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HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Gastbeitrag Vom Tod europäischer Werte

 ·  Europa war einst Kunst, Geist und Demokratie. Heute geht es nur noch um Haushaltsdefizite, Schulden und Sparprogramme. Wir müssen uns auf unsere Ursprünge besinnen!

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (142)

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gisbert heimes

@ Frau Holtmann, Herr Baumgärtner, Sie gehen in Ihren Antworten nicht auf meine schlichte Frage ein,

wieso trotz 'zuviel' Sozialstaat sich die Einkommens- und Vermögensschere seit den 70er Jahren in D und anderswo immer weiter geöffnet hat. Als Begründung dafür kann man im Einzelnen viele konkrete Faktoren anführen (u. a. die sogenannte Globalisierung); letztlich werden jedoch in einer Wettbewerbsökonomie diejenigen, die am besten an diese angepaßt sind, immer die Nase vorn haben. Das ist keine Frage der Moral oder Ethik, das ist eine Naturkonstante. Diese - nennen wir sie der Einfachheit halber so - 'Besseren' - haben auch den Sozialstaat 'erfunden'; wieder nicht aus moralischen oder ethischen Erwägungen, auch wenn sie das behaupten oder sogar davon überzeugt sind. Sondern um die unvermeidlich entstehenden Ungleichgewichte und die daraus folgenden Krisen 'freier' Märkte zu beherrschen. Der Sozialstaat ist schlicht ihre Lebensversicherung, und zwar im wörtlichen Sinne, wie die Geschichte es uns alle gelehrt hat.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 03.05.2012 13:07 Uhr
Marcus Baumgärtner

Hatten wir doch schon

Ich hatte geschrieben, dass ich zwischen den beiden Befunden keinen Widerspruch sehe: wir haben eine sich öffnende Vermögensschere (was mir auch nicht gefällt) und wir haben einen aufgeblähten Sozialstaat.

Anscheinend wollen Sie die Vermögensschere mittels immer mehr "sozialer Wohltaten" schließen!? Auch wenn das verlockend klingt, aber das kann nicht dauerhaft (!) funktionieren (falsche Anreize, Mobilität des Kapitals, ...).

Weitere unschöne Nebeneffekte: Förderung von Anspruchsdenken und einer Mitnahmementalität in allen Schichten, Bürokratieaufbau (Reibungsverluste, Verschwendung menschl. Arbeitskraft (!!!) ), Ausweitung polit. und staatl. Macht (Klientelpolitik, Gängelungen, Repression, Reisebeschränkungen, ...). Letztlich landen wir dort, wo der Osten vor 23 Jahren war.

Aber diesmal machen wir alles ganz anders, nicht wahr?

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Heike Schneider

Sie können machen was Sie wollen

Egal was sie schriebn - sie können machen wollen was sie wollen - sie haben uns in der DDR auf dem Gewissen und wir kennen Ihre herkunft. Insoffern, bei allem gutem Willen - alleine dass sie es nötig haben sich meinem vereheiraten Mann zu liieren. Für mich sind und bleiben sie Honeckers ERben und sind nicht unschuldig an der Situation, denn sie haben den menschen eingeredet dass sie alles umonst haben können. Ansonsten würden ise alles aller erste das Geld für die Kinder streichen und Erwachsene arbeiten gehen lassen, staat zu tolerieren, dass mit Kindergled häuser abbezahlt werden, in Gegenden wo keine Arbeit ist. Wir sind gegen alles was sie nach 1992 eingeführt haben, weir erwarten höhere Renten und Geld für Erwacchsene. Alle diejenigen die es sich egal in Form leisten können Kinder zu bekommen, die brauchen diese Hilfen nicht!

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Michael Vorwerk

Russenwerte

Was mußte ich denn da grad lesen? Von russischen Werten, die man übergestreift kriegt, ob man es will oder nicht?! Ein Litevka-Jäckchen, aus Werten gewebt, die nimmer die unseren werden können? Schlimm sowas. Zu den "russischen Werten", die mancher für die Ausgeburt der bolschewistischen Erzbuhlerin, für die Sendlinge eines moskowitischen Babylon hält (und eine eigenartige Sorte von Angstlust daraus zu beziehen scheint), gehören maßgeblich auch jene Werte, die den Werken unter anderem von Skrjabin, Schostakowitsch, Tschaikowskij, Dostojewskij, Turgenjew, Bulgakow, Gogol, Galina Ustwolskaja, Isaak Babel - um nur einige zu nennen - zugrundeliegen. Aber das muß man nicht wissen, denn die Kenntnisnahme dieses einfachen wie (mich und sicherlich viele andere) hoch beglückenden Umstandes setzt Hören und Lesen voraus, was bei der liebenden Pflege retardiertester Lieblingsressentiments empfindlich stört.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 03.05.2012 09:50 Uhr
Ralf Vormbaum

