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Vegetarier Sensibel, klug - und ausgegrenzt?

 ·  Die Zahl der Vegetarier nimmt zu; ihr Lebensstil ist zum Trend avanciert. Doch wie sie sich in psychologischer Hinsicht von anderen unterscheiden, ist noch wenig erforscht.

Artikel Bilder (3) Lesermeinungen (88)
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Herbert Sax
Herbert Sax (H.Sax) - 25.12.2012 13:16 Uhr

Man kann aus allen Verhaltensweisen eine Ideologie machen

Vegetarier zu sein ist eine rein persönliche Entscheidung. Die Motive derer die dies praktizieren interessieren mich nicht, solange sie dies nicht zu einer missionarischen Ideologie machen. Wer als Veggi in Kantinen essen will muss sich halt manchmal einschränken wenn er keine Alternativen findet. Was nicht geht ist die Mehrheit zu terrorisieren wie es gläubige Moslems für ihre Kinder in unseren Kindergärten bereits durchgesetzt haben, die kein Schweinefleisch mehr anbieten. Morgen kommen dann die Juden und wollen alles koscher, die Moslems Halal und die Veggis alles fleischlos, dann bleibt für die Normalos nicht mehr viel übrig. Wem die Mehrheitskost in deutschen Kantinen nicht passt, der soll sich was von zuhause mitbringen, egal ob Veggi, Jude oder Moslem. Die Freiheit der Minderheiten hört dort auf wo die Unfreiheit der Mehrheit beginnt. Dies gilt auch beim Essen.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 25.12.2012 17:48 Uhr
Goetz Solmos

Sehr geehrter Herr Sax,

weshalb wirft man Vegetariern, die einfach nur Fakten zur Massentierhaltung, sowie historische Zitate zum Thema vorbringen die missionarische Verbreitung einer Ideologie vor? Wurden Sie von einem Mitglied dieses Forums aufgefordert Ihren Fleischkonsum einzustellen? Weshalb fühlen Sie sich angegriffen, wenn dem nicht so sein sollte?
Wenn Sie das Benennen von Realitäten als Terrorisierung der Mehrheit auslegen, meinen Sie dann nicht genauer gesagt, dass der Seelenfrieden der fleischkonsumierenden Masse gestört werden könnte? Das wäre wahrlich eine Bedrohung des Gewissens, denn Hinsehen ist unangenehm und verdirbt sehr schnell den Appetit. Ein Zitat bezüglich Ihrer Aussage zum Thema Freiheit und Unfreiheit: "Die Freiheit besteht in erster Linie nicht aus Privilegien, sondern aus Pflichten." (Albert Camus) Kommt Ihrer Meinung nach die fleischkonsumierende Mehrheit ihrer Pflicht gegenüber den sogenannten "Nutztieren" als Mitgeschöpfen nach?

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Wilhelm Surmann

Misssionarisch

Ihr Beitrag klingt zunächst gut, allerdings sind Sie argumentativ nicht sauber. Eine missionarische Ideologie lehnen Sie ab, sagen Sie. Jedoch machen Sie nicht da halt wo Sie selbst das Recht auf Fleischkonsum einfordern, sondern Sie verlangen, dass andere sich einschränken. Dies ist eben das missionarische Verhalten, welches Sie selbst anprangern, auch wenn das Verhalten womöglich von einer Mehrheit kommt. Sie führen mit Ihrer Argumentation somit Ihren eigenen Standpunkt ad absurdum. Man kann es ohne Probleme allen Recht machen. Das wäre der tolerante Standpunkt.

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Goetz Solmos

Jeremy Bentham: Moral und Egoismus

"Die Moral ist nichts anderes als die Regulierung des Egoismus." Jeremy Bentham
Das gesellschaftlich weit verbreitete und in dieser Diskussion immer wieder anzutreffende Phänomen, das Leiden der Tiere nicht sehen zu wollen, der Widerspruch, dass die wenigsten Menschen Produkte aus Massentierhaltung wünschen, die Billigfleischtheken in den Supermärkten aber trotzdem leer gekauft werden, spricht bezüglich des Themas Egoismus Bände.

