07.05.2012 · Kann man im Wahlkampf das Wiener Kaffeehaus mit dem Web 2.0 und Aktionstheater kombinieren? Es kommt auf die Inszenierung an. Bei Jauch war es zu erleben.
Von Frank LübberdingRichtlinien für Lesermeinungen
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Danke an die anderen Foristen, ....
... die mich an das erinnert haben, was wirklich wichtig ist: Der
Inhalt. Die Erscheinung von Herrn Ponader fand ich zuerst etwas
übertrieben anti-mainstream und provokativ, tatsächlich ist
mir jemand mit Jesuslatschen und ehrlicher Überzeugung jedoch viel
lieber als ein aufgeblasenes Adels-Windei wie zu Guttenberg, dem die
deutschen Medien und große Teile der Öffentlichkeit zu
Füßen lagen.
Weiter so, Piraten!
Sollte die Rolle von Herrn Ponader die sein, im politischen
Experimentiertheater den Troll zu ge-ben, dann nur zu. Sollten die
Repräsentanten der Piratenpartei meinen, Kleiderordnung und
Etikette gelten nicht für sie, dann nur zu. Sie sind via Talk-Show
*Gäste* in vielen Wohnzimmern, in denen sich potentielle
Wähler aufhalten. Ob solche Gäste geduldet werden, wird nach
wenigen Minuten mit der Off-Taste entschieden.
.
Wenn ich bisher an Piraten dachte, dann an Personen wie den Jurist
Patrick Breyer, promoviert über VDS, u.a. Mitwirkung an der
erfolgreichen Sammel-Verfassungsbeschwerde gegen die VDS und der
TKG-Verfassungsbeschwerde. Oder an Uli König, Informatiker, bisher
beschäftigt beim Unabhängigen Landeszentrum für
Datenschutz SH. Beide seit gestern im SH-Landtag. Sie könnten sich
zu dem entwickeln, das viele Parteianhänger in ihnen sehen:
Vermittelnde Agenten, die die Online-Welt, Bürger und Politik
sinnvoll vernetzen, die für Demokratie, Freiheit und
Selbstbestimmung eintreten.
ist also ehrenamtlicher Geschäftsführer der Piraten und lebt von Hartz IV. Das führt zu reichlich hämischen Kommentaren. Allerdings dürfte Herr Ponader damit den Steuerzahler weit weniger kosten als alle anderen Geschäftsführer der anderen politischen Parteien deren Vertreter dabei waren. Wer bitteschön macht das sonst umsonst? Es ist sehr skurril, daß Leute, die viel vom Sparen halten dann über Herrn Ponaders mickriges Einkommen herziehen. Warum ist er damit nicht eigentlich Vorbild? Ach und er kleidet sich nachlässig. Also ich bin gegenüber Anzugträgern immer vorsichtig (obwohl ich selber - ab und zu - einer bin). Sie wollen sich damit Seriosität geben und ich frage mich wer das nötig hat. Jedenfalls sind die größten Bankrotteure allesamt geschniegeld und gebügelt gewesen und seit einigen Jahren sogar gegelt. So sieht "politische" Auseinadersetzung der Medien aus? Bloß weil die Piraten die gewohnte "Arimethik" der Regierung stören. Ein verächtlicher Kommentar ohne Inhalt.
Ich habe noch nicht eine Sendung von Jauch verfolgt - reicht mir immer schon,
wenn ich sein Gesicht mal ab und zu sehe, wenn ich aus versehen in eine
seiner Sendungen klicke.
Wenn ich allerdings den Bericht hier lese, stelle ich fest, dass ich
nichts verpasst habe.
Hat Ponader wirklich getwittert?
So wie ich es verstanden habe, hat Herr Ponader lediglich das Getwitter
verfolgt, selbst aber nicht getwittert. Ganz im Gegensatz zu unseren
etablierten Politikern, die in Bundestagssitzungen, deren Wichtigkeit
wohl höher anzusiedeln sein dürfte als eine grottenschlechte
Talk-Show, nicht nur durch körperliche, sondern vermehrt auch durch
geistige Abwesenheit zwecks aktiven Twitterns etc. glänzen.