"Retardiertester Lieblingsressentiments"

Nicht "man" übergestreift kriegt, sondern diejenigen kriegten, die in der DDR lebten, weil Sie es mussten, da ihre „Freiheit“ lediglich bis zur scharf bewachten Grenze reichte. Herr Banaschak hätte in seinem Kommentar in der Tat bolschewistische Ideologie statt russische Werte schreiben sollen, damit keine Missdeutungen aufkommen. Das russische Drama ist geradezu ein Beleg, wie stupide der Leninismus und sein Parteiapparat über alle damals noch vorhandenen(!) kulturellen Werte hinweggeschritten ist, weil sie den revolutionären Prozess zum „neuen Menschen“ behinderten. In der Realität waren dann zahlreiche Parteibonzen mehr dem Suff als der Kultur ergeben, was den Mordenden wohl mehr „Entspannung“ versprach als einer Sinfonie von Schostakowitsch zu lauschen. Bis heute hat sich Russland nicht von dieser Vernichtung seiner Kultur erholt und es bleibt die Frage, ob nicht vieles unwiederbringlich verloren und damit reine Geschichte geworden ist. Ob Frau Wagenknecht dies bedrückt?

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Karola Schramm
Karola Schramm (Alorak) - 02.05.2012 19:40 Uhr

Der Umbau Europas ist im vollen Gang

Ein kleiner Streifzug durch Geschichte mit Bedauern über die heutigen, europäischen Zustände.

Wagenknecht hat recht und viele neutrale Ökonomen sagen es seit Jahren: die EZB gehört eingespannt und der Rest ist dann leicht.

Das wollen Merkel und Schäuble nicht. "Warum" ist dann die Frage und die Anwort ist stereotyp: "Weil die Griechen und die anderen faulen Südländer dann noch mehr über ihre Verhältnisse leben würden" so immer wieder wiederholt von Merkel und ihrem Tross.

Damit haben sie bewusst Vorurteile gestreut und gestärkt und von der Sucht der Banken und der Macht der sog. Märkte, hinter denen reiche Aktionäre stecken, abgelenkt.

Europa ist mit seinen Sozialstaaten, seinen Demokratien am Ende. Die europäischen Länder werden nicht militärisch, wie andere Länder zerstört, sondern über die Finanzmärkte ausgetrocknet.

Wagenknechts Buch hilft da so wenig, wie Stephane Hessels Ausruf: Empört Euch.
Spanien hat schon vorgesorgt und das Demonstrationsrecht beschnitten.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 03.05.2012 18:13 Uhr
Cornelia  Holtmann

Ich kann es nicht mehr hören:

Die bösen Finanzmärkte und die bösen Banken!

selbst wenn es (vielleicht) richtig ist, dass die Banken und Finanzmärkte von den Schulden profitiert hätten: Verursacht haben sie sie natürlich nicht. Oder glauben Sie, dass die Banken die Politiker gezwungen hätten, sich bei ihnen zu verschulden?

Die hohe Staatsverschuldung ist eine Folge politischer Entscheidungen. Es ist den Banken nicht vorzuwerfen, dass sie von dieser Entwicklung profitieren. Es ist ja ihre Aufgabe, Gewinne zu machen.

Es wäre aber die Aufgabe der Politik gewesen, diese Entwicklung durch eine verantwortliche Finanzpolitik zu verhindern. Nichts ist nämlich unsozialer, als ein zahlungsunfähiger Staat.

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Heike Schneider

Es wird sich nichts ändern

Es wird sich nichts ändern, bevor die Einstellung von diesen enormen Zahlungen für Kinder aufhört! Damit erhalten sie ja denn ganzen Konsum in den europäischen Ländern, kriegen die Kinder und in Wahrheit sind die nächsten Generationen arbeitslos!

