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Henri Dunant Die Schreie der Verwundeten

 ·  Der Tag von Solferino brachte die Gründung des Roten Kreuzes. Kaum je hatte die Initiative eines Privatmannes solchen Erfolg zu verzeichnen. Ein Versuch über Henri Dunant, den Pionier des Mitleids.

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Gelebter Christlicher Glaube

Erstaunlich, dass der Artikel so gar nichts über den christlichen Glauben Henri Dunants schreibt. Passt es nicht ins Bild, dass die Motivation Henri Dunants zu seinem sozialen Engagement in seinem Glauben an Jesus Christus liegt? Henri Dunant hat sich nicht nur in sozialen Projekten im Genf des 19 Jahrhunderst engagiert, sondern brachte sich auch in die christliche Erweckungsbewegung ein. Seine Bibelgesprächsgruppe für junge Männer in Genf transformierte er später in eine CVJM-Gruppe. Ebenso war Mitgründer des CVJM Paris. Später gehörte er zu den Gründern der Schweizerischen Evangelischen Allianz. Genau die Evangelische Allianz, die in der (deutschen) medialen Öffentlichkeit heute gerne mit islamistischen Sprengstoffattentätern auf eine Stufe gestellt wird. Nein, Henri Dunant ist kein Pionier des Mitleids. Er ist ein Mensch, dessen christlicher Glaube zur Tat wurde.

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Bernd E. Scholz
Bernd E. Scholz (Vepchi) - 18.02.2013 12:52 Uhr

Gutmenschen

Militärische Auseinandersetzungen möglichst zu verhindern, - das steht ja eigentlich hinter dem Einsatz von Dunant. Der publizistische Mainstream in unserer Republik sieht aber anders aus: Für den "schwarzen Kanal" des SPIEGELs beispielsweise, repräsentiert durch Jan Fleischauer, sind Menschen wie Dunant nur "Gutmenschen", was ja wiederum nur meinen soll "gut sein wollende Menschen", die im Grunde ihres Herzens schlimmer sind als jeder aufrechte Soldat. Danke für die Erinnerung an eine Zeit, wo Krieg noch "Handarbeit" war und man das Ergebnis unmittelbar vor den eigenen Augen hatte. Der Goethepreisträger der Stadt Frankfurt, Ernst Jünger, hat in "Stahlgewitter" realistisch beschrieben, wie er einem ihn angreifenden Franzosen mit der Pistole direkt aus nächster Nähe ins Gesicht schießt. Heute würde er mit dem Joystick eine Drohne der Bundeswehr über eine afghanische Hochzeitsgesellschaft lenken und sie chirurgisch sauber extirpieren - lustlos. Das Töten einer Fliege ist spassiger.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 19.02.2013 18:16 Uhr
Michael Renard
Michael Renard (michelr) - 19.02.2013 18:16 Uhr

Zusammenhang vermisst?

Wo ist der Zusammenhang zwischen dieser Lesermeinung und Henry Dunant?! Mir scheint es eher um eine Bagatellisierung dessen zu gehen, was Menschen im Stande sind sich gegenseitig anzutun. Jemand der schon mal echtes Leid und Menschen in ihrer Not erlebt hat, wer Menschen beim sterben begleiten musste, würde wohl kaum in diesem Zusammenhang so eine Aussage treffen.
Uneigentlich ging es Dunant darum, dass in der Vergangenheit das Leben missachtet wurde, Mitmenschen zu tausenden ihrem Leid überlassen wurden um einen jämmerlichen, kläglichen und langsamen Tot zu sterbend. Dunant war sicherlich kein „Gutmensch“, denn er stand nicht nur daneben und hat den Kopf geschüttelt und geredet, sondern hat aktiv etwas getan. Edel und lobenswert, heutzutage helfen viele Menschen noch nicht einmal bei einfachen Notfällen. Dies sei wohl dem Joystick (und dem fehlenden Kriegseindruck?) gedankt.

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joachim tarasenko

Der Mann war einfach genial

Ich schliesse mich Herrn Meier an. Nicht die Obamas dieser Welt verdienen unser aller Respekt sondern Menschen, die ihr Leben der Menschheit widmen. Es werden immer weniger.

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Mario Meier
Mario Meier (Tell_me) - 18.02.2013 10:16 Uhr

Dunant, wohl der einzige der den Friedensnobelpreis wirklich verdient hat.

Man male sich aus man liege verletzt auf dem Schlachtfeld und die Kriegshetzer kümmert's nicht, dass man für sie die "Kastanien aus dem Feuer holt". Nein, sie witzeln gar noch darüber wie das "Schlachtvieh" das nächste mal besser eingesetzt werden könnte.

Dunant hat der Menschheit bewusst gemacht, dass hüben wie drüben Menschen meist ungefragt das Leben lassen um einer kleinen Schicht von Machtversessenen die Macht zu erhalten und den Lorbeerkranz zu beschaffen.

Man kann ihm durch seine überzeugende Aufklärung der Kriegsmaschinerie und den Foutismus und Arroganz der süffisanten Kriegstreiber in jener Zeit nicht genug dankbar sein. Auch wenn man nie im Leben einen Krieg erleben musste...oder vielmehr gerade deshalb.

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17.02.2013, 21:21 Uhr

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