In einer geistig nicht gerade fordernden Talk-Show eines Herrn Jauch
sinnvolleren Tätigkeiten nachzugehen, kann durchaus als
gerechtfertigt angesehen werden, insbesondere, wenn sich die eigene
Funktion dort darin erschöpft, Beleidigungen über sich ergehen
lassen zu müssen. Was aber überhaupt nicht akzeptabel ist,
ist, daß unsere Volksvertreter permanent ihre Mißachtung uns
gegenüber dadurch zum Ausdruck bringen, daß sie in Landtagen
und im Bundestag körperlich und/oder geistig durch Abwesenheit glänzen.
Was sonst noch zum Niveau der Show zu sagen wäre, wurde hier schon
ausreichend geäußert.
Lass uns über seine Sandalen und die fehlenden Socken debattieren, statt sich mit den Inhalten auseinander zu setzen. Eines kann dem Herrn Ponader jedenfalls nicht nachgesagt werden, er sei ein Blender. Ich erinnere nur an das aufgeblasene Osterei Herr zu Guttenberg. Bunte und glatte Schale, nur leider null Inhalt. Der Pirat hat auf zwei wirklich wichtige Punkte hingewiesen, dass die Rechten aus dem Landtag ausgeschieden sind und darüber hinaus es nur Verlierer in der Runde gab, ausgenommen der Piraten. Absolut haben alle verloren und an die Nichtwähler abgegeben. Das beeindruckte die Berufspolitiker erstaunlich wenig. Die Demokratie bröckelt und die Vertreter der sog. demokratischen Parteien kümmert das herzlich wenig. Wiederholen ständig ihre auswendig gelernten Wahlkampffloskeln und bestehen sich auf die Brust trommelnd auf ihren „Wahlsieg“ und auf ihre „Osterei-Inhalte“, bis das Alles dem Wähler zum Hals raus hängt und er der nächsten Wahl fernbleibt oder die Piraten wählt.
Ganz unten sind leider nicht die Gebühren für diesen Mist.
Es ist schon erstaunlich, wie wenig die hier Kommentierenden den Artikel
bzw. die Ideen, die hinter der Piratenpartei stehen, verstanden haben.
Fast ausnahmslos hacken die Kommentare hier auf dem Erscheinungsbild
oder der veränderten Kommunikationsform herum, ohne zu begreifen,
dass sowohl das Erscheinungsbild als auch die Kommunikations bezeichnend
dafür sind, was die Piraten transportieren wollen: Kommunikation
ist wichtiger als das Erscheinungsbild.
Wer hübsch aussehende Menschen haben will, sollte bei Heidi Klum
zuschalten. In der Politik sollte es praktisch ohne Bedeutung sein, ob
jemand im Sakko oder T-Shirt, mit Lackschuhen oder Sandalen auftritt.
Interessanterweise wiederholt sich hier der gleiche inhaltsleere
Aufschrei, den es Ende der 70er, Anfang der 80er bei den Grünen
gab. Auch da haben die Konservativen den Mund nicht mehr zubekommen und
wollten nicht glauben, dass es Menschen gibt, die ihre Meinung nicht teilen.
Wie damals bei den Grünen..
.. ja, es ist schon erstaunlich, dass es um Socken und Sandalen einerseits und Smartphones andererseits geht - dachte man doch eigentlich, die Menschen seien 2012 etwas weniger oberflächlich als dreißig Jahre zuvor. Aber das war wohl ein naiver Irrtum. Ein Blick ins TV-Programm ("DSDS", "GNTP") hätte mich davor bewahren müssen.
Herr Will, es gibt Menschen, die sind entwicklungsfähig und solche die es nicht sind
das haben sogar die meissten 68er kapiert.