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Peter Scholla
Peter Scholla (GIALC) - 02.05.2012 18:24 Uhr

Blah blah blah

Bei der Diskussion ueber die weltweit existierenden Staats- Wirtschafts- und Bankensystemen muss man festhalten, dass kein System soviel Menschen aus der Armut herausgeholt hat wie das demokratisch, kapitalistische, freiheitliche System. Die Bankenschelte ist berechtigt. Aber deswegen alles dem Staat zu uebertragen waere ein massiver Fehler. Sind es nicht die (inkompetenten) Staatsfuehrer die die Rahmenbedingungen (fuer das Bankenwesen und den internationalen Handel, etc.) gesetzt haben? Sind es nicht Politiker die, auf Suche nach Waehlerstimmen, stets neue und groessere Versprechungen machen?
Der Ruf nach Kunst und Kultur ist prima.
Vorher muss der Buerger aber Essen kaufen, seine Miete bezahlen, und sich gesund halten.
Politiker sind durchaus verantwortlich, wenn es dem Einzelnen heute schwerer faellt, diese Grundbereiche des menschlichen Lebens abzusichern.
Dafuer kann er/sie sich aber der Gewissheiit erfreuen, dass der deutsche Staat Schulen im Mittleren Osten baut.

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Paul Banaschak

Es gibt keine europäischen Werte - es gibt deutsche Werte, italienische Werte, griechische, ...

aber eben keine europäischen Werte. Das sollte eine DDR´lerin wahrlich wissen. Wurde nicht von den Russen versucht, ihnen die russischen Werte überzustreifen? Und haben sich die Ostdeutschen nicht mit aller Kraft dagegen gewehrt? Haben die Ostdeutschen nicht sogar die Russen gehasst?

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 03.05.2012 12:21 Uhr
Rainer Starzoneck

Umgekehrt wird ein Schuh draus...

Erklären Sie mir bitte genau die Unterschiede (Sprache ausgenommen) zwischen deutschen, italienischen und - sagen wir - britischen Werten, und zwar OHNE Klischees, Vorurteile oder gar Ressentiments zu verwenden oder sich in Erörterung von Detailbeobachtungen zu verlieren, die die Relevanz von Trachten- und Kochtraditionen haben.
Unsere Werte zeigen sich in unserem Gemeinwesen (repräsentative Demokratie), Rechtstaatlichkeit, Freiheit von Forschung und Meinung, Gleichberechtigung der Geschlechter usw..
Ist all dies deutsch?, italienisch oder nicht eigentlich doch eher norwegisch? Nein: es ist EUROPÄISCH - das ist schlicht das passende Wort.
Die Nation ist ein Konstrukt das sich allenfalls zwischen der französischen Revolution (in Dt.land und Italien sogar noch später) und dem 2.Weltkrieg mit einer gewissen Berechtigung eine Art von kultureller Allgemeingültigkeit anmaßte. Gerade die Eurokrise zeigt, daß wir dringend unseren immer noch sehr national begrenzten Horizont vergrößen müssen!

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Klaus-Henning Bähr

Vom Wolf und den sieben Geißlein

Sahra Wagenknecht, das in jeder Hinsicht attraktivste Pferd im Stall der deutschen Sozialisten, gibt hier den Wolf, der Kreide gefressen hat, damit die Geßlein nicht auf die Idee kommen zu hinterfragen, was hinter den Sirenenklängen steckt, mit dem hier im Kostüm eines dem Humanismus verpflichteten Engagements für wahre Demokratie Stimmung gegen den politischen Gegner gemacht werden soll. Ausgerechnet von der ehemaligen Frontfrau der "Kommunistischen Plattform" wird uns nahegegelegt, uns auf die Werte der klassischen Demokratie zu besinnen - eine Frechheit. Dass Frau Wagenknecht allgemein als kompetent in Fragen der Nationalökonomie gilt, macht die Sache um so schlimmer, wenn Sie empfiehlt, die Gesetze des Marktes durch staatlich festgesetzte Mindestlöhne und Steueruntergrenzen außer Kraft zu setzen, und dabei weiß, dass das zu einer Kapitalflucht und zur Verlagerung von Arbeitsplätzen ins Ausland führen würde.

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Matthias Schwarzer

Die Schuldigen

Wagenknecht macht den falschen Schuldigen aus. Nicht die Banken haben die Staatsschulden in Griechenland aufgetürmt, sondern die Politiker des Landes.

Konsequenterweise müsste Wagenknecht daher fordern, dass die Politiker und ihre Entourage die Altschulden, die über 60% des BIP hinausgehen, bezahlen müssen. Auch in Deutschland. Das würde dann auch ihren Lebensgefährten (Mulitmillionär Oskar L.) und sie selbst treffen, da sie beide ja auch staatliche Schuldenmacher waren und sind. Also alle bisherigen Diäten und Ministergehälter zurückzahlen und zukünftig für ein Grundeinkommen weiterarbeiten.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 03.05.2012 11:51 Uhr
Rainer Starzoneck

Wer verlegt immer die Schuld?

