09.01.2013 · Mit seinen öffentlichkeitswirksamen Pass-Offerten an Gerard Dépardieu und Brigitte Bardot zeigt Wladimir Putin, dass er nicht nur politische Tiere zu bändigen und zu täuschen weiß.
Von Kerstin HolmRichtlinien für Lesermeinungen
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Nur weil Putin ein Schwein ist, ist Hollande noch lange kein Lamm!
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 09.01.2013 16:16 UhrAndere sind da schon viel weiter ...
Zum Beispiel Philipp Mißfelder von der großen Volkspartei
mit dem C. Der hegt und pflegt sehr intensive und enge Beziehungen zu
Putin und dessen antisozialistischer Einheits-Partei.
Wenn dam mal nicht zusammenwächst, was zusammengehört!
Darüber könnte Frau Holm doch auch mal was schreiben.
"Dégoûtant", auf ganz groteske Weise...
... "dègoûtant" war diese Farce, die der
völlig durchgeknallt scheinende, ehemals grosse französische
Darsteller, Gérard Dépardieu und der russische
Präsident vor aller Welt abzogen. Das Jahr hat 365 Tage und
Russland ist schier unendlich weit und mit schier unendlichen
gesellschaftlichen Problemen und Umwälzungen konfrontiert, und da
hat sein Präsident einen halben Tag Zeit sich solchem Nonsens
hinzugeben? Hätte es nicht mindestens zehntausend Orte im Land
gegeben, wo ein Präsident mal hätte hinschauen können,
wie es "seinen" Russen so ergeht?
Die Staatsoberhäupter ehemaliger Sowjet-Republiken sind
bekanntermassen ein buchstäblich toller Haufen, aber diese Bilder
hoben einen von ihnen auf ein ganz neues Niveau: Cäsar traf Obelix
zur feierlichen "Jagdschein"-Uebergabe in Passform. Wenn die
Realität die Surrealität im Staub hinter sich lässt.
Oscarverdächtig wars, auf ganz verstörende Weise.
Nein, das war gekonnte Propaganda!
Putin demütigt auf diese Weise ja auch seine eigene demokratische
Opposition, die ebenfalls ein bissel naiv ist und jeden westlichen
Schauspieler automatisch für einen Verbündeten hält.
Diese braven Neo-Dissidenten, die einen völlig im Ernst fragen,
wieso die Franzosen jemanden wie Hollande wählen konnten -- obwohl
der doch Sozialist sei und man an Stalins Beispiel habe sehen
können, wohin der Sozialismus geführt hätte!
.
Typisch für den naiven westlichen Untertanen hingegen ist, dass er
bei jemandem wie Putin jede Propaganda-Farce gleich als solche
durchschaut und denunziert, die er bei seinen eigenen Potentaten
völlig unkritisch akzeptiert. Merkel in der Kabine bei den
Fußballern oder der US-Präsident, der Truthähne
begnadigt während seine Elitekrieger anderswo Menschen ermorden,
das fällt hierzulande ja auch niemandem weiter negativ auf.
Protest kann blind machen. Manche wählen ja hierzulande auch aus
Protest die Linken und reden den Kommunismus schön, nur damit man
den anderen sein „Dagegen“ wirksam zeigen kann.
Dafür nimmt man dann gerne Freiheitsentzug, Gewaltpazifismus und
Staatstotalitarismus in Kauf.
Depardieu benimmt sich wie ein ganz normaler "Leistungsträger".
Die Geschichte mit Depardieu ist darum so erhellend, weil sich dieser
etwas simpel gestrickte Obelix doch nur genau so verhält die
globalen "Entscheider-Eliten" ja auch, diese selbsternannten
"Leistungsträger", die sich diesen Schauspieler
zweifellos zur Galeonsfigur erhoben hätten, wenn er nicht nach
Russland, sondern in die USA, nach Belgien oder Monaco ausgewandert wäre.
Genau dazu ist der Staat nach ihrer Meinung eigentlich da: Leuten wie
ihnen Filetgrundstücke, Bürgschaften und Aufträge
zuzuschanzen, die ihnen nun einmal irgendwie "zustehen".
.
Sehen wir es einmal ganz nüchtern: Für diese globalen
Hochleistungskleptokraten ist die beste aller möglichen Welten
zweifellos die DRITTE WELT.