Wenn dieser Mann von ALG2 lebt, wo ihm mit einem 1er Abi alle Türen
offen stehen, sagt das alles aus.
Entlarvend schlichte Kommunikation
Sehen Sie, ihr Missverständnis besteht darin, dass sie den anderen
unterstellen, sie hättens nicht verstanden. Das ist etwas, was mir
bei den Piraten immer öfter auffällt, die etwas verquere
Realitätsinterpretation. Allein schon ihr Begriff
"veränderte Kommunikationsform"; also das ist ja erst mal
keine Qualität an sich - eben nur anders. Und neu ist es ohnehin
nicht - wenn jemand sich während eines Gesprächs mit vor ihm
sitzenden Personen permanent über sein Smartphone der
Rückmeldung einer imaginären Welt versichern muss; ich kann
Ihnen mal sagen, was der Herr damit kommunizierte: Mangelndes
Selbstbewusstsein, mangelndes Wissen, mangelnde Kompetenz, mangelnden
Respekt (vor den anderen Menschen im Studio) und mangelnde Autarkie im
Denken.
Was ihre Kritik an den Kommentaren zu seinem Äusseren angeht haben
Sie natürlich recht. Trotzdem ist es , wenn es nur um die Sache
geht, auch aus Sicht der Piraten schlicht unnötig und wenig
hilfreich, so aufzutreten.
Neben die Herren Lindner und Röttgen, wirkte Herr Ponader echt,
ehrlich und aufrichtig. Müsste
ich ein gebrauchtes Auto von einem dieser Herren kaufen, würde es
für mich sicherlich das von Herrn Ponader sein.
Zunächst einmal finde ich es bedauerlich, dass Politik immer mehr in diesen ....
... "Talkshows" stattfindet, die die Parlamente in ihrer
Wichtigkeit bzgl. der öffentlichen Meinung überholt haben.
Zitat: "Christian Lindner, ...... Er erläuterte die fehlende
Gegenfinanzierung der diversen Piratenvorschläge." Zitatende.
Das ist nicht Herrn Lindners Ernst, eine fehlende Gegenfinanzierung war
doch noch nie ein Grund, nicht alles Mögliche zu versprechen und zu
planen, auch und gerade bei den etablierten Parteien.
Im Artikel fällt der Begriff "Inszenierung". Ich kann
mich des Eindrucks nicht erwehren, dass der Mensch, der als Stimme der
Piraten eingeladen wurde, mit Absicht gewählt wurde, um diese
Partei in der öffentlichen Wahrnehmung zu diskreditieren. Spinner
gibt es überall, und die Piraten haben ja auch führende
Personen, die eloquent und in anderer Hinsicht
"auffällig" sind.
Das war eine stützende Maßnahme des
Öffentlich-Rechtlichen Fernsehens für die etablierten
Parteien: "Seht her, mit solchen Menschen seid ihr in einem Boot,
wenn ihr "Piraten" wählt".
Die Piraten sinddoch nur ein Ebenbild ,wo wir in Deutschland mit
"unsrer Politik" mittlerweile angekommen sind !
.
Ganz unten !
.
Jedes Volk bekommt die Politiker,die es wählt !
.
Die "follower" (sind das die,die hier und anderswo lauthals
verkünden,daß sie die Piraten wählen?)
"followen" ihren Seeräubern doch deshalb,weil diese
Captain Jacks doch nur eines tun : nein -nicht politisch
protestieren,falsch geraten !
.
Die Piraten sind ein Sammelsurium von -bei manchem möchte man
meinen,sich nicht oft waschenden- Selbstverwirklichern und
Wichtigtuern,welche unseren sonstigen Politkaspern lediglich eines
voraus haben :
.
einen ausgesprochen schlechten Modegeschmack !
.
Beim nächsten Mal sollte Jauch Karl den Großen"
Lagerfeld dazu einladen !
.