Zunächst sei daran erinnert, dass zum Schuldenmachen stets zwei gehören: Bank und Schuldner. ; so genießt ja z.B. in der Drogenproblematik auch (oder besser gerade) der Dealer besondere Aufmerksamkeit.

Die für die 'Eurokrise' ursächlich verantwortlichen Handelsdefizite zwischen den europäischen Staaten sind besonders in ihrem Ausmaß Ergebnis einer einseitigen angebotsorientierten (= neoliberalen) Wirtschaftspolitik - vor allem in Deutschland.
Wenn Monsieur Lafontaine mit irgendwelchen politischen Inhalten sinnvoll in Verbindung gebracht werden kann, dann mit einem erklärten Bekenntnis zur nachfrageorientierten (= sozialdemokratisch oder keynesianischen) Ökonomie. Ausgerechnet Lafontaine für die gegenwärtige Krise verantwortlich zu machen, ist Blödsinn hohen Grades.

Daß oder ob Laf. Millionär ist, tut in diesen Kontext schlicht nichts zur Sache, es sei denn sie vertreten die Ansicht, Reichtum setzt einen Menschen prinzipiell außerstande, gelegentl. auch Richtiges von sich zu geben.

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Markus Teuber

Demokratie für wenige Ausgewählte ?!

Wenn Frau Wagenknecht gerade die "griechische" -viel eher wohl dürfte sie die attische Dmeokratie meinen- Demokratie als Vorbild heranführt,dann muß einen dies gehörig wundern !
.
Ob Frau Wagenknecht weiß,worüber sie da sprcith ?!
.
Denn die Demokratie in Athen war nur für GEBORENE ATHENER ! Nur diesen wurde sie und all die Bürgerrechte Athens gewährt!
.
"Ausländer",nach Athen Zugewanderte,Angehörige anderer Völker,Bauern außerhalb Athens,gar Sklaven konnten sich nicht auf Eines der Rechte Athens berufen!
.
Und die Athener waren gar weitaus weniger freigiebig wie später die Römer ,welche die römischen Bürgerrechte auch "Nicht-Römern" verliehen,die sich (etwa als Soldaten) um "Rom verdient gemachten hatten" .

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 02.05.2012 18:27 Uhr
Karola Schramm
Karola Schramm (Alorak) - 02.05.2012 18:27 Uhr

Ein ganz aneres Thema

Ich denke, Wagenknecht war nicht daran interessiert die demokratischen Verhältnisse in der Antike darzustellen und 1 zu 1 auf heute zu übertragen, sondern die großen Philosophen Griechenlands und ihren Einfluss auf die europäische, bzw. deutsche Philosophie und Kultur aufzuzeigen.



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Peter Herbeck M.A.

@ markus teuber: Mes compliments !

Treffender war es nicht zu formulieren. Ich glaube viele - ohne diesen zu nahe treten zu wollen - kennen die kleinen Nuancen nicht und von daher ist geradezu passend, wie Sie dies hier umrissen haben. Danke.

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Gerhard Dünnhaupt

Mehr Adalbert Stifter lesen!!!

"Untergehenden Völkern verschwindet zuerst das Maß. ... Der Einzelne geht seiner Lust und seinem Verderben nach, und so wird das Volk eine Beute seiner inneren Zerwirrung."
(Adalbert Stifter, Bunte Steine)

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Gunter Koch

Gratulation

der Frau Wagenknecht für den Inhalt und der FAZ für die Publikation. Danke. Genau so wie dargestellt ist es meines Erachtens. Erschreckend ist jedoch das Niveau der Diskussion: oftmals durchweg im Stile des kalten Krieges, der ja nun bekanntlich vorbei sein sollte. Nur weil Frau Wagenknecht Politikerin der Linken ist darf es per se nicht sein, dass sie recht hat - von der persönlichen Diffamierung mal ganz abgesehen.

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Thomas Lagershausen

Sarah W., eine Kanzlerin im Geiste von US-Präsident Franklin D. Roosevelt.

Heute hören wir in Deutschland exakt das gleiche unredliche Geschreie der Finanzspekulanten wie es damals 1936 Präsident Franklin D. Roosevelt in den USA sich anhören mußte.

