Home
http://www.faz.net/-gqz-72rns
Donnerstag, 20. Juni 2013
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Gastbeitrag zur Zukunft Europas Der große Preis

 ·  Die Deutschen wollten die EU und den Euro. Jetzt müssen sie sich fragen, was und wie viel sie dafür zahlen wollen. Aber wie auch immer das Bundesverfassungsgericht entscheidet: Es gibt kein Zurück.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (79)

Richtlinien für Lesermeinungen

Die FAZ.NET-Redaktion bietet allen registrierten und eingeloggten Nutzern die Möglichkeit, sich mit den aktuellen Beiträgen auf FAZ.NET konstruktiv und kritisch auseinanderzusetzen und eigene Leser-Kommentare zu veröffentlichen. Für jede Meinungsäußerung stehen 1000 Zeichen zur Verfügung. Voraussetzung für eine Veröffentlichung ist, dass die Verfasser und Verfasserinnen ihren wirklichen Namen nennen, d.h. in ihrer FAZ.NET-Registrierung den korrekten Vor- und Nachnamen eingetragen haben. Im Falle der Veröffentlichung des Leser-Kommentars weisen wir am Beitrag sowohl den Klarnamen als auch den Nickname des Lesers aus. Unter Pseudonym oder anonym verfasste Texte können nicht berücksichtigt werden.

Veröffentlicht werden nur Beiträge, die auf den jeweiligen Artikel und sein Thema seriös und sachbezogen eingehen. Links- und rechtsradikale, pornographische, rassistische, beleidigende, verleumderische sowie ruf- und geschäftsschädigende Inhalte können nicht berücksichtigt werden, ebenso wenig sachlich falsche oder in angemessener Zeit nicht nachprüfbare Behauptungen. Links sind in den Leser-Kommentaren von FAZ.NET nicht gestattet. Die Redaktion behält sich vor Leser-Kommentare zu kürzen oder zu modifizieren. Jeder verfasste Beitrag wird von der Redaktion geprüft und schnellstmöglich veröffentlicht, sofern er diesen Richtlinien für FAZ.NET-Lesermeinungen nicht zuwiderläuft. Nutzern, die wiederholt versuchen, den Richtlinien nicht entsprechende Beiträge zu veröffentlichen, kann die Registrierung entzogen werden.

Für veröffentlichte Meinungsbeiträge gewähren Sie uns das unentgeltliche, zeitlich und örtlich unbegrenzte und nicht ausschließliche Recht, diese Aussagen ganz oder teilweise zu nutzen, zu vervielfältigen, zu modifizieren, anzupassen, zu veröffentlichen, zu übersetzen, zu bearbeiten, zu verbreiten, aufzuführen und darzustellen, Dritten einfache Nutzungsrechte an diesen Aussagen einzuräumen sowie die Aussagen in andere Werke und/oder Medien zu übernehmen.

Wir möchten Sie ausdrücklich darauf hinweisen, dass der gesamte Auftritt von FAZ.NET von verschiedenen Suchmaschinen intensiv ausgewertet wird und die Inhalte dort auch gelistet werden. Das schließt die Leser-Kommentare automatisch ein, so dass diese auch über FAZ.NET hinaus im Internet jederzeit recherchierbar sind.

Schließen

1 2 3 4  
Lesermeinungssuche (gesamt):
Sortieren nach
Karin Jürgens
Karin Jürgens (Bashi49) - 17.09.2012 12:32 Uhr

Die Essenz von diesem kunstvollen Geschwurbel:

Der Weg Europas wurde von der westlichen Großfinanz und Großindustrie festgelegt und wer von diesem Pfad abweicht, bekommt eins auf die Mütze. Das hat er gut erkannt, hätte man aber kürzer und klarer darlegen können.

Empfehlen
Patrick Jütte
Patrick Jütte (MaNic22) - 15.09.2012 19:22 Uhr

Der deutsch-europäische Pfad, unabwendbar und doch unmöglich.