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Goetz Solmos

Albert Schweitzer und Pythagoras

„Ich bin Leben, das leben will, inmitten von Leben, das leben will.“ Albert Schweitzer

"Alles was der Mensch den Tieren antut, kommt auf den Menschen zurück." - Pythagoras

Und das sagte Pythagoras in einer Zeit, in der die Ausbeutung des Tieres nach heutigen Maßstäben noch nicht vorstellbar war.

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Wilhelm Surmann

Zitate. Gerne.

Nietzsche
Wenn der Mensch ernstlich und aufrichtig den moralischen Weg sucht, so ist das erste, wovon er sich abwenden muss, die Fleischnahrung. Vegetarismus gilt als Kriterium, an welchem wir erkennen können, ob das Streben des Menschen nach moralischer Vollkommenheit echt und ernstgemeint ist.

Einstein
Nichts wird die Chance auf ein Überleben auf der Erde so steigern wie der Schritt zur vegetarischen Ernährung.

Schopenhauer
Die Welt ist kein Machwerk und die Tiere sind kein Fabrikat zu unserem Gebrauch. Nicht Erbarmen, sondern Gerechtigkeit ist man den Tieren schuldig.

da Vinci
Wahrlich ist der Mensch der König aller Tiere, denn seine Grausamkeit übertrifft die ihrige. Wir leben vom Tode anderer. Wir sind wandelnde Grabstätten!

Tolstoi
Das Mitleid bleibt immer dasselbe Gefühl, ob man es für einen Menschen oder für eine Fliege empfindet. Der dem Mitleid zugängliche Mensch entzieht sich in beiden Fällen dem Egoismus und erweitert dadurch die moralische Befriedigung seines Lebens.

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Michael Scheffler

Zum Abschluss der Diskussion noch die Beschreibung eines studentischen T-Shirts

Da stand eine Kuh, die fraß und gleichzeitig einen Fladen produzierte mit der Aufschrift:
"Mein Essen sch... auf Dein Essen!" Wohl bekomms und frohe Weihnachten.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 25.12.2012 09:08 Uhr
Goetz Solmos

Ich habe letzten Sommer auch einen schönen T-Shirt - Aufdruck gesehen:

Niveau ist keine Creme...

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Closed via SSO
klaus keller (klkeller) - 24.12.2012 15:35 Uhr

Der bekannteste deutsche Vegetarier, Nichtraucher und Antialkoholiker ist/war

nach meiner Kenntnis Adolf Hitler. Das heist natürtlich gar nichts. In der nähe des Berghofs gab es ein Gewächshaus damit er immer frisches Gemüse essen konnte.

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Walter Russell

Du sollst nicht töten - Karma

Das Fünfte Gebot gilt ohne jede Einschränkung, gerade für die heutige Zeit mit ihrem Massenmord an unseren "Mit-Tieren" (als Säugetire, die wir noch sind). Was der Mensch sät, wird er ernten. So lange es Schlachthäuser gibt, wird es Schlachtfelder geben (Tolstoi). Hierzu sehr detailliert (auch zu Schicksal oder Karma) Martinus Thomsen, genannt Martinus, 1890-1981, dänischer Philosoph. Es sind dies keine Dogmen oder Fanatismen, sondern Erkenntnisse, die aus der Erfahrung kommen. PS. Vegane Rohkost (auch im Gegensatz von "Kuchen-Vegetariern" wie a la Hitler) ist vom Gesundheitsaspekt her das Nonplusultra. Durch diese enzymreiche und alkalische (basenreiche) Kost kann es nicht zu Krebs, Allergien, MS, Diabetes, Arthritis, Osteoporose, etc. kommen, bzw. es wirkt mittelfristig heilend in all diesen Fällen, idealerweise von Sport und gutem, frühen Schlaf begleitet. Kein Alkohol, Nikotin, Pillen/ Medikamentengifte, Stress - das versteht sich von selbst.