Ddoch im Gegensatz zu unsererer heutigen armseligen Politikkaste ging Roosevelt in einer Rede im Madison Square Garden, am 31. Oktober 1936, in die Offensive und nannte Ross und Reiter: „Unternehmens- und Finanzmonopole, Spekulation, skrupellose Banken, Klassenantagonismus, Partikularismus“. Diese würden die Regierung der Vereinigten Staaten als bloßes Anhängsel ihrer eigenen Geschäfte betrachten. Und Roosevelt zeigte sich nicht gewillt zurückzuweichen, sondern nahm den Fehdehandschuh auf: „Sie sind einmütig in ihrem Hass auf mich – und ich heiße ihren Hass willkommen.“

"Unternehmen, deren Existenz lediglich davon abhängt, ihren Beschäftigten weniger als einen zum Leben ausreichenden Lohn zu zahlen, sollen in diesem Land kein Recht mehr haben, weiter ihre Geschäfte zu betreiben."

(R. vor dem Kongress, 1933)

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 02.05.2012 22:40 Uhr
Gunter Koch

So ist es ...

und man kann noch weiter zurückgehen. Bereits Abraham Lincoln, dessen Präsidentschaft als eine der bedeutendsten in der Geschichte der USA gilt und der als erster einem Attentat zum Opfer fiel, sagte: "Ich sehe in naher Zukunft eine Krise heraufziehen. In Friedenszeiten schlägt die Geldmacht Beute aus der Nation, und in Zeiten der Feindseligkeiten konspiriert sie gegen sie. Sie ist despotischer als eine Monarchie, unverschämter als eine Autokratie, selbstsüchtiger als eine Bürokratie. Sie verleumdet all jene als Volksfeinde, die ihre Methode in Frage stellen und Licht auf ihre Verbrechen werfen. Eine Zeit der Korruption an höchsten Stellen wird folgen, und die Geldmacht des Landes wird danach streben, ihre Herrschaft zu verlängern, bis der Reichtum in den Händen von wenigen angehäuft und die Republik //= Europa, G.K. //vernichtet ist.” 1936. 2008 ... Genau dies ist die Intention des Artikels von Frau Wagenknecht.

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Peter Hofmann

Schöne Theorie

In der Theorie hört sich das prima an! Theoretisch ist alles denkbar!

In der Praxis ergibt sich die Frage, warum denken unsere Kinder nicht in diesen Kategorien? Wenn es eine Mehrheit für die kulturelle Vielfalt und einen vernünftigen Umgang mit Konsum geben soll, müssen unsere Kinder - die sich nach unserem Vorbild richten - auch angeleitet werden, mit diesen Werten umzugehen. Ich sehe in der Praxis allerdings, außer ein paar wohlgemeinten Worthülsen einer rudimentären Gesellschaftskritik keinerlei Lösungsansätze in diesem Artikel.

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Frank Görgen

Die Wahrheit liegt dazwischen

Der Buchtitel von Frau Wagenknecht "Freiheit statt Kapitalismus" ist sicher eine Gegenantwort auf das Werk des verstorbenen neoliberalen Erzfeindes M. Friedman, der vor sehr langer Zeit "Freiheit und Kapitalismus" veröffentlichte. Während Friedman beide Begriffe als unbedingte Symbiose versteht, suggeriert der Titel Freiheit statt Kapitalismus ein wenig eine konfliktäre Zielbeziehung. Sicher, der Freiheitsbegriff, den sie meint ist ein anderer als den, den Friedman meinte. Entscheidend ist wie das Volk Freiheit sieht. Ich vermute, Freiheit wird von der Mehrzahl der Deutschen nicht ausschließlich in der Richtung "freie Märkte" wie es Friedman sieht und auch nicht nur als soziale Chancengleichheit wie es Frau Wagenknecht gerne sieht interpretiert. Man wird gewisse kapitalistische Auswüchse akzepierten müssen, wenn Freiheit gelebt werden soll. Die Kontrolle hierüber ist notwenidg - da hat die Autorin fraglos recht. Aber die Frage ist wie viel Kontrolle. Der Staat kann nicht alles regeln.

