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Fußball Phototaktik der Kommentatoren

 ·  Fußballkommentatoren sind in der Regel Wechseltierchen, Hell-dunkel-Opportunisten. Einer ist es sicher nicht: Mehmet Scholl.

Artikel Lesermeinungen (8)

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Frank Martin

Scholl ist Fan,

aber nicht blind. Wer weiß, ob ein mehr mitspielender Stürmer nicht schon längst zwei Tore aufgelegt hätte, bis zur 70. Minute? Es sind aber eben nur elf Spieler mit ihren Stärken und Schwächen, mit ihrem Glück und Pech auf dem Platz und der Trainer ist dafür verantwortlich, welche es sind. Einen Gomez mit den spielerischen Fähigkeiten eines gesunden Klose (die diesem auch nicht angeboren waren) wird man sich nicht schnitzen können. Wesentlich bleibt: jeder braucht Kritik, um an sich zu arbeiten, um seine Stärken zu mehren und seine Schwächen zu mindern. Helden fällt das nicht schwer. Das gilt eben auch für Gomez, der ja selbst sinngemäß gesagt hat, daß er den abgefälschten Ball optimal "auf den Schädel" bekommen hat und aus diesem Glück das beste machte. Ob er das auch gekonnt hätte, wäre er zuvor siebzig Minuten gerannt? Wissen wir nicht. Experten, die uns bloß erklären, was wir selbst sehen und fühlen, gibt es zur Genüge, von einem Mehmet Scholl kann man immer noch etwas lernen.

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Klaus Rösch
Klaus Rösch (klbr) - 11.06.2012 20:12 Uhr

Kommentatoren

Glücklich ist wer ORF1 sehen und hören kann.
Sommer und Winter.

Da braucht man diese Dampfplauderer nicht hören.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 12.06.2012 09:08 Uhr
Martin Geier

Oh Ja

Das ist in Südtirol der Fall. :)
Ganz nebenbei wurden dort auch die eigentlichen Probleme bennant: Schweinsteiger war fast ein Totalausfall, Podolski bemüht aber ungenau und im Abschluss zu hektisch und zu verschwenderisch. Özil allein kann es auch nicht richten. Soviel Verwertbares kam bei Gomez(der eben diese eine Charakteristik hat) nicht an und wenn das Mittelfeld nicht gut funktioniert dann kann auch der vorne es allein nicht richten; Gomez hat seinen Job gemacht. Die anderen müssen ihren auch machen. Scholl ist ein Totalausfall weil er nur den vorne sieht. Die nächsten Spiele werden entscheidend.

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Ekke Hoffmann

Glückwunsch

Ich freue mich unter anderem deshalb so über diesen wirklich kurzen und guten Artikel
a) weil er etwas zur Sprache bringt was schon lange überfällig ist,
b) weil es seit langer Zeit der erste Artikel des Feuilleton der FAZ ist, dem ich zustimmen kann. Die sonstigen Artikel passen normalerweise besser in die "taz" Frankfurter Rundschau oder "Süddeutsche Zeitung. Deshalb nochmals Glückwunsch!

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Michael Recha
Michael Recha (m.recha) - 11.06.2012 18:08 Uhr

Medien

Bravo!

Genau darum geht es doch: Realität ist, was sie ist. Also: Ob Gomez & Co. gut, schön, schnell spielen, oder nicht, egal für die Welt, wenn das Tor fällt.

Aber: was von der Realität bleibt, ist das, was von ihr berichtet wird. Und da spielen die Medien eine zentrale Rolle. Und dort tummeln sich Schwätzer, Opportunisten und Mainstream-Surfer.

Also: das 1:0 gegen Portugal in diesem Turnier ist auch für mich erst durch Scholl erinnerswert geworden, gerade weil er sagt, was real geschah, nicht was das Volk hören will oder soll.

Und nun, liebe FAZ, ersetze: "Fußball" durch Politik, Wirtschaft, Rechtssystem. Gibt es dort etwas anderes als Lichtgestalten in den Medien, die allein ihre persönliche Sonne suchen?

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Martin Geier

Herr L. Richard hat recht! :)

Ja; dieses Bashing gibt es wirklich nur in Deutschland. Gomez ist sicher kein technisch ausgefeilter Stürmer. Er ist der klassische Strafraumstürmer der sich zu positionieren weis und bei einer Gelegenheit genau dort ist wo er gebraucht wird und genau das macht für was er aufgestellt wurde. Die Arbeit Löws wird auch in Italien geschätzt und Löw kennt seine Charakteristik genau. Eine solche Kritik ist nur in Deutschland möglich; in Italien(schreibe aus Südtirol) würde man ihm nach solch einer partita(die weisgott nicht schön anzuschauen war zumal die Portugiesen defensiv agierten und die Deutschen Angst hatten ins offene Messer zu laufen) ein mediales Denkmal gesetzt; die tifosi sowieso. Das Eröffnungsspiel zu gewinnen war wichtig. Daß nun die Holländer unter Zugzwang stehen ist sein großer Mitverdienst. Für den 364 Tage im Jahr nichtexistenten Scholl zuwenig?
Wenn man anders Spiel will braucht man andere Leute; Gomez hat diese eine Charakteristik; aber in dieser ist er gut. ;)

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Thomas Wedel

Scholl alles in allem ein prima Kommentator

Toller Kommentar.

Zu Mehmet Scholl:

Hat in diesem Fall etwas über's Ziel hinausgeschossen weil vor allem der Zeitpunkt arg unnötig ist, um Unruhe ins deutsche Team zu bringen, aber ansonsten ein toller Komentator mit viel Ahnung, wenig Standardfloskeln und, ganz wichtig, einer eigenen Meinung!

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L. Richard
L. Richard (LarsenI) - 11.06.2012 17:35 Uhr

Gomez

Vorweg, ich mag die Kommentare von Scholl auch sehr gerne und finde er trifft oft den Punkt,
aber was dieses Gomez Bashing anbelangt reichts langsam. Als Fan von Eintracht Frankfurt und damit der Parteinahme für Bayernspieler oder Gomez unverdächtig, muss ich echt mal ne Lanze für ihn brechen. Ich hab heute auf allen möglichen Internetseiten und in deren Foren übelste Kritik an den fussballerischen Qualitäten und der Laufbereitschaft von Gomez gelesen und das nach einem extrem wichtigen Tor für die Deutschen Nationalmannschaft. man könnte fast den Eindruck haben die meisten Miesepeter hätten lieber gegen Portugal verloren, als das "der" ein Tor schiesst. Der Junge ist sicher keine Messi, aber er ist der nach Toren bemessen (was sonst als Stürmer) mit Abstand der erfolgreichste deutsche Fussballer den wir haben, national wie international. Das ist sein Job und den macht er gut, also hört auf zu Jammern. Wir haben zur Zeit viel größere Problemfälle auf dem Feld (z.B. Podolski).

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Jahrgang 1962, stellvertretender Leiter des Feuilleton.

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