Endlich mal eine historische Perspektive. Es stimmt, wir befinden uns immer noch innerhalb eines Trends, nämlich dem der Europäisierung Deutschlands unter gleichzeitiger Verdeutschung Europas. Wir können uns als BigBoy des Kontinents nicht den Kräften der Nachbarn entziehen, die uns zu bändigen suchen, durch Einbindung. Ebenso wenig können wir uns dem ergeben, ohne unsere polit-ökonomische Kultur dabei zu konsolidieren, um uns nicht in einer uns völlig fremden Union wiederfinden zu müssen. Dabei ist nun leider ersteres erfolgreicher als letzteres bislang verlaufen. Der Deutsche hält den Euro in der Hand und kann ihn nicht fallen lassen. Der Franzose aber, der ihn ebenso hat, kann eine solide Haushaltspolitik zugunsten seiner sozialistischen Träume einfach ablegen. Ich will nicht so tun, als sei der Deutsche der geborene Finanzier, aber zumindest wurde er dazu sozialisiert in politischen Ämtern seiner Verantwortung gerecht zu werden, nicht seinem Klientel oder Wunschtraum.

Empfehlen
dimi g
dimi g (creazyg) - 12.09.2012 15:03 Uhr

Europa muss endlich ein Ziel haben

Durch die ständigen Propaganda Medienberichte sehe ich wie die meisten Deutschen, die Schuld der Finanzkrise bei den Südeuropäern suchen, den Finger belehrent auf Sie zeigen und eine überhebliche Art aufbringen die nur von Unwissenheit geprägt ist.

Wie alle wissen müssen ist Europa immer noch eins der Stärksten Kontinente, jedoch hat das Europa soviele Staaten mit unterschiedlichen wirtschaflichen und politischen Entwicklungen.

Natürlich haben die Südeuroäer viel Geld ausgegeben, als sie ein nehmen aberm al in ersnt wenn Deustchalnd so wirtschaftlich gut ist warum hat es dann einen staatshaushaltdefizit von 2 Billionen ? weil ganz Europa noch Schulden vom 2 Weltkrieg hat und ein Problem besitzt von unterschiedlichen Wirtschaftsstärken.

Deswegen bin ich, dafür dass alle europäische Länder isch gegenseitig die Schulden erlassen auch Deutschland soll eine zweite Chance bekommen, deswegen brauchen wir alle zusammen ein Ziel , denn ein starkes Europa kann viel bewirken.

Empfehlen
Ronald Gruenebaum

Einseitig

In schönster deutscher Manier tut der Autor so, als ob nur Deutschlanbd etwas zur Rettung der EU tun muss. Nur einmal blitzt auch ein komplementärer Gedanke durch, wenn der Autor schreibt: "Die deutschen Konditionen der Währungsunion sind - dies muss eingestanden werden - von den europäischen Partnern nicht dauerhaft akzeptiert worden."

Diese Konditionen sind aber EU-Vertragsrecht. Sie sind bindend. Und vor allem im Süden wird der EU-Vertrag in fast allem Bereichen ständig mit Füssen getreten. Der Hüter der Verträge ist Portugiese und schaut seit 8 Jahren nur zu. Ich fürchte, das Vertrauen ist weg und es ist die alleinige Schuld der Südeuropäer, die auch heute noch nicht begreifen, dass Solidarität nie einseitig sein kann.

"

Empfehlen
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 12.09.2012 15:11 Uhr
dimi g
dimi g (creazyg) - 12.09.2012 15:11 Uhr

Falsch die schuld tragen alle

Sehr geehrter Herr Gruenebaum durch Ihre Aussage merk ich, dass sie ein typischer Bild-Leser sind und wie immer die Schuld auf die Südeuropäer suchen.

Alle haben mehr oder weniger mit Statistiken gespielt , aber als Deutschland und Frankreich das gemacht war der Vertrauensverlust umso größer, denn das sidn die Länder dennen man souverinät und Ehrlichkeit nachsagt und als die Südeuroüäaer das gesehen haben dachte die wenn ihr das macht können wir das ja auch machen somit ist die ganze EU eien Gruppe von Betrüger also hört ständig auf die Schuld auf andere zu schieben nur weil die Bild euch vorgäukelt es wäre so schaut euch liebr phoenix, n-tv , 3sat oder arte an.

Und zum thema solidarität unter Solidarität verstehe ich eine selbstlose Aktion , jedoch sind diese Gelder Lieber Herr Grune baum keine Spenden, sondern kredite mein Herr kredite mit Anfangs bis zu 17 Prozent zinsen also die Gegenkleistung wird schon erbracht keine angst

Empfehlen
Horst Dettweiler
Horst Dettweiler (dettw) - 12.09.2012 12:01 Uhr

da gehört schon ein gerüttelt Maß an Chuzpe dazu,

angesichts fortwährender Vertrags- und Rechtsbrüche und Vorsatzlügnern (Juncker, Merkel, Barroso, Draghi)

"Schaffung von Vertrauen, finanzielle Beruhigung, engere finanzpolitische Kooperation, letztlich Stärkung des Euro."

zu erwarten. Der Glaube, daß das Wasser den Berg rauf fliesst, ist innerhalb der EU den Deutschen vorbehalten. Die anderen wissen, daß das Blödsinn ist.