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Ralf Vormbaum

Zur Rückbesinnung auf antike Tugenden

Die Krise des europäischen Bürgertums lässt sich mit einer Rückbesinnung auf „antike Tugenden“ wohl kaum bewältigen, schon weil bei näherem Hinsehen sehr undeutlich wird, woraus denn konkret in einer völlig durchrationalisierten und säkularisierten Welt diese ihren Gehalt ziehen sollten, zumal für das antike Denken metaphysische Vorstellungen von der Herrschaft der Götter bestimmend waren. Interessant ist auch, dass Sie zweitausend Jahre Christentum als Wurzel einfach ausblenden, wobei doch gerade unsere abendländische Moralvorstellung auf dem christlichen Fundament ruht(e). Der Mensch der Antike verengte Moral und Sitte auf die Polis, in der es eben Freie und Unfreie(!) gab, die völlig unterschiedlichen Rechtsvorstellungen unterworfen waren. Und das Denken der Römer war dem heutiger Zeit viel ähnlicher als Sie es sich vielleicht erhoffen. Wie anders wären Cäsar, Augustus oder gar Caligula und Nero zu verstehen, deren Tugend sich allein in der brutalen Ausübung der Macht erschöpfte.

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Antworten (4) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 02.05.2012 21:24 Uhr
Rainer Starzoneck

Christentum und Philosophie

Dass das Christentum in Europa geschichtlich wirkmächtig war, ist selbstverständlich. Dennoch sei erwähnt, dass wir die Überlieferung antiker Texte und Traditionen auch (oder besser vorrangig) islam. und jüd. Gelehrten zu verdanken haben. Die ganze Scholastik ist in meinen Augen nicht viel mehr als eine erfolgreiche Unternehmung christl. Gelehrter, schmerzlich empfundene Argumentationsdefizite und philos. Schwächen der röm. Theologie zu überwinden, und so das lat. Christentum gegenüber der islamischen, aber auch der byzant. und nicht zuletzt jüd. Konkurrenz mit einer gesteigerten intellektuellen 'Satisfaktionsfähigkeit' auszustatten. Da kam man selbstverständlich an Aristoteles nicht vorbei. -- Bzgl. 'Ambivalenz' am Ende des 1. Posting: vergessen Sie nicht, daß wesentliche emanzipatorische Bestandteile unseres Weltbildes, Wissenschafts- und Freiheitsverständnisses mühsam GEGEN kirchliche Dogmatik und Moral erstritten werden mussten. Das Verdikt Bildungsbürger bezog sich auf Wagenknecht

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Ralf Vormbaum

Historische Realitäten

Geschichtlich wirkmächtig war im europäischen Raum insbesondere das Christentum, ohne das uns zum Altertum wenig überliefert worden wäre. Es waren immerhin christliche Mönche, also letztlich die Kirche, die das Schrifttum der Antike bewahrte. Zudem haben gerade Platon und Aristoteles durch Augustinus und Thomas von Aquin eine neue, transzendierende Rezeption im christlichen Denken erfahren. Platons Ideenlehre, der die Vorstellung der Dualität von Seele und Materie zugehört, ist in letzter Konsequenz durchaus theistisch, anders ließen sich Platons Vorstellungen der Seelenwanderung im Hades gar nicht verstehen. Es wäre überaus verkürzt, eine europäische Tradition ohne das Christentum antizipieren zu wollen. Ich hoffe, Sie haben meinen Kommentar nicht als "Auspacken des Bildungsbürgers" verstanden, was mich doch etwas erstaunen würde. Ihr letzter Satz bedürfte zudem einer genaueren Erläuterung.

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Gerhard Dünnhaupt

Unsere fragwürdige "antike Vergangenheit"

Jene Volksstämme, die vor 2500 Jahren eine Kultur von den griechischen Inseln bis Alexandria entwickelten, sind längst vertrieben und ausgestorben. Unsere eigenen primitiven Vorfahren wanderten ja überhaupt erst tausend Jahre danach aus östlichen Steppen in Mitteleuropa ein. Eigentlich ist es eine Unverfrorenheit, dass wir die Geschichte anderer Völker einfach als "unsere" Vergangenheit betrachten. Wir hätten ebenso gut die chinesische oder ägyptische Geschichte adoptieren können.