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Antworten (4) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 27.12.2012 08:51 Uhr
Walter Russell

Der Buchstaben tötet, der Geist macht lebendig

Weder haben Sie meinen Beitrag und die zitierten Autoren geprüft, noch verstehen Sie den Geist der unbedingten Liebe, die Jesus predigte und uns als Vorbild vorlebte, bis an's Kreuz. Auch sagte er, der "Mensch nach Gottes Ebenbild - ein wahrer Mensch": "Was ich getan habe, werdet ihr auch tun können, und noch mehr." Im eigenen Interesse ("Saat und Ernte") : Tiere essen ist Beihilfe zum Mord. Durch den ökologischen Aspekt, auch Mord (Gegenteil von Nächstenliebe) an den Planeten, lt. Martinus, s.o., ein "Makro-Lebewesen". "Petrus, steck das Schwert in die Scheide, ..." (der Karma-Gedanken par excellence - von Jesus Christus einst, heute von Martinus - "Das Dritte Testament", erklärt und begründet)

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Walter Russell

Prüfet alles, das Gute (das Wahre) behaltet.

Buch: Tumore fallen nicht vom Himmel, von Jörg Rinne. Aber dies ist ein anderes Thema. Dem Mainstream zu folgen, darin geht es auch in dem Artikel. Diese, unsere Spezies bleibt nicht stehen in ihrer Entwicklung. Bitte prüfen sie alles, die Autoren, Bücher, Themen, lernen Sie geheilte Menschen kennen, auf Fachkongeressen oder privat. Etwas, was ich schon seit Jahrzehnten tue. Dann können wir reden und debattieren - sonst ist es ja sinnlos, für Sie wie für mich. Oder leben und probieren, probieren ist besser als studieren.

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Klaus Kunz
Klaus Kunz (Kunz.K1) - 25.12.2012 13:56 Uhr

Irrtum!!

Ein sog. "Fünftes Gebot" mit einem allgemeinen Tötungsverbot gibt es nicht und hat es in der Bibel nie gegeben!!
Abgesehen davon, das besagtes Gebot im ursprünglichen Dekalog der Hebräischen Bibel das sechste Gebot ist, steht dort das Verbum >> razach <<, das nicht jede beliebige Art des Tötens meint, sondern ausschließlich das Töten, das außerhalb des Gesetzes geschieht !!
Es kann je nach dem Zusammenhang "ermorden", "unabsichtlich töten" oder "in Leidenschaft töten" bedeuten. Nie wird dieses aber wird dieses Verbum im Hebräischen der Bibel oder heute gebraucht für das Töten von Tieren oder gar für das Töten im Krieg oder für die gesetzliche Hinrichtung von Verbrechern!!
Das "Fünfte Gebot" (oder das "Sechste") bietet daher keine Handhabe für Vegetarier, das Töten von Tieren religiös-christlich zu begründen, genauso wenig wie für die Abschaffung der Todesstrafe oder gegen die Ableistung des Wehrdienstes!
Hierfür muss man schon andere Texte als die Bibel bemühen!

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Johannes Eckstein
Johannes Eckstein (dc-3) - 25.12.2012 12:19 Uhr

Wenn´s so einfach wäre...

Ich hoffe, der Krebs, die Allergien etc. wissen das auch. Träumen Sie weiter!

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Ralf Möller

Verlogenheit

Loggen sie sich in ein gängiges Veganerforum ein oder besuchen sie eine Veranstaltung zu dieser Lebenseinstellung.Stellen sie dann eine einfache und klare Frage wie z.B.:
"Würden sie im Falle von Unfall oder Krankheit auf gängige medizinische Hilfe verzichten,wenn diese nicht 100% vegan ist?"
In den Foren werden sie üblicherweise gesperrt oder zensiert und auf Veranstaltungen ignoriert.
Ich bin immer wieder bestürzt über die moralische Verlogenheit dieses Personenkreises,welcher sich erdreistet mit erhobenem Zeigefinger den vermeintlich besseren Menschen darzustellen und andererseits an der auch durch Tierhaltung,bzw. Tiernutzung entstandenen Gegebenheiten des täglichen Lebens partizipiert.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 24.12.2012 23:06 Uhr
Wilhelm Surmann

Eine einfache Frage - eine einfache Antwort

Aus der Bejahung Ihrer Frage kann man nicht auf Verlogenheit schließen. Nach meinem Dafürhalten geht es den meisten Vegetariern (gesundheitliche Gründe ausgenommen) darum, Tieren nicht ohne Not zu schaden. Fast jeder Mensch würde sich zuerst selbst erhalten, verständlicherweise auch ein Veganer. Andernfalls stellt sich gewissermaßen die Frage der Selbsttötung oder des sich selbst schadens und man selbst ist schließlich ebenfalls ein Lebewesen, das es zu erhalten gilt. Wenn es also darum geht, ob man ein anderes Lebewesen für sich selbst tötet, ist es keine Frage von Moral mehr im vergleichbaren Sinne. Die meisten Menschen würden auch grundsätzlich keinen anderen Menschen töten, aber man kann durchaus Fälle konstruieren, in denen sie es täten. Die Abneigung, Menschen zu töten würde man aus diesem Grunde auch nicht in Frage stellen.

