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Uni-Ranglisten Widerstand gegen den Unfug des „Rankings“

 ·  Nach den deutschen Soziologen hat jetzt auch der Verband der Historiker Deutschlands seinen Mitgliedern empfohlen, sich nicht am Hochschulfächer-Ranking des CHE aus Gütersloh zu beteiligen.

Artikel Bilder (2) Lesermeinungen (16)

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Erwin Wolfram
Erwin Wolfram (ewoewo) - 25.08.2012 13:45 Uhr

ploetzlich

wenn die technik der soziologen gegen sie eingesetzt wird dann erkennen sie die schwaechen ihrer wissenschaft! es wird dann eine "diskussion"... ich wuerde den diskutatnten die titel fuer ihre akademischen arbeiten entziehen wenn so ein ranking vorkommt da waere schnell eine ruhe der erkenntnis... so haben sie es ja auch jahrzehntelang in den unis bei den studenten gemacht, jetzt schwingt das pendel zurueck und es ist gut so...

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Karl Schade
Karl Schade (J.K.S) - 24.08.2012 22:56 Uhr

Statt das Ranking auf deutschem Boden neu zu erfinden,

böte es sich doch an, erprobte Methoden aus dem amerikanischen Wissenschaftsbetrieb zu übernehmen und auf hiesige Verhältnisse zu adaptieren. Ohne Ranking werden zwar noch die Gymnasiasten aus dem 50km-Umland gern in Deutschland studieren, ausländische Spitzenstudenten, die an etwas anderem als Studiengebührenfreiheit interessiert sind, werden sich jedoch weiter nur noch zufälligerweise zu uns verirren.

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Britta  Hoffmann-Kobert

Kaube macht deutlich, dass er gegen ein Ranking ist. Das sei ihm unbenommen. Aber vieles ist falsch

„Soziologen kennen sich mit quantitativen Erhebungen und statistischen Methoden aus“, meint Kaube. Stimmt wohl. Deshalb wird das CHE Ranking auch von einem interdisziplinären Team aus Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlern, Psychologen, Statistikern und Soziologen erstellt. Ich dachte immer, unabhängige Journalisten können recherchieren – die Zusammensetzung des Projektteams ist Herrn Kaube aber wohl entgangen. Wozu dient der Hinweis, dass der Leiter des CHE Rankings an der FH Osnabrück lehrt? Spricht das jetzt für oder gegen das Ranking? Dumm, dass Herr Kaube anscheinend auch schon lange nicht mehr ins Ranking geschaut hat, um sich wenigstens auch anderweitig als aus der Stellungnahme der DGS zu informieren. Sonst wäre ihm aufgefallen, dass die Farben für die Ranggruppen schon lange diese sind: Grün für die Spitzen-, Gelb für die Mittel- und Blau für die Schlussgruppe. Ampelfarben? Studis sind unfähig ihre Studienbedingungen zu beurteilen? Das sehen wir im CHE auch anders.

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Klaus Mueller
Klaus Mueller (Jeeves3) - 23.08.2012 10:41 Uhr

... wer steckt dahinter? ...

"Kritiker sehen in der Arbeit des CHE das Vorhaben einer neoliberalen Umgestaltung des Hochschulsystems.
Das CHE betreibe Lobbyarbeit in Medien, Politik und Gesellschaft, um die Akzeptanz von Studiengebühren und Eliteuniversitäten zu erhöhen.
Dabei wird u.a. ein Zusammenhang zwischen der Arbeit des CHE und dem steigenden Einfluss wirtschaftlicher Interessen auf staatliche Bildungseinrichtungen konstatiert, der nicht notwendigerweise im Interesse der Allgemeinheit liege.
Als besonders brisant wird die Nähe des CHE zum Bertelsmann-Konzern gesehen.
...gehen davon aus, dass die Politik des CHE maßgeblich von Interessen und Vorstellungen des Medienkonzerns geprägt sei.[ Das CHE agiere als PR-Agentur unter dem Deckmantel einer gemeinnützigen Zivilgesellschaft ..." (Wikipedia)

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Klaus-Dieter Berger

Die Kritik

"Die Leitung des CHE-Rankings hingegen liegt in der Hand eines Management-Experten, der an der Fachhochschule Osnabrück lehrt, für die Verteidigung gegen die Kritik der Soziologen zeichnet eine Mitarbeiterin der Bertelsmann-Stiftung, die BWL mit Schwerpunkt Marketing in Dortmund studiert hat."

