der Kommunismus auch desavouiert ist, zumindest der, den wir dafür hielten, ein Marxismus muss das nicht sein.

Empfehlen
Closed via SSO
Jochen Wegener (Malchik) - 01.10.2012 18:03 Uhr

Die Riesen gehen,

die Zwerge bleiben und geistige Stille wird zur Musik der Welt.

Empfehlen
Weitersagen

Jahrgang 1966, verantwortlicher Redakteur für das Feuilleton.

Jüngste Beiträge

150 Jahre Seit’ an Seit’

Von Nils Minkmar

Die spröde, Camus düsteren „Mythos des Sisyphos“ verehrende Partei ist irgendwie Kult geworden: Die SPD feiert sich. Und die CDU-Vorsitzende Angela Merkel ist dabei ganz in ihrem Element. Mehr 10 7