Es mag Ihnen im Umgang mit Veganern schlecht ergangen sein, aber Ihre Schlussfolgerung ist inhaltlich nicht zulässig.

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Rainer Schweitzer
Rainer Schweitzer (RSRS) - 24.12.2012 09:58 Uhr

Ungestört

Sex und Kino sollten sie natürlich auch ablehnen.

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Falko Steinbach

Gestört?

Selbstverständlich sind Vegetarier nicht gestört, wie es auch Fleischesser nicht sind. In beiden Kathegorien gibt es allerdings sehr unerfreuliche, dogmatische und penetrante Exemplare. Überzeugend sind pazifistische, vegetarisch, drogen - und medikmentenfrei lebende Abtreibungsgegner, die Waffen, Todesstrafe und Sterbehilfe ablehnen und außerdem Antialkoholiker und rauchfrei sind.

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Klaus Letis

Fleisch ist wichtig

Viele der dogmatischen Vegetarier sind offensichtlich gestört.
Vermutlich bewirkt die Verweigerung von Fleisch eine minderung der kognitiven Fähigkeiten um diese Mangelerscheinung zu reflektieren. Im Fleisch müssen Stöffe sein, die wichtig für den Menschen sind.

Wenn man wirklich ohne Fleich auskommen möchte, sollte man einen Spezialisten(Arzt) befragen.

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Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 23.12.2012 19:58 Uhr
Wilhelm Surmann

Sehr geehrter Herr Letis

Einen feinen Degen führen Sie da: Brillianz im Ausdruck gepaart mit messerscharfer Beobachtung, die, ich glaube, ich sage damit nicht zu viel, geradezu wissenschaftlichen Charakter hat. Schön finde ich auch, wie elegant Sie andere Menschen subtil argumentativ entwaffnen, ich darf zitieren: „... sind offensichtlich gestört“. Das ist, was ich unter schnittiger Rhetorik verstehe, Hut ab! Vielleicht schreiben Sie einmal einen Gastartikel für die FAZ?

Danke nochmals für diese wertvollen Hinweise. Sagen Sie vielleicht nur noch schnell, wen Sie genau Sie mit den Gestörten meinen. Ich danke vielmals!

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Falko Steinbach

Blutgruppe

Wenn ich mich richtig erinnere gibt es bei den Menschen eine gewisse Blutgruppe (mir ist entfallen, welche, ich glaube es war B), die den Verzehr von Fleisch erfordert. Vielleicht kann man da etwas mehr erfahren?

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Thomas Kruse

Offensichtlich?

Eines vorab: ich bin seit fünf Jahren Vegetarier, aber ich vermisse nichts, auch nicht gesundheitlich. Ich halte nichts davon andere zu verurteilen, die sich entschieden haben weiter Fleisch zu essen. Das muss jeder für sich entscheiden, beide Wege sind grundsätzlich in Ordnung. Aber von offensichtlicher Störung bei Vergetariern zu sprechen ist ebenso fehl am Platz. Warum Vegetarier als dogmatisch bezeichnen, wenn Sie selbst pauschal verunglimpfen, und das ohne irgendwelche inhaltlichen Agumente?
Ich würde mir wünschen, dass Diskussionen ein wenig fundierter und aussagekräftiger geführt würden.