Und wann, wie und wo die "Deutschen den Euro wollten", muß in einem Geheimfach des Wirschingschen Schreibtischs archiviert sein.

Empfehlen
Anna Engelhard-Caldwell

Eine politische Entscheidung - rechtsstaatlich??

Daß das BVerfG diese Entscheidung treffen würde, wurde ja schon zuvor diskutiert. Voßkuhle sitzt mit Schäuble und Barroso im Kuratorium der Unistiftung Freiburg - a cosy arrangement.

Politischer Druck von der EU und der US (google" Bilderberg-Gruppe" und Referenzen zur "Weltherrschaft"), vor dem Hintergrund der Bankinteressen/privater Finanzkontrolle, machten diese Entscheidung unabdingbar.

Wann werden die Deutschen auf die Straße gehen und sich gegen den Ausverkauf ihrer Demokratie wehren? Undemokratische EU Zentralisierung, Schuldenunion, unbegrenzte Haftung, Inflation, Bail Out der Banken auf Kosten der Steuerzahler - wieviel schlimmer soll es kommen? Soros hat Recht: die Deutschen sollten aussteigen, bevor der Schaden noch größer wird.

Empfehlen
Sascha Tamm

Historische Notwendigkeit reloaded

Ehemalige Bewohner sozialistischer Staaten kennen das Argumentationsmuster genau. Ihnen wurde verkündet, dass der Sozialismus eine historische Notwendigkeit sei. Dass er das Ergebnis der Höherentwicklung der Menschheit sei. Dass es keinen Weg „zurück“ und nur den Weg hin zu einem immer weiter entwickelten Sozialismus und schließlich zum Kommunismus gäbe. Es gibt keinen Weg zurück. Das behaupten auch die Anhänger der sich immer weiter vertiefenden europäischen Zentralisierung, der Politik der EZB, der Rettungsschirme und -mechanismen immer wieder.

Empfehlen
Karl Altmann
Karl Altmann (Sahrib) - 12.09.2012 10:20 Uhr

Am Ende...

wird dann die Armee Wenck den Euro retten...

Empfehlen
michael hergen

Der Weg ist wohl umkehrbar

Die historische Widergabe der EU ist mehr als mangelhaft und unwahr. Falsch ist, dass Deutschland den Euro wollte. Kohl hat dem Euro erst auf Drängen von Mitterand als Gemeinschaftswährung zugestimmt. Und er war in der Tat der hohe Preis für die Wiedervereinigung. Das ist noch lange kein Grund dieses Vorgehen als unumkehrbaren "historischen Pfad" zu bezeichnen. Dasd klingt ziemlich hohl und verwandt der Terminologie von der "Alternativlosigkeit" aus Merkels Mund. Unumkehrbar ist nur der Tod. Deutschland als Verursacher des Problems zu sehen, das am Ende die Zeche zu zahlen hat, halte ich für reichlich abwegig und historisch nicht belegbar. . Mitgehangen, Mitgefangen ist nur ein Teil einer wie auch immer sich darstellenden Schicksalsgemeinschaft , aus der es jederzeit eine zweite Möglichkeit, nämlich die der Entgrenzung gibt: Diese wäre die Entlassung aus der nicht selbst verschuldeten Unmündigkeit. Die Zerschlagung des "gordischen Knotens". Die Auflösung der EU-Verträge.

Empfehlen
Hans-Jürgen  Steffens

Wenn sich ein Historiker zu den volkswirtschaftlichen Mechanismen der EU äußert

dann kommt mir das so vor, wie wenn ein Astronom mit dem Fernrohr resp. dem Sextanten im Straßenverkehr navigieren will.

Und es erinnert an die Bemerkung Paulis zur "Weltformel" Heisenbergs: Pauli skizzierte mit wenigen Strichen ein Rechteck mit der Bemerkung: "Das zeigt, dass ich so gut malen kann wie Tizian - es fehlen nur einige kleine Details..."

