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Duden nimmt 5000 neue Wörter auf It-Girl unterm Heizpilz

09.07.2009 ·  Wenn sich das It-Girl unter dem Heizpilz der Raucherkneipe für die Clutch ihrer Nachbarin fremdschämt, dann ist es Zeit für eine neue Ausgabe des Duden. Wir stellen 16 neu aufgenommene Wörter vor.

Von Kathrin Meyer und Jana Sinram
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Insgesamt 135.000 Stichwörter enthält die Mitte Juli erscheinende 25. Auflage des wichtigsten deutschen Wörterbuchs. Unter den 5000 neu aufgenommenen Begriffen finden sich jede Menge Anglizismen, die in politischen Diskussionen der vergangenen Monate Berühmtheit erlangt haben: Bad Bank gehört dazu, Exzellenzcluster, Flatrateparty, Nacktscanner und No-go-Area. Sie alle sind keine reinen Modewörter, befindet die Duden-Redaktion: Um in das vor 129 Jahren erstmals erschienene Wörterbuch aufgenommen zu werden, muss sich ein Begriff als fester Bestandteil der deutschen Allgemeinsprache etabliert haben.

Das ist erst dann der Fall, wenn das Wort in verschiedensten Quellen - vom Zeitungsartikel bis zum literarischen Text - nachgewiesen werden kann. Dauerhaft und dudenadäquat darf sich also künftig das It-Girl unter dem Heizpilz in der Raucherkneipe für die Clutch ihrer Nachbarin fremdschämen.

Eintagsfliegen und aussterbende Begriffe

Aus dem deutschen Sprachgut verschwunden sind dagegen Cochonnerie (die Schweinerei) und Jahrweiser (der Kalender). In den jüngsten Ausgaben hatten sie mit dem Zusatz ihrer Altertümlichkeit noch eine Chance bekommen - jetzt sind sie endgültig ausgestorben.

Eine neue Duden-Karriere startet dagegen die Abwrackprämie gemeinsam mit dem Börsenzocker, dem Sommermärchen, dem Komasaufen und dem Frauenversteher. Über solche Begriffe hätten die 30 Redakteure kaum diskutiert, sagt Chefredakteur Werner Scholze-Stubenrecht: „Dazu sind unsere Kriterien zu klar festgelegt.“ Bei Elektronik und Internet ändere sich allerdings vieles so schnell, dass die Redaktion genau überlegen müsse, welche Wörter in den Duden dürften. Ungewöhnlich schnell aufgenommen wurde das Wort „twittern“ - der Internetdienst war erst 2006 gestartet. Nicht in den Duden geschafft hat es dagegen die Plattform Facebook. Scholze-Stubenrecht sagt zu der Entscheidung: „Wir wissen nicht, ob das nur eine Eintagsfliege ist.“

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