Als Schubladendenker hätte man dort schon aufhören können zu lesen und hätte der Kritik vollsten Glauben schenken können. Obiges gepaart mit den unumstößlichen Argumenten muss dieser Artikel auch noch den letzten Zweifler der CHE-Kritik erreichen und umstimmen.

Wir brauchen mehr solcher Artikel, die Faken und Argumente geben und weniger Artikel, welche nur Meinungsmache ohne Fakten und Argumente betreiben.

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Philipp Hofmann

Studentische Verzerrungen

Als wir vor wenigen Jahren als Studierende der Gesellschaftswissenschaften in Marburg den CHE-Brief bekamen, war das Urteil klar: Entweder gleich wegschmeissen oder ein möglichst negatives Urteil abgeben um die UNI für bessere Studienbedingungen unter Druck zu setzen.
Ganz anders erlebte ein Freund die Situation bei den Wirtschaftswissenschaftlern in Frankfurt. Obwohl die Studienbedingungen grade im Massenstudiengang BWL auch nicht grade rosig waren, kam von den Instituten eine andere Order: Wer schlau ist bewertet die Uni möglichst gut, weil jeder Student damit das Renomme der eigenen Hochschule steigern könne und damit auch die Chancen am Arbeitsmarkt.
Fazit: Ohne objektivierbaren Input kein brauchbares Ranking!

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 24.08.2012 10:43 Uhr
Philipp Hofmann

wenns so einfach wäre....

Ich kenne mich an beiden Unis ganz gut aus und würde nicht sagen, dass es da große Unterschiede gibt was die Studiensituation angeht.

BTW: Das Klischee der Bummelstudenten lässt sich anhand der Studienzeiten in Marburg kaum erhärten.

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Alwin Bumske
Alwin Bumske (alske) - 23.08.2012 12:47 Uhr

Klarer Fall Herr Hofmann,

während die Uni Marburg eher für bummelnde und ewig Studierende die Studienbedingungen verbessern möchte, erkannte die Uni Frankfurt sofort die Zukunftsmöglichkeiten durch ein gutes Ranking.
Fazit: Kein Ranking nötig - klarer Fall!

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Karsten Krug
Karsten Krug (kkrug) - 23.08.2012 08:19 Uhr

Unerträgliche Kultur der Wettbewerbsverweigerung

wer Ranking oder auch Schulnoten ablehnt, gibt damit IMMER zu verstehen, dass er den direkten Vergleich mit Anderen und damit das Streben nach betsmöglichen Leistungen als unwichtig ansieht.

Dies mögen intellektuelle Träumern bzw. Soizologen in ihren Elfenbeimtürmen rhetorisch beweihräuchern können, aber in der Wirtschaft wo die Kunden jeden Tag den Wettbewerb nutzen im ihren Vorteil zu maximieren wäre es der Untergang.

Die Konkurrenz aus Japan, Südkorea und China sind jeden Tag bereit den deutschen Unternehmen Marktanteile abzunehmen. Namen wie Hyundai, Samsung und Huawei sind auch bei deutsche Manager als ernstzunehmde Konkurrenten respektiert, teilweise geführt. So wurde Nokia "gesamsungt"...

Beispiele für deutsche Fehler: Grundig, AEG und Opel

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 23.08.2012 13:04 Uhr
Konrad Betzl

AEG usw.

Vielleicht haben die Manager von AEG usw. bei einem Professor wie dem Leiter des CHE ihr Können erworben. Haben Sie, Herr Krug, eine Aversion gegen Soziologen? Dann haben Sie sicher keine Methodologie-Ausbildung genossen. Wenn "geschwafelt" wird in der realen Welt der Wirtschaft, dann meist doch in der wie auch immer gearteten Interpretation von Unternehmenskennzahlen bei einer road show, aber sicher (fast) nicht in einem Seminar zu empirischer Sozialforschung.

