16.10.2009 · „Freunde“ findet man bei dem Netzwerk in rauhen Mengen. Die Software schlägt sie nach dem Kriterium der biographischen Kontinuität vor. Aber warum sollte man all diese Menschen eigentlich wiedersehen wollen?
Von Gerald WagnerRichtlinien für Lesermeinungen
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Das nennt sich Datenschutz, wovon Sie ja offensichtlich nicht viel halten - der Rest der Welt aber schon.
Rückfall in die Zeit vor dem WWW
Seit einiger Zeit bin ich auch bei Facebook und kann dem Artikel zustimmen. Vor allem ist die Suche ein Witz, und es ist so sehr schwierig, neue Leute zu finden. Man kann nicht nach Leuten aus seiner Umgebung suchen oder mit gleichen Interessen. Ich dachte erst, Facebook sei der Tod der Dating Portale, aber die werden wohl weiter auf Kundenfang gehen können.
Facebook ist aber auch vor allem ein Rückfall in alte Zeiten, als es nur sogenannte Bulletin Bord Services wie Compuserve oder AOL gab. Man mußte sich über Modem einwählen und konnte dann nur mit den Leuten kommunizieren, die dort auch ein Konto hatte. Facebook will, daß sich die gesamte Kommunikation dort abspielt, alles andere wird massiv behindert. Meldet man sich ab, ist alles weg. Eine Synchronisation der Kontaktdaten mit dem eigenen Adreßbuch geht nicht, genauso wie beim Kalender. Deshalb wird auch die E-Mail Adresse als Graphik dargestellt, will man sie speichern, muß man sie abtippen. Da sind andere Dienste wie z. B. Plaxo weiter.
"Also nicht wirklich fotografieren können, sondern nur ein Handy bedienen; über keine wirkliche Urteilskraft verfügen, sondern nur Fan von allem Möglichen sein; nicht wirklich schreiben zu können, sondern nur bloggen."
Beleidigen Sie gerne ruhig weiter ihre Mitbürger, sie geben ihnen umso mehr Grund, ohne Vorurteile auf Blogs zu wechseln, wenn sie können. Sympathien für den hart arbeitenden Journalisten ersticken Sie ja erfolgreich im Keim - wer mich beleidigt, dem werde ich auch nicht helfen. Insbesondere, weil der s.g. 'Qualitätsjournalismus' heutzutage deutlich mehr Tipp- und echte Rechtschreibfehler (gestern hier gelesen: 'proporzional') leistet - Zeitungen genauso wie ARD/ZDF - als Qualitätsblogs.
Und glauben Sie mir: Sie mögen die Schreiberei studiert haben, aber die Ignoranz mit der Sie viele Themen mangels eines Studiums des respektiven Bereichs beleuchten werden ihnen auch nicht von denjenigen die es haben vorgeworfen, also sollten sie ihre Arroganz vielleicht zu Hause lassen - denn perfekt sind Sie beileibe nicht.
Habe das Geschmiere über diesen Satz hinaus aber nicht für meiner Zeit würdig befunden, die übrigen Kommentare geben mir da aber wohl recht.
nach dem zweiten Absatz hörte ich auf zu lesen,
diese immer noch vermeintliche Unterscheidung zwischen angeblich professionellem Print-Journalismus und Hobby-Bloggern sollte angesichts der Realität nun wirklich überwunden sein.
Hr. Wagner kaufen Sie sich doch mal bitte ein paar Tages- und Wochenzeitungen und schauen Sie sich einfach mal ein paar vernünftige Blogs an, wenn Sie dann immer noch der Meinung sind, Qualität orientiert sich am Medium, dann kann ich Ihnen auch nicht helfen.
Das nennt ihr eine Soziologie?
Kritische Haltung gegebüber Facebook halte ich ja durchaus für angebracht. Aber gab es denn keinen Redakteur der mehr als 3 Wochen Erfahrung und etwas mehr Ideenreichtum aufbringen kann?
Wer Facebook nutzt wie WerKenntWen hat natürlich verloren! Auch ich habe kein gesteigertes Interesse daran meine alten Schulkameraden wieder zu sehen. Für neue und besonders internationale Verbindungen ist die Platform allerdings Gold wert!
Ansonsten ist Filtern angesagt: Wer keine Freundschaftsvorschläge sehen will soll halt woanders hingucken!
Zum "Kulturunterschied" "Friends" übersetzt sich aus dem Englischen nicht mit "Freund" sondern "Bekannten". Freunde im deutschen Sinne sind "good friends"!
benutzen sie fb schon laenger?
nach dem ich ihren artikel gelesen habe, dann wuerde ich sagen, dass sie fb ein oder zwei wochen getestet haben.
ich habe gar keine daten in meinem fb profil, nur mein vorname ist korrekt. und die vorschlaege orientieren sich an den freunden von vielen freunden, also leute die eventuell kennt. eine nuetzliche funktion, v.a. im hinblick auf vernetzung.
wenn man viel unterwegs ist und oefter den aufenthaltsort wechselt, dann ist es einfach nicht mehr moeglich seine freunde zu sehen, hier bietet fb eine gute moeglichkeit trotzdem in kontakt zu bleiben.
Das ist keine Soziologie, sondern eine Technologie
Weil sich das mittlerweile herumgesprochen hat, ist facebook jedenfalls in den USA megaout.