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Closed via SSO
klaus keller (klkeller) - 23.12.2012 18:57 Uhr

@ Denis Knapp:Unterschied Mensch u. andere Tiere. Hier moralisches Verhalten anderer Tiere

Rinder sind wie Menschen Herdentiere. Ein Rind würde nicht ein Mitglied seiner Herde töten. Ein Stier der von "Kindesbeinen" an mit Menschen zu tun hatte und keine schlechten Erfahrungen mit Menschen gemacht hat würde ggf um eine Kuh kämpfen aber deswegen nicht töten. Warum auch ggf hat er die erste Milch gar nicht von seiner Mutter bekommen sondern aus der Flasche eines Menschen. Das einzige Tier in einer Stierkampfarena das sich moralisch verhält ist der Stier. Von seiner körperlichen Ausstattung her könnte er den Mann/die Frau mit dem Tuch und dem Degen auseinandernehmen. Er tut es i.dR. nicht. Er hält das ganze für ein Spiel bis es zu spät ist. Manche Stiere (jene mit schlechten Erfahrungen?) nehmen den unfairen Spielpartner auf die Hörner. idR nicht um ihn zu töten, dazu müßte er eines seiner Hörner in den Bauch des Widersachers stoßen. Kluge sTiere machen das dann später.Menschen verhalten sich m.E.idR. auf Grund öffentlicher Kontrolle moralich.Vergl Nachrichten in dieser Zeitung

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Johannes Eckstein
Johannes Eckstein (dc-3) - 23.12.2012 18:43 Uhr

Je mehr Vegetarier,

desto besser. Bin großer Veggie-Fan. Denn dann wird langfristig hochwertiges Fleisch für uns Fleischesser billiger!

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Falko Steinbach

Frage

Vegetarier, sind das die, die der Bestie Mensch und dem Universum eine möglichst lange Überlebenswahrscheinlichkeit zu sichern versuchen und für Geburtenkontrolle bei Nutztieren eintreten und gegen Lämmlein sind?

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 24.12.2012 00:45 Uhr
Falko Steinbach

Let's go!

Let's go!

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Thomas Kruse

Antwort

Nein.

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Xenia Mutschera

Weltmeister im Bodybuildung ist Alexander Dargatz, Veganer !

Herr Dargatz ist Veganer, Weltmeister im Bodybuilding, vom Beruf Arzt.
Der Name kann man bei Google oder Youtube eingegeben.
Soweit eine Möglichkeit, sich zu informieren.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 24.12.2012 10:42 Uhr
Closed via SSO

@Xenia Mutschera Fitnessklasse

Herr Dargatz war Weltmeister in der Fitnessklasse 2005 der WFF. Es gab da mal den echten Bodybuilder Andreas Münzer, der auch immer nur von gesundem Essen gefaselt hat, im Gegensatz zu ihm kann man dem Herrn Dargatz Seriosität unterstellen..

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klaus keller (klkeller) - 23.12.2012 14:48 Uhr

Das Paradoxe ist das viele anderen Tiere einen Mensch als Mittagessen gar nicht ablehnen würden.

Mein Kompromis ist folgender:Ich esse solche Tiere die mich auch essen würden wenn sie die Gelegenheit dazu hätten. Das sind einige, ich beschränke mich aber auf jene die in Deutschland üblicherweise gegessen werden.
Wohl bekomms !

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Peter Koch
Peter Koch (Belziger) - 23.12.2012 14:38 Uhr

Ein Amateur-Koch mit Namen Biolek

hatte in seiner Sendung, wenn der Gast sich selbst als Vegetarier bezeichnete, gefragt, ob er denn auch den Fisch, den er (Biolek) vorbereitet hat, essen würde. Immer wurde die Frage bejaht. Und deshalb bin ich auch heute noch der Ansicht, dass viele "Vegetarier" nicht wissen, was vegetarisch leben bedeutet. Auf jeden Fall dürften die meisten "Teilzeitvegetarier" sein, wie ich selbst. Warum esse ich seit ca. 12 Jahren nur noch zweimal in der Woche Fisch oder Fleisch? Weil im Alter von 60 Jahren bei mir erhöhte Blutzuckerwerte (vererbt) festgestellt wurden. Also habe ich meine Ernährung konsequent umgestellt, auch sehr zur Freude meiner Frau. Die Portionen wurden kleiner, Fisch und Fleisch werden nur in bester Qualität eingekauft. Innerhalb von 5 Wochen nahm ich 10 Kilo Gewicht ab. Von 82 (Größe 181) auf 72 Kilo. Dieses Gewicht schwankt von Tag zu Tag zwischen 72 und 73,5 Kilo. Das Ergebnis: Meine Zuckerwerte sind normal, selten einmal über 140. Deshalb sollte man weniger Tiere essen.