Empfehlen
Closed via SSO

Die Deutschen ? Wollten die EU und den Euro ???? Wodennwiedennwasdenn ???

Wenn ich SO etwas lese, bekomme ich einen dicken Hals !

Niemand hat die Deutschen gefragt, ein paar Politruks, wie dieser Kohl, haben u n s über den Tisch ziehen lassen, eine versponnene Gemeinde von Berufspolitikern und Bankern haben sich Posten, ''Ruhm'' und Milliarden deutschen Geldes versprochen- und ZACK- waren wir drin im Schlamassel !

Ich behaupte, 'Die Deutschen' in ihrer Mehrheit wollen weder die EU ,noch gar den Euro (bezahlen) !

Stimmen wir ab ! Endlich Volksabstimmung -und dann Tschüß, Brüsselerei !

Empfehlen
Closed via SSO

Man kann alles ändern Herr Wirsching,

denn die Deutschen sind nie gefragt worden, ob sie die EU und den Euro wollten. Und wir müssen uns auch nicht fragen, was wir dafür bezahlen wollen, denn uns ist in rechtsgültigen Verträgen versprochen worden, daß es keine Schuldenunion gibt und die EU eine Wirtschaftsunion selbständiger Nationalstaaten ist, Wenn wildgewordene EUliten jetzt alle Verträge und relevanten Gesetze brechen, um Banken und ganze Staaten auf unsere Kosten zu retten, dann ist das in Anbetracht der Dimensionen für kommende Generationen Hochverrat unserer Volksvertreter, die unseren Nationalstaat grundgesetzwidirg abschaffen wollen.

Empfehlen
Lotte Ostbomk
Julius Fischer (Jufika) - 12.09.2012 09:53 Uhr

Das ist wie mit dem Heiraten

AHA! Ich glaub, ich hab gerade das mit dem Euro verstanden! Das ist so wie mit dem heiraten. Also, angenommen ich wäre verhältnismäßig reich und hätte einen Betrieb, und Tobi wäre verhältnismäßig arm, und ich wollte ihn heiraten. Das wär natürlich ganz unwirtschaftlich für mich, weil ich ja dann mein Geld mit ihm teilen müßte. Andrerseits wäre es unserer Beziehung zuträglich, wenn ich mein Geld künftig "unser gemeinsames" nenne. Und dann möchte ich auch, daß Tobi umsonst in meinem Betrieb schuftet und daß seine zahlreiche Verwandtschaft meine Produkte kauft und vielleicht krieg ich noch umsonst selbstgestrickte Socken von Tobis Mama und Honig und Marmelade und das schöne Fehrienhäuschen. Also sollen die mir möglichst alle vertrauen, und glauben, mein Geld wär auch ihres und lieb sollen sie mich ja auch haben. Und zugleich muss ich wie ein Schießhund aufpassen, daß sie meine Moneten nicht verprassen...Oh Mann, das wär ein Stress...

Empfehlen
Sabine Mersmann

Ich verstehe nicht ...

wie der politische Druck aus dem Ausland für unsere Regierung stärker sein kann wie der aus dem Inland. Kann mir das mal jemand erklrären?
Und wenn unsere Politker an internationalen Konferrezntischen keinen Mumm haben, unsere Interssen zu vertreten oder zumindest zu benennen, dann müssen sie von ihren hochdotierten Ämtern treten. Dass unsere Politker durchaus über Durchsetzungsvermögen verfügen, kann man daran erkennen, mit welcher Penetranz sie uns und die Welt nerven, wenn sie so hartnäckig irgendwelche unsinnigen Ziele in den Bereichen Klima und Umweltschutz zu verfolgen.

Empfehlen
Eckbert Reinhardt

Ich will ein Europa in Frieden und Wohlstand, aber nicht das hier!

Europa hat sich sehr gut entwickelt nach dem Krieg. Dass das Brüssel-Europa nie so richtig demokratisch war, war bis zur Euro-Einführung auch nicht ganz so schlimm, ein Veto eines Landes und ein Gesetz das offensichtlich antidemokratisch oder bürgerfeindlich war, wurde nie Gesetz. Der Wohlstand der Bürger stieg, die grenzüberschreitenden Freundschaften nahmen zu!