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Bastian Voigtmann

Absoluter Unsinn...

lieber Herr Krug.
Ein Ranking, so wie es vom CHE aufgestellt wird, würde bedeuten, dass es DIE beste Hochschule für diesen oder jenen Forschungsbereich gibt. Das ist aber aufgrund der schlechten Vergleichbarkeit im Rahmen der Geisteswissenschaften (z.B.) schon Quatsch und würde - spönne man den Gedanken weiter - bedeuten, dass sich am Ende nur EINE Hochschule mit ihrer Denkschule durchsetzen würde, was letzten Endes einer Gleichschaltung der Hochschullandschaft gleichkäme. Bravo.

Die von vielen Neoliberalen so geliebten Gesetze des freien Marktes finden eben nicht überall Anwendung - und sollten es auch nicht. Wir brauchen Ruheplätze von diesem Unsinn, vor allem dort, wo junge Menschen (und manchmal auch alte) sich weiterbilden, um für sich und uns alle eine bessere Zukunft zu schaffen. Da sind die menschenverachtenden Ökonomisierungsversuche irgendwelcher dahergelaufenen BWLer einfach fehl am Platze und gehören auch dementsprechend kritisiert.

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Boli Grafo
Boli Grafo (USERX) - 23.08.2012 00:02 Uhr

Danke für diesen Artikel. Vielleicht einen Punkt noch...

den man in diesem Zusammenhang erwähnen sollte. Wenn man sich die Geschichte des CHE und die diversen Publikationen des "Centrums" anschaut, versteht man auch noch besser den Kontext der Rankings. Wann immer es zu einem Vergleich in Form von Rankings kommt muss es per definitionem einige wenige Gewinner und eine Menge Verlierer geben.
Da aber im öffentlichen Hochschulsystem der BRD genau diese Unterscheidung zumindest nicht in einem erheblichen Maße stattfindet, erhalten sowohl die Gewinner wie auch die Verlierer einen proportional nach Studierendenzahlen verteilten Anteil an öffentlichen Geldern (bitte korrigieren Sie mich, wenn ich mich irre). Genau dieses System wird aber seit Bestehen des CHE nach allen Regeln der Kunst (und wie hier gelesen, auch mit teilweise fragwürdigen Mitteln) torpediert. Es wird immer auf die Schwachen gezeigt (schwache Dozenten, schwache Forschung, schwache Fachbereiche). Von der Absicht einer neutralen Beratung kann daher beim CHE kaum die Rede sein.

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Theres Lindberg

Von empirischer Forschung..

zwar keine Ahnung, aber mit Marketing vertaut. Manchmal reicht das halt dann doch nicht. Danke für den Beitrag

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Moses Steinhausen

Wer hats erfunden?

Warum wird nicht eindeutig erwähnt, wer das CHE gegründet hat und welche Ziele damit verfolgt werden?

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Ernst Beran

Bravo !

Ich bin begeistert, daß ich so etwas noch einmal lesen darf ist wie Weihnachten und Ostern am gleichen Tag. Es ist höchste Zeit, daß sich die Wissenschaft ihrer Freiheit wieder bewusst wird, die eben nicht durch Milliardenkonzerne abgekauft werden sollte. Schluß mit dem Schwachsinn der "unternehmerischen" Hochschule. Eine Hochschule muss frei von wirtschaftlichen Interessen sein sonst wird sie zum Handlanger rein finanziell geleiteter Konzerne. Das CHE gehört geschlossen, damit der Irrsinn von "rankings" endlich aufhört.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 23.08.2012 16:19 Uhr
Matthias Ulmer
Matthias Ulmer (mulmer) - 23.08.2012 16:19 Uhr

Bertelsmann Stiftungs Unsinn

Es reicht nicht, das CHE zu schließen. Bertelsmann müsste sich aus dem gesamten Themenfeld Bildung und Wissenschaft zurück ziehen. Alle Aktivitäten der letzten Jahrzehnte in diesen Bereichen hatten unselige Folgen. Welcher Masterplan bei der Bertelsmann Stiftung letztlich dahinter steckt ist gleichgültig. Hauptsache er wird endlich zu Grabe getragen.

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Jahrgang 1962, stellvertretender Leiter des Feuilleton.

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