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Wilhelm Surmann

Vegetarische Produktoptik und -bezeichnung

Wie sie sicher schon gehört haben, kommt auch eine Salami in aller Regel nicht als Salami zur Welt. Auch ein Schnitzel sieht zu Lebzeiten anders aus als auf Ihrem Teller. Selbst eine Frikadelle, ich hoffe, ich erschüttere damit niemanden, rollt zu Lebzeiten nicht im Stall herum. Es handelt sich auf Ihrem Teller also nicht um das Original im eigentlichen Sinne. Vielmehr um eine zum Essen nützliche Form. Bei vegetarischen Speisen wählen die Hersteller ebenfalls zum Essen nützliche Formen und, welche Überraschung, sie sind den unnatürlichen, aber praktisch zu essenden Fleisch- und Wurstformen ähnlich.

Was die Bezeichnung angeht. Wie um alles in der Welt wollen Sie denn beschreiben, das etwas ähnlich wie bspw. Huhn schmeckt, ohne den Begriff zu verwenden? Es ist schlicht die präziseste Art der Produktbezeichnung.

Warum überhaupt fleischähnlicher Geschmack? Viele Vegetarier mögen den Geschmack von Fleisch, möchten aber keine Tiere essen.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 24.12.2012 21:56 Uhr
Wilhelm Surmann

Herr Schweitzer

Darf ich dann daraus schlussfolgern, dass Sie aus Respekt vor der Natur keine Fleischwurst, Salami oder Frikadellen usw. essen, da diese ja wahrlich nicht mehr wie ein Schwein oder Rind aussehen?

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Rainer Schweitzer
Rainer Schweitzer (RSRS) - 24.12.2012 19:03 Uhr

Aufrichtigkeit und Selbstrespekt

Ich halte es mit der Aufrichtigkeit mir selber und dem Respekt der Natur gegenüber. Ein Huhn soll aussehen und schmecken wie ein Huhn, nicht wie Tofu. Und umgekehrt auch. Sonst könnte ich gleich das essen, was hier angeboten wird: Industrieprodukte.
Essen ist nicht Verzicht und Selbstkasteiung sondern Genuß und eben auch eine Art der positiven Auseinandersetzung mit der Natur und dem, was sie hervorbringt.
Manche allerdings finden im Verzicht den höchsten Genuß.

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Rainer Schweitzer
Rainer Schweitzer (RSRS) - 23.12.2012 11:09 Uhr

Verantwortung

http://www.alles-vegetarisch.de/Fleischalternativen-Pfannengerichte,cat-62

Schauen Sie sich das an! Veggie Rindersteak, Veggie Ente, Huhn, Leberkäse, Weißwurst, Salami u.s.w. Sogar Hunde- und Katzenfutter gibt es. Da werden sogar Doggie und Kitty zum Veggie... aus Verantwortung für 'life, the universe and everything'. Muß man da nicht Mitleid haben?

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 25.12.2012 01:20 Uhr
Michael Scheffler

Das macxhen doch sonst sie,

Herr Dieseing - oder?

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Goetz Solmos

Unsinnige, stereotype Missionierungsvorwürfe....

Ich komme bei diesen aggressiven Anfeindungen einiger weniger Fleischkonsumenten nur zu einem Schluss:

"Das Unbewusste ist viel moralischer, als das Bewusste wahrhaben will." Sigmund Freud ;-)

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Goetz Solmos

Ist moralisches Verhalten in der heutigen Welt bereits psychopathologisch?

Bemühungen zur Erforschung des emotionalen Befindens von Vegetariern in allen Ehren - aber die wissenschaftliche Fragestellung, ob vegetarische Ernährung zur Entstehung psychischer Erkrankungen führt, zieht bereits in ein diskriminierendes Fahrwasser.Derjenige, der sich die Bedingungen für die Tiere in der heutigen Fleischherstellung ehrlich anschaut und in der Folge auf den Fleischkonsum verzichtet, DESSEN Psyche funktioniert! Vegetarismus hat unter dem moralischen Aspekt nichts mit einer übertriebenen Empathie zu tun: Jährlich werden ca. 40 Millionen männliche Küken geschreddert, weil sie für die Industrie nicht von Nutzen sind, viele Schweine werden in den Schlachthöfen nicht ausreichend betäubt und landen bei Bewusstsein im kochend heißen Brühbad, ganz zu schweigen von den zuvor erlittenen Lebensbedingungen. Vielleicht sollte die psychologische Studie genau den umgekehrten Weg einschlagen und den Seelenzustand der Menschen, die diese Missstände als hinnehmbar empfinden, überprüfen.

