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Geburtstag Auf der Bühne Funken sprühend: Sting wird 50

02.10.2001 ·  An diesem Dienstag feiert Sting seinen 50. Geburtstag. Seine Platten sind nach wie vor hörenswert, seine Live-Auftritte ein Genuss.

Von Fridtjof Küchemann
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Seine Karriere teilt sich in eine Band-Phase - sieben Jahre Welterfolg mit The Police, fünf Alben, darin ein gutes halbes Dutzend alltime-Hits - und eine Solo-Phase mit gefeierten Platten und Tourneen, Projekten mit Stars des Pop-Jazz wie Brandford Marsalis, Omar Hakim, Kenny Kirkland und Daryll Jones.

Außerhalb von Studio und Bühne engagierte Sting sich für den Erhalt des Regenwaldes und gegen das Pinochet-Regime. Er suchte sich selbst mit den unterschiedlichsten, auch spirituellen Verfahren. Seit einigen Platten hat man nun schon den Eindruck, der Mann habe sich gefunden. An diesem Dienstag wird Sting, mit bürgerlichem Namen Gordon Matthew Sumner, 50 Jahre alt.

Sting hat sich gefunden. Er kennt längst seine musikalischen Stärken, hat sich in den Stilen probiert und schließlich zwischen ihnen eingerichtet. Er braucht niemandem mehr etwas zu beweisen. Dass Leute seine Musik mögen, freut ihn. Er könne aber auch, wie er vor Jahresfrist in einem Interview bemerkte, seiner Katze vorspielen, „diesem Fenster da oder dem Kaminfeuer“.

Das hört man auf seinen Platten. Sie kommen alle zwei, drei Jahre, werden mit Ungeduld erwartet - und sind in der Regel zunächst Enttäuschungen. Das musikalische Material, seine komplexe Schichtung, seine Wandelbarkeit offenbart sich erst bei genauem Hinhören. Und dient Sting, dem Altgedienten, immer wieder als Substanz, aus der der Bassist und Sänger seine in der Regel grandiosen Konzerte bestreitet. Hier werden seine Songs zu Nährböden eigenwilliger, jazzgeschulter Improvisationen. Sie schwimmen ineinander, lösen sich in Klangflächen auf, werden zu Landschaften, um sich wieder zu strukturieren, in einen anderen Song oder ein Zitat zu verwandeln.

Bestimmt stimmt die Unterstellung, Sting lebe nur noch für den Augenblick, dem Selbstbild des Künstlers. Auf der Bühne bietet er immer wieder Gelegenheit, ihm in beseelten Momenten dabei zuzusehen.

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Jahrgang 1972, Redakteur im Feuilleton.

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