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Rainer Starzoneck

Die antiken Tugenden

Wenn man von 'Rückbesinnung auf antike Tugenden' spricht, so denkt man sicher nicht an Caligula, Diokletian u.a.; nicht einmal an schwer rekonstruierbare historische Realitäten oder Mentalitäten der Zeit zwischen 800 vor bis 400 nach Chr.. Man bezieht sich auf eine geschichtlich fraglos wirkmächtige humanistische Tradition, deren Rezeption bis heute Einfluß auf unser Weltbild und Denken hat. Man besinnt sich nicht auf historische Wirklichkeiten sondern auf eine kulturgeschichtliche Rezeptionstradition. Misverständnisse dieser Art schleichen sich oft dann ein, wenn Bildungsbürger auspacken. Nur dass sich diese mittlerweise im extrem linken Spektrum verstecken (müssen?) ist neu.
Übrigens: Platon's Ideenlehre und Aristotelische Kategorien haben nichts mit Zeus zu tun. Philosophie und polytheistischer Mythologie waren und sind zwei komplett getrennte Disziplinen. Das Verhältnis des humanistischen Welt- und Menschenbildes zur christlichen Tradition ist ein seehr ambivalentes und diffizile

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Uwe Pawlowski

Zerstörerische Ökonomisierung

In grossen Teilen hat Sahra Wagenknecht recht. Allerdings möchte ich auf drei Punkte aufmerksam machen:
1. Das griechische Erbe und seine Folgen, auf das Kunst, Geist und Demokratie Europas aufbauen (könnten), ist nicht passé. Als Menschen haben wir die Möglichkeit dieses Erbe wieder aufleben zu lassen. Leider ist dieses Erbe im Laufe der Geschichte immer wieder geschlagen, getreten und unterjocht worden.
2. Ebenso ist die europäische Idee der Nachkriegszeit nicht tot. Allerdings fragt sich, ob die Ursprungsidee noch zeitgemäss ist und ob wir Menschen ein Europa wollen, wie es uns die Politik vorgaukelt. Ein Europa der Menschen ist in weiter Ferne, das politische Europa ist dubios: Aber wir haben ein Europa der Finanzinteressen.
3. Sahra Wagenknecht am Kern deutscher, europäischer und Weltprobleme vorbei. Es zählt nur noch die Ökonomie. Oder drastischer: Wir haben es in allen Bereichen mit einer Ökonomisierung zu tun, die zerstörerisch ist. Und die Politik wirkt dabei munter mit.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 02.05.2012 13:04 Uhr
Peter Hofmann

Freiheit, wie ich sie meine

Ein Dilemma lässt sich nicht mit den Denkansätzen lösen, die ein System gebiert, das das Dilemma erzeugt. Heute wird der Preis nicht mehr nach Angebot und Nachfrage der Konsumenten erzeugt sondern von den Herstellern per höchstmöglichen am Markt zu erzielendem Preis definiert. Die Nachfrage wird hierbei durch Horden von Marketingfachleuten generiert. Der Konsument wird dabei angeleitet dauernd Preis und Wert zu verwechseln.

Wenn die Konsumenten ihr wenig selbstbestimmtes manipuliertes Ich hinterfragen würden, sich fragen würden, "Wozu ist ein Produkt gut? Wie kann es meine Lebensumstände verbessern helfen?", dann würde unsere Konsumgesellschaft von jetzt auf gleich zusammenbrechen. Werte würden wieder eine wichtigere Rolle spielen als Preise.

Allerdings ist diese Handeln von niemandem gewollt. Ganz im Gegenteil werden unsere Kinder immer weiter in die Idee getrieben: Haste was, biste was! Heute ist ein reicher Trottel mehr wert als ein armer Weiser. Konsumverzicht ist Dummheit!

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Ralf Vormbaum

Eine Folge des Positivismus

Der radikalen Säkularisierung korrespondiert ein rein ökonomisiertes Denken. Werte, positivistisch definiert, müssen im Handgreiflichen also Ökonomischen bleiben, ansonsten sind sie wertlos, weil bloßer Schein. Will man also aus diesem Dilemma herauskommen, so wird man die Frage stellen müssen, ob die völlige Beseitigung der Metaphysik seit der Aufklärung zugunsten eines radikalen Positivismus der allein gangbare Weg ist und ob solchem Denken tatsächlich das Prädikat zukommt, die letzte Wahrheit zu sein. Eine Rückbesinnung auf andere als rein ökonomisierbare Interessen schließt notwendig eine Rückbesinnung aufs Metaphysische ein, im Konkreten also des Christentums. Nur wo die Verantwortung des Menschen über das Hier und Jetzt hinausreicht, macht sie sich vom starren Blick auf das ökonomische Interesse frei.