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Antworten (9) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 24.12.2012 17:56 Uhr
Goetz Solmos

An Ihrer Argumentation...

...spiegelt sich der Kern der gesamten Problematik zwischen Vegetariern und Fleischessern: Sie kreisen mit einer bewusst irreführenden Argumentation um die Realität. Sie eröffnen entfernte "Kriegsschauplätze", winden sich um das Problem, nur um nicht den wesentlichen Konflikt anschauen zu müssen: Das Leiden der Tiere und Ihre Lust auf Fleisch. Fragen Sie sich bitte weshalb! Wahre Empathie für ein solches Geschöpf im stillen Kämmerlein zu entwickeln ist ein hundertmal größerer Anfang, als seine Ignoranz unter dem Deckmäntelchen der Philosophie zu verstecken.

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Rainer Schweitzer
Rainer Schweitzer (RSRS) - 24.12.2012 13:35 Uhr

Probleme und Lösungen

Ah, stille Einfalt, edle Größe, im Kämmerlein über den Zustand der Welt lamentieren? Was glauben Sie, wieviele Tiere und Menschen auf dieser Welt frieren müssen? Sollte man da nicht ein schlechtes Gewissen haben, wegen des beheizten Kämmerleins?
Wer meint, sich irgendwie schuldig zu machen, wenn er etwas ißt, dem kann man nicht mal guten Appetit wünschen. Der vergißt aber, daß eines der größten Probleme der Welt die Überbevölkerung ist. Schuldig wird er nicht durch das Essen, sondern durch seine Existenz. Glücklicherweise kann man dieses Problem lösen.

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Goetz Solmos

Zum Thema Hybris

Finden Sie wirklich, dass es einer Anmaßung und Selbstüberhebung gleichkommt, wenn man die überwiegend nicht tragbaren Zustände im Umgang mit den Tieren anspricht? Mit dieser Argumentation verhalten Sie sich genau so wie es sich Agrarpolitiker und Agrarindustrie wünschen: Bitte schön viel konsumieren und möglichst wenig darüber nachdenken. Und genau auf diese Weise entsteht eine nichts mehr hinterfragende Konsumentenmasse.
Versetzen Sie sich bitte mal in die Situation eines Schweines, das bei Bewussstsein in den Siedeprozess gerät. Nicht über Hybris diskutieren, sondern sich im stillen Kämmerlein darüber Gedanken machen. Das führt mehr als Philosophie zu einer tieferen Erkenntnis.

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Goetz Solmos

Dann spiele ich in Ihrer Argumentation mal mit...

Der Vegetarier ist moralisch nicht besser als der Fleischesser, weil wenige Zellularbiologen die Erkenntnis gewonnen haben, dass Pflanzen über etwas wie Sinneswahrnehmungen verfügen.
Was sollen wir jetzt daraus schlussfolgern? Unser Umgang mit den Tieren ist schon in Ordnung, weil sich jeder irgendwie schuldig macht, sobald er etwas isst? Ist das die Absolution für millionenfach aus Profit- und Konsumgier angerichtetes, systematisches Leiden? Absolution dafür, dass jährlich ca. 20 Millionen Ferkeln betäubungslos die Hoden herausgerissen werden, dass sich Hühner mit ca. 20 Artgenossen einen Quadratmeter teilen müssen, dass wir es uns erlauben "Turbomasthühner" in 6 Wochen auf das über 40 fache ihres Ausgangsgewichtes zu mästen usw.?
Mein wegfallender Fleischkonsum führt nicht zu einem Produktionsrückgang, richtig. In Deutschland wird in der Schweinezucht eine derartige Fleischüberproduktion gefahren, dass viele Schweine weggeworfen werden, statt in die Verarbeitung zu gelangen.

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Rainer Schweitzer
Rainer Schweitzer (RSRS) - 23.12.2012 18:12 Uhr

Anthropozentrik

Dennoch werten Sie. Woher nehmen Sie die Kriterien? Warum der Bewußtseinsgrad? Bewußtsein wessen? Meinen Sie Selbstbewußtsein? Sie werten aus einer anthropozentrischen Sicht. Wie rechtfertigen Sie das?

