26.05.2004 · Der Architekt des geplanten NS-Dokumentationszentrums „Topographie des Terrors“ in Berlin, Peter Zumthor, ist überrascht und verärgert über die Entscheidung, seinen Entwurf doch nicht zu verwirklichen.
Der Schweizer Architekt des geplanten NS-Dokumentationszentrums „Topographie des Terrors“ in Berlin, Peter Zumthor, ist überrascht und verärgert über die Entscheidung, seinen Entwurf nach jahrelangem Gezerre nun doch nicht zu verwirklichen. Er sei darüber vorher nicht informiert worden.
Der geschäftsführende Direktor der Topographie-Stiftung, Andreas Nachama, zeigte sich dagegen am Mittwoch erleichtert. Der Zumthor-Entwurf sei „ein großes Stück Selbstverliebtheit des Architekten“ gewesen, sagte Nachama der dpa in Berlin. Die Stiftung habe auch gegen den Entwurf gestimmt.
Kulturstaatsministerin Christina Weiss (parteilos) und Kultursenator Thomas Flierl (PDS) hatten am Dienstag mitgeteilt, daß der Zumthor-Entwurf wegen zu großer finanzieller Risiken nicht verwirklicht wird. „Heute bin ich traurig, über Rechtsschritte denke ich morgen nach“, sagte Zumthor am Dienstag abend im DeutschlandRadio Berlin auf mögliche Regreßforderungen angesprochen.