Der wüßte,wie man diese "schmuddeligen"
Straßenkinder zurechtweist.
.
Daß allerdings die Piraten "unsere politische Hoffnung"
sein sollen -bestätigt mir :
.
Ganz Unten sind wir !
"Spiel nicht mit den Schmuddelkindern"
Tja, manche Menschen haben sich seit 1965 nicht verändert.
Warum regen wir uns auf über eine Erscheinung wie Herr Ponader? Er ist doch streng genommen nur die konsequente Fortführung der Existenzform "Politiker". Die deutschen Politiker sind in ihrer überwiegenden Mehrheit Beamte oder andere "Lebenskünstler" die gar nicht wissen wie man etwas auf die Beine stellt, wie man durch harte Arbeit und gute Ideen etwas schafft. Hätten sie davon eine Ahnung wären sie ja nicht Politiker geworden.
Wie gehen wir mit Hochbegabten um ? Ist dies ein Einzelfall ?
Werden begabte nicht als Streber abgestemmpelt und resignieren oder
werden zu Clown ?
Zu dem historischen Vergleich, den sie zurückzogen:
Hat schon mal jemand untersucht wie das Bewrbungsgespräch in Wien
für das Studium an der Kunstakademie verlief ?
War der schwerpunkt der Dialekt oder die ungeputzten Schuhe zur Bewertung?
Hätte der Professor vielleicht freundlich dem Bewerber auf die
Schulter geklopft, seine Visitenkarte mitgegeben und ihm gesagt, er soll
sich doch zuerst an einer einfacheren Akademie bewerben. Soviel zum
nachdenken an die sog. Eliten.
@ Gerhard Schoeller: Mein Dank für Ihre Aufmerksamkeit auch an Ihre Adresse:
No Panic: Ich bin nicht verbittert und finde mich in dem ganz normalen
Wahnsinn ganz gut zurecht. Wie es auf anderen Planeten ausschaut
weiß ich leider nicht, aber dieser Planet ist doch schon recht
heftig! Von Zeit zu Zeit läßt es sich an der einen oder
anderen Stelle recht gut leben, aber leider immer nur temporär.
Wenn Sie mit "wir leben nicht in der schlechtesten aller
Welten" das Staatsgebiet der Bundesrepublik Deutschland meinen,
dann gebe ich die jüngste Vergangenheit (Nazi-Deutschland und
DDR-Diktatur) zu bedenken und die Zukunft (Energieknappheit (keine
eigenen Resourcen!) und Verschuldung, insbesondere die
EFSF-Bürgschaften) sieht auch nicht allzu rosig aus. Richtig ist,
dass es sich in dem momentan praktizierten Wegwerfüberfluß
sehr angenehm leben läßt. Im Moment! Ich arbeite ehrenamtlich
zwei Tage in der Woche bei der Tafel e.V, und weiß wovon ich
spreche: Wir rücken immer häufiger mit einem 7,5 Tonner! aus!
Trotzdem: Ich würde lieber in einer nachhaltigen Gegenwart leben
Abwracken und Einsortieren
Sehr geehrter Herr,
.
Ihre Beschwerden in Punkto Abwrackprämie und Regaleinsortierer kann
ich in diesem Zusammenhang nicht ganz nachvollziehen !
.
Natürlich war die Abwrackprämie völliger Unsinn !
.
Nur wurde dieselbe nicht aus der -wie Sie es nennen - "westlichen
Lust am Wegwerfen" exekutiert.
.
Es ware die Metall-Gewerkschaft !- welche dieselbe vehement
forderte,nachdem sogenannte "Wirtschaftsweise" -bei den
Römern hießen sie Auguren- den Untergang der
Automobilindustrie in der Finanzkrise 2008/2009 aus dem Vogelflug
gelesen hatten !
.
6,50 Brutto -das waren 13 DM ! Ich kann mich erinnern ,daß ich als
Student bei solchen Billig-Jobs auch keine höheren Löhne
erzielte !