Sie essen aber nicht 90% des Fleischs in Deutschland. Natürlich haben Sie die Wahl, kein Fleisch zu essen, oder nur solches das unter Ihnen akzeptablen Haltungsbedingungen gewachsen ist. In ersterem Falle haben Sie überhaupt keinen Einfluß auf die Haltungsbedingungen, denn Ihr potentieller Verbrauch führt nicht dazu, daß ein einziger Ochse weniger gezüchtet wird (ich unterstelle, daß Sie nicht 2 Frauen und 20 Kinder haben). Im zweiten Falle helfen Sie, einen Markt für entsprechende Produkte zu bilden. Denn das Rindvieh, von dem Sie einen Teil kaufen hat noch viele andere Teile, die auch an den Kunden gebracht werden wollen.

Im übrigen:
Nemo ultra posse obligetur. Sie sind nur für das verantwortlich, was Sie unmittelbar beeinflussen können. Alles andere wäre Hybris.

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Goetz Solmos

Bekannte Argumentationskette...

Es ist nicht das erste Forum, in dem ich exakt diese fast wie ein Schachspiel anmutende Argumentationskette durchspiele. Wer sich für leidende Tiere einsetzen möchte, dem wird eine "ökoelitäre" (grausamer Begriff) Haltung vorgeworfen. Das sind manipulative Strategien, um vom Wesentlichen abzulenken. Auch durch diese Argumentation können Sie das Leiden von Millionen Wirbeltieren (und hier besteht sehr wohl ein Unterschied zum Bewusstseinsgrad einer Pflanze) nicht relativieren oder anderweitig vernebeln.
Thema Tierhaltung ist nicht gleich Tierhaltung: Über 90% des Fleisches stammt aus Zuständen, auf die sehr wohl der Begriff Massentierhaltung zutrifft, Tendenz dank unlogischer EU-Agrarsubventionsflüsse steigend.
Sie haben Recht: Der Verbraucher bestimmt! Dazu muss der Verbraucher aber auch bildhaft vor Augen geführt bekommen, was sein Schnitzel in den vorangehenden Monaten erlebt hat. Das wiederum würde der Agrarindustrie mehr als sauer aufstoßen...

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Rainer Schweitzer
Rainer Schweitzer (RSRS) - 23.12.2012 14:29 Uhr

Hybris und tatsächliche Macht

Schlimmer noch, Sie würden Veganer oder verhungern.
Auch Pflanzen reagieren eindeutig auf Reize. Wie kommen Sie zu einem solchen Werturteil? Sind Sie Gott?

Aber im Ernst: Die Bedingungen in der Tierhaltung sind weder überall gleich noch sind sie gottgegeben. Die bestimmen Sie als Verbraucher und zwar darüber, was, wo und nach welchen Kriterien Sie einkaufen. Das ist ja das schöne an unserer Riesenauswahl und am Internet. Sie können kaufen, was Sie möchten, nicht nur was einer in Ihrer Nähe zufällig hat.

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Goetz Solmos

Realismus

Wenn man realistisch bleiben möchte, muss man wie Sie es sagen hier selektiv denken, sonst dürfte ich aus Angst dem Gras mit meinen Füßen Schmerzen zuzufügen im Frühling nicht mehr in den Garten gehen.
Worum es geht ist die Tatsache, dass die Bedingungen für die Tiere, die ein weit entwickeltes Bewusstsein haben (denken Sie z.B. daran, dass Schweine dem Menschen physiologisch ähneln) in der Massentierhaltung miserabel sind und mit großer Wahrscheinlichkeit auch bleiben. Der Mensch unterschätzt (will unterschätzen) was Tiere in diesem unethischen System von ihrem Leiden mitbekommen.

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Rainer Schweitzer
Rainer Schweitzer (RSRS) - 23.12.2012 13:22 Uhr

Verantwortung

Haben Sie sich die Bedingungen für die Pflanzen in der heutigen Landwirtschaft mal angeschaut? Warum ist Ihre Verantwortung gegenüber der Kreatur so selektiv?

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22.12.2012, 08:31 Uhr

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