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Michael Anton
Michael Anton (u33klm) - 02.05.2012 09:42 Uhr

Ökonomie und Tugend

Was ist der Kern des Artikels? - heißt, den Artikel voruteilsfrei zulesen. Der Wohlstand der westl. Nationen beruht auf den Tugenden der Bourgoisie- die wiederum ihre Wurzeln in der Antike haben. Wenn wir diesen Tugenden wieder Geltung verschaffen wollen, müssen wir das Ergebnis der Konditionierung der Chicagoer Schule rückgängig machen, die es geschafft hat, die breite Basis der Tugenden (Tugend - Ergebnis von Erziehung und Gewöhnung) auf den Punkt der ökon. Nutzenmaximierung zu reduzieren. "Gier" wurde in allen Segmenten der Gesellschaft zur Lebensmaxime - entwickelt ,vorgetragen durch die Hohenpriester des Geldes: vorneweg die Ökonomen der Chicagoer Schule, geadelt durch Nobelpreise. Sie fanden Gehör bei Reagan, Thatcher, Blair, Schröder. Die "intelligenz" bestand darin, "Gier" als "isoliertes Wissen" zu stilisieren. Mit "Ich bin doch nicht blöd" und "Geiz ist geil" ist dieses Prinzip mittlerweile tief verankert. In der Rückbesinnung auf die alten Werte liegt unsere Chance.

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Ralf Vormbaum

Einseitigkeit des historischen Blicks

Kritik am Kapitalismus, garniert mit ideologisch aufgeladenen Schlagworten des bösen Bankenunwesens, war schon immer eine Stärke der leninistischen Linken, man ist schließlich nicht dumm, nur etwas vergesslich, wenn es um historische Fakten und ihre Konsequenzen geht. Hätte Frau Wagenknecht in ihrer historischen „Analyse“ nicht auch ihr Augenmerk auf den Leninismus-Stalinismus legen müssen, der doch das historische Gegenmodell darstellt? Realität und ihre Wahrnehmung kann und darf, solange das ideologische Konzept es fordert, im linken Denken ausgeblendet werden. Tatsache bleibt, dass eine schlechte Marktwirtschaft immer noch besser ist als der beste Staatsmonopolismus im Sozialismus, der ja immer auch die vollendete Form des Bürokratismus darstellt. Die jetzige Krise ist gerade nicht Ausdruck eines Zuviel an Freiheit sondern hat ihren Ursprung in der Idee eines restlos bürokratisierten Europas, in der die notwendige Flexibilität der Nationalstaaten sukzessive beseitigt wurde.

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Closed via SSO

Toller Essay, nur leider die Wurzel des Übels nicht benannt.

Es ist die Geißel des Kollektivismus, die alle Bemühungen eines Kant, Goethe, Hegel und Marx zunichte macht. Frau Wagenknecht hat eines nicht verstanden, was der von ihr so sehr bewunderte Berthold Brechtso knackig beschrieben hat: Erst kommt das Fressen, dann die Moral.
Brecht ahnte, was aus der Zuspitzung des Kollektivismus werden würde: Massenmord!
Und nach dem in diesem Artikel ebenfalls beklagten Massenmord kam der auf Pump finanzierte Wohlstand, das andauernde Fressen, welches niemals enden darf.
Wir haben in Griechenland gesehen, was passiert, wenn das Fressen aufhört: Anarchie und Gewalt.
Also, Frau Wagenknecht, Ludwig Erhard hatte es erkannt und umgesetzt. 80% der Bevölkerung Europas ist gebildet genug, um komfortabel leben zu können. 20% sind Verlierer und der Anteil schrumpft ohne Zutun der Politik immer weiter. Der Schlüssel steht bei Kant und Goethe: Aufklärung und umfassende Bildung!
Dann haben Kollektivisten keine Chance mehr, welch ein Dilemma für eine Kommunistin!

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Johannes Wahl

Renaissance der Parkbankphilsophie

"Wir müssen uns auf unsere Urspünge besinnen!"
.
Wollen wir wirklich die Antike aufleben lassen? Geht es hier um Menschenbilder, soziale Strukturen, zwischenstaatliche Verhältnisse, Verhältnis von Arbeit, Kapital und Mensch? Werdense ma konkret!
Europa...Kultur...blablabla...ein paar warme Worte. Aber dann gehts doch um die Schuldenkrise um die Politik.
.
Und ob das Verklären des alten Europas (+ Mittelmeerküste, etc.) uns heute etwas bringt, bleibt auch fraglich. Die Menschen der Antike hatten andere Probleme.

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Weitersagen

Geklonter Murks

Von Joachim Müller-Jung

Die Studie des Gen-Forschers Shoukhrat Mitalipov zeugt von erheblichen Schlampereien. Aufgedeckt wurden sie auf einer Gutachterseite im Internet. Hatte Luzifer seine Hände im Spiel? Mehr 1