13 DM (also 6,50) PRO STUNDE -das war für eine
HANDLANGER-Tätigkeit ein guter Lohn ! (obwohl ich naütrlich
gerne mehr gehabt hätte)
.
9,00 oder gar 10,00 Euro -das wären ja 18,00-20,00 DM !! Einen
solchen Lohn für einfache Arbeiten HAT und HÄTTE es nie
gegeben !
Bemerkung1
Danke fü Ihren kommentar.
Ich kenne sie nicht, aber traue mir doch eine Antwort zu:
Möglicherweise sind sie zu recht verbittert. Aber wir leben nicht
in der schlechtesten aller Welten.
Machen sie auch Kompromisse und helfen mit in ihrer Freizeit in
Parteien, Vereinen, privatem Umfeld u.s.w. die Mißstände zu
benennen und auch taktisch klug zu verbessern.
FAZ oder NZZ lesen ist ja schon mal ein guter Start.
Zu Ihrer Frage nach dem Einzelfall: Ich bin zwar kein Hochbbegabter, aber seit 2005 in Hartz IV.
In einer Welt (insbesondere der Arbeitswelt), die durch und durch aus Lügen gewebt ist, bekommt niemand auch nur den einfachsten Job, wenn er nicht dem großen Verrat des Wachstumswahns seine Aufwartung macht und unisono in das Horn derer bläst, die der festen Überzeugung sind, dass im Wegwerfüberfluß das Wohl der Menschheit liegt. Wenn Sie dann noch erwähnen, dass Sie kein Verständnis für den Raubbau an der Natur und den immer knapper werdenden Rohstoffen haben und in keinster Weise nachvollziehen können, dass für den Überflußwegwerfwahn (30-40% aller Lebensmittel werden in den Industrienationmen weggeworfen und wenn zu viel Autos produziert werden, dann gibt es für das Wegwerfen von 2.000.000 funktionsfähigen Fahrzeugen sogar eine Prämie! =>Abwrackprämie!) auch noch das Klima riskiert wird, dann bekommen Sie noch nicht einmal einen Job als Regaleinsortierer im Einzelhandel für 6,50 Euro brutto/Stunde (mit 3,25 Euro vom Amt subventioniert). Ganz unbhängig von Ihrer Aus- und Ein-Bildung
Ponader inszenierte mit seinem Auftritt das Gegenstück der
Etablierten. Er zeigte die Bedeutungslosigkeit der Worthülsen der
Berufspolitiker.
Nach der Schl.-Host.-Wahl wird von all dem Geklingel nichts mehr
übrig bleiben. Es wird weiter gehen, wie bisher auch. Warum? Weil
es gar nicht anders geht. Die Neuen sind an der Hinterlassenschaft der
jeweils Vorherigen angebunden und damit in ihren
Handlungsspielräumen eingeengt. Es geht dann nur noch um Nuancen.
Die Republik hat sich inzwischen all zu weit vom GG entfernt und ist von
einem Rechtsstaat zu einem Richterstaat geworden.
Das ist es, was die Wähler von der Urne fernhält. Nach jeder
Wahl als der Depp dastehen zu müssen, der den Protagonisten
geglaubt hat, ist eben nicht jedermanns Sache. Ergo, er spart sich den
Weg.
Die Piraten sind derzeit ein Weg, das deutlich zu machen. Ein anderer
wäre, die Wahlzettel mit einer Möglichkeit zu versehen, keine
dieser Parteien oder Personenen sind für mich wählbar. Das
wäre dann auch demokratisc
sangen die Kabarettisten der Lach- und Schießgesellschaft schon vor Jahrzehnten. Es ist heute durch derartige Talkshows ersetzt, die wir mit unseren Zwangsgebühren finanzieren. Ich verstehe die Wähler der Piraten, die das hohle Geschwätz der etablierten Parteien satt haben; noch mehr verstehe ich die ohnmächtige Wut derjenigen, die das ganze Theater mit ihrer Arbeitsleistung, ihren Steuern und ihrer bürgerlichen Anständigkeit am Leben erhalten. Nach den Wahlen in GR und F wird sich jedoch etwas ändern; erst mal zum Schlechteren.
