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Gedenken Endlich Baubeginn fürs Holocaust-Mahnmal

04.04.2003 ·  Mehrfach in den vergangenen Jahren war es schon angekündigt, nun ist es wirklich soweit: Die Bauarbeiten am Holocaust-Mahnmal in Berlin haben begonnen. Zugleich wurde ein „Info-Gelände“ eröffnet.

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Fast vier Jahre nach dem Beschluss des Bundestages für das Holocaust-Mahnmal haben in Berlin die Bauarbeiten offiziell begonnen.

„Trotz mancher Hürden, die überwunden werden mussten - jetzt wird gebaut“, sagte Bundestagspräsident Wolfgang Thierse (SPD) am Freitag zur Eröffnung eines „Info-Punktes“ am Baugelände, von dem aus der Verlauf der Bauarbeiten beobachtet werden kann. Eine Ausstellung am Bauzaun informiert zudem über die Entstehung des Projekts sowie über die baulichen, inhaltlichen und künstlerischen Aspekte der geplanten Anlage.

Auf dem Gelände in der Nähe des Brandenburger Tors sollen nach dem Entwurf des Architekten Peter Eisenman auf einer rund 20.000 Quadratmeter großen Fläche 2.700 Betonstelen errichtet werden. Ergänzt wird das Mahnmal durch einen unterirdischen „Ort der Information“.

Zuerst Terrassen

Nach dem Beschluss des Bundestags im Juni 1999 hatten die Bauarbeiten sich mehrfach verzögert. Seit Ende 2001 wurde das Gelände zunächst auf Munition, Altlasten und Reste früherer Bebauung untersucht. Jetzt soll als erste wirkliche Baumaßnahme das Gelände auf mehreren Ebenen terrassiert werden. Sobald die Fundamente auf den einzelnen Terrassen fertig gestellt sind, soll mit der Montage der Stelen begonnen werden. Nach Angaben der „Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas“ soll dies voraussichtlich im August passieren. Bis Ende 2004 solle das gesamte Stelenfeld stehen.

Die Bauarbeiten für den Rohbau des „Orts der Information“ sollen im Juli 2004 abgeschlossen werden, wie die Stiftung weiter mitteilte. Der Innenausbau solle bis Ende kommenden Jahres fertig sein. Mit der Eröffnung des Informationszentrums sei im Frühjahr 2005 zu rechnen.

Thierse begrüßte den Beginn der Bauarbeiten. „Noch schauen wir auf eine Brache. Aber die Bauarbeiten haben nun tatsächlich begonnen“, sagte er. In absehbarer Zeit werde auf der Baustelle „ein beeindruckendes Kunstwerk entstehen, das Ausdruck der Verantwortung gegenüber unserer Geschichte und zugleich Sinnbild eines demokratischen Verständigungsprozesses über den Umgang mit dieser Geschichte ist.“

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