Die "europäischen" Ergebnisse von 10 Jahre Euro = Investoren entscheiden über das Leben der Europäer. Titelseiten in befreundeten Ländern mit Merkel in Nazi-Uniform und Hitlerbärtchen, Lohnstagnation in Deutschland seit 10 Jahren, Export-Defizite der "schwächeren" europäischen Länder gegenüber Deutschland, die wohl in Zukunft nur eintreibbar sein werden, durch große Enteignungen des Volkseigentums der Griechen, der Spanier, der Portugiesen zu gunsten einiger, weniger Investoren. Die Krisenkosten werden beglichen durch weitere Einkommensverluste der Mittel- und Unterschicht, und das wird zu einem "noch" beseren Europa führen?

Empfehlen
Alexander Timm
Alexander Timm (atimm) - 12.09.2012 09:44 Uhr

Gewagter Artikel

„Die deutschen Konditionen sind ... nicht dauerhaft akzeptiert worden“

Eben.

„Solche Klagen sind manchmal begründet, ... scheinbar einfache Antworten suggerieren“

Wenn man sich im Kaufhaus verloren hat, geht man zurück an die Stelle, wo man sich zuletzt gesehen hat -- Zuletzt haben sich die Europäer VOR der Einführung des Euro gesehen.

Die guten Sachen behalten. Den Unsinn verwerfen!

„Denn der historisch neuartige Krisendruck stellt die traditionelle deutsche Stabilitätsphilosophie in Frage und macht sie vielleicht sogar obsolet“

Das wird jedesmal behauptet. Die Geschichte zeigt, dass die plötzliche „Sondersituation“ zu immer neuen Verwicklungen führt.

„statt unbegrenzter Haftung und Inflation ... letztlich Stärkung des Euro“

Eben, das war ja so geplant, wurde nur leider nicht gemacht.

So könnte es kommen:
Ausfall mehrerer Garantiegeber
Haftung für D erhöht sich deutlich
Neuverschuldung D verteuert
EZB haut D Bonds durch Aufkauf raus.
Alles scheinstabil!

Gruselig!

Empfehlen
Hans Quednau
Hans Quednau (HQuednau) - 12.09.2012 09:41 Uhr

Der europäische Zentralstaat: Weg zur Macht der Finanzindustrie

Der BVerfG entscheidet heuteüber nichts weniger als die Re-Feudalisierung unserer Gesellschaft. Der amerikanische Historiker Carrol Quigley beschrieb schon 1966 in „Tragedy and Hope": „Die Mächte des Finanzkapitalismus hatten noch ein weiteres, sehr weit reichendes Ziel. Das war kein geringeres als die Schaffung einer weltweiten Finanzkontrolle in privaten Händen, die fähig sein sollte, die Politik jedes Landes und die Weltwirtschaft insgesamt zu steuern. Diese Kontrolle sollte nach feudalistischer Manier von den vereint handelnden Zentralbanken der Welt […] kontrolliert werden.“

Und diese Machtübernahme ist transatlantisch: “Of course, for the good and appropriate functioning of global finance, it is extremely important that we, in this new ownership of global governance, have, particularly on both sides of the Atlantic, the implementation of the same rules in the same fashion´´, so Jean-Claude Trichet am 26. April 2010 vor dem CFR, einer Art Politbüro der Hochfinanz.

Empfehlen
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 12.09.2012 10:20 Uhr
Thomas Ulherr

So sehe ich das auch, wir erleben die Machtergreifung durch die Finanzoligarchie

und ihre Helferlein.

Wenn wir das "eherne Gesetz der Oligarchie" (R. Michels, siehe u.a. wikipedia) wenigstens in seinen Auswirkungen begrenzen wollen, führt kein Weg an mehr direkter Demokratie, Referenden, Subsidiarität und Selbstverantwortung vorbei. Diese Sicht ist leider zu wenig verbreitet, darum geht es jetzt erst einmal weiter in Richtung Drama & Tragödie.

Für ein friedliches Europa demokratisch regierter Staaten, gegen den derzeitigen technokratischen Alptraum! Keine weitere "Vertiefung", "Integration" o.ä. ohne vorherige Referenden in allen zur Teilnahme auserkorenen Staaten! Demokratie statt Oligarchie!

Empfehlen
Uwe Göpper
Uwe Göpper (UGO62) - 12.09.2012 09:36 Uhr

Wovon zum Teufel "spricht" der Autor???