.... aber stellen Sie sich d e n mal als unser Finanzminister vor, bitte, bitte nicht!
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 07.05.2012 14:03 Uhrwarum
suchen Sie bitte mal bei Youtube nach Geld und Johannes Ponader. Der Mann hat mehr Ahnung von Finanzen als die allermeisten Berufspolitiker.
Wer von den Kommentatoren Herrn Ponader vorwirft Sozialhilfe zu beziehen
sollte einen Moment drüber nachdenken wovon wohl die anderen
"Volksvertreter" in der Runde bei Jauch leben.
Meinungen die fordern er solle seinen Intellekt lieber der Wirtschaft
statt der Politik zur Verfügung stehen zeigen wohl am meisten
über das deutsche Politik- und Politikerverständnis.
Hitlervergleich von Lübberding führt zu Entschuldigung von Schirrmacher
Herr Schirrmacher hat sich persönlich für Lübberdings ahistorische Entgleisung entschuldigt. Gut. Ich vermisse eine Entschuldigung des Autors bei Herrn Ponader. In der Online-Faz reicht es allerdings nur für einen dürren Zweizeiler. Wenigstens kann über Twitter jeder Interessierte die ganze Geschichte verfolgen und nachlesen.
Was Herr Ponader mit Hitler zu tun haben soll, das sollten Sie erklären, Herr Lübberding. Auch die angestrengte Befragung des Herrn Jauch, ob Herr Ponader Hartz IV bezieht, was er ja schon wußte, weil es auf seinen Kärtchen stand, war bemerkenswerter Journalismus.
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 07.05.2012 14:16 UhrStempel
Zitat: "Auch die angestrengte Befragung des Herrn Jauch, ob Herr
Ponader Hartz IV bezieht, was er ja schon wußte, weil es auf
seinen Kärtchen stand, war bemerkenswerter Journalismus." Zitat.
Vielleicht ging es nur darum, dem Mann, vor den Augen von
Fernsehdeutschland, dieses stigmatisierenden Stempel aufzudrücken.
3 auf einer Bank. Wen könnte man ernsthaft und warum wählen?
Antwort: "Niemanden!" 1. Den FDP-Mann nicht, weil er bereits
in jungen Jahren ein gescheiterter Unternehmer ist. 2. Den CDU-Mann
nicht, weil er zu lieb ist und 3. den Piraten nicht, weil ich von keinem
Hartz 4-Bezieher politisch vertreten werden möchte!!!
Ergo >jetzt weiss ich zumindest, woher die intensive
Piraten-Forderung nach BGE = Bedingungsloses Grundeinkommen
rührt.< Ferner sagte die gestrige Aussage eines führenden
Schleswiger Piraten alles: "Scheiße, jetzt müssen wir
Arbeiten." Deutschland ahoi.
Ohne 1. für die FDP ein gutes Wort einlegen zu wollen ...
ein gescheiterter Unternehmer hat zumindest diese Erfahrung hinter sich
und daraus (hoffentlich) gelernt. Das wird in D deutlich unterschätzt.
2. Einen Röttgen, der sich nicht zu sagen traut wie es nach einer
eventuellen Niederlage in NRW weitergeht, kann ich nicht als lieb,
sondern nur als verschlagen bezeichnen.
3. Es spricht sehr viel für ein Grundeinkommen und es rechnet sich
auch, allerdings nicht in den Varianten, die derzeit bei den Piraten
diskutiert werden.
Sollten Sie Weiterbildungsinteresse verspüren, so können Sie
sich unter bandbreitenmodell.de einlesen und auch nachrechnen.
Ein schönen Tag noch.