"gigantischen Fortschritt an Freiheit und Integration" Hab ich was verpasst? Unsere Freiheit wird durch schwachsinnige Gesetze der Eurokraten (z.B. Glühlampen ersetzt durch Giftmüll) immer mehr beschnitten! Demokratie wird schleichend abgeschafft und durch "Eudaktur" ersetzt!
Ich wollte den Teuro nicht, ich will diese EU nicht!

Empfehlen
Frank Gerlach

Gegenentwurf zu Euro-Union

Was wäre, wenn Deutschland und seine Politiker ihre verrückten (und teilweise militärischen) Großmacht-Träume beerdigten ?

Was wäre, wenn wir aus der NATO ausstiegen (nötig um nicht als Vasall für UK-USA zu agieren), wenn wir unsere weltweit spähenden Radarsatelliten abschalteten, wenn wir keine Tankflugzeuge hätten ?

Was wäre, wenn wir eine strikte Neutralitätspolitik wie die Schweiz verfolgten ? Keinerlei Einmischung, auch wenn es Gutmenschen mit rührsehligen Geschichten verlagen ?

Wohlstand, Prosperität und Frieden. Politische Stabilität. Das wären die Folgen.

Und ja, wir könnten auch weiterhin mit allen Ländern in Europa und der gesamten Welt handel treiben. Die Banken würden liebend gerne das Währungs-Umstauschgeschäft betreiben.

Empfehlen
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 12.09.2012 10:10 Uhr
Thomas Ulherr

... und wenn wir dann auch noch Volksabstimmungen/Referenden,

vernünftige und soziale Abgaben und Umlagen einführen - auch hier können wir dem Vorbild der Schweiz folgen - dann wären wir ein riesiges Stück vorangekommen auf dem Weg in eine aufgeklärte, soziale, friedliche, demokratische, rechtschaffene Republik!

Ich bin leider sehr pessimistisch! Wenn einem Geschichtsprofessor nicht mehr einfällt, als unabänderlichen Zwang (Pfad-Logik) zu predigen - dann ist das Licht der Aufklärung sehr schwach! Offensichtlich war die "geistig-moralische Wende" ein grösserer Erfolg als befürchtet!

"Pfad-Logik" - welch gequirlter geistiger Dummfug! Entweder eine Banalität: Nämlich daß nur in und mit dem Bestehenden (Menschen, Gesetze, Ökonomie) gearbeitet und verändert werden kann - oder es bezeichnet ahistorischen Zwang, Geschichtsdeterminismus den ich überwunden glaubte.

Wir erleben eine neue Aufführung des alten Stücks: Oligarchie und Katastrophe. Derzeit sind wir in der ersten Hälfte, die Oligarchen frohlocken. Die zweite Hälfte wird dramatisch.

Empfehlen
lu fauk
lu fauk (Fauck) - 12.09.2012 09:33 Uhr

Auch, wenn der Ist-Zustand korrekt beschrieben ist,

erstaunt doch die Rückwärtsgewandtheit und das Verharren.

Natürlich gibt es Alternativen aktiver, uns günstiger Gestaltung - z. B. im engeren Schulterschluss mit Briten und Skandinaviern, die ihre Interessen behaupten, ohne die Vorteile der EU aufzugeben.
Negative Konsequenzen der derzeitigen Linie werden nicht in den Blick genommen. Wie eine positive Lösung auf dem eingeschlagenen Weg erreicht werden könnte, wird nciht einmal angedeutet. Was soll dieses "Mehr Europa" sein und auf welche Art soll es etwas Positives bewirken. Für einen Wissenschaftler bleibt da alles merkwürdig blass. Stattdessen der Rückzug auf Pseudozwangsläufigkeiten (Pfadabhängigkeit). Schön haben die Briten demonstriert, wie man diesen verlassen kann und bei nächster sich bietender Gelegenheit doch wieder enger dabei ist als D - wenn es denn den eigenen Interessen dient.
Kein anderes Land käme auch nur auf die Idee, die eigene Bedeutung selbst künstlich zu minimieren, um gefällig zu erscheinen.

Empfehlen
Weitersagen

Freitod-Fashion

Von Fridtjof Küchemann

Ein Model kniet vor dem Gasherd, eines steht mit einem Stein im Arm im Fluss: Für eine Modestrecke ließ das amerikanische Magazin „Vice“ den Freitod bekannter Autorinnen nachstellen. Was als Kunst gemeint sein soll, verrät die Kunst. Mehr 2