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HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Generation Y Der Aufstand der jungen Ärzte

 ·  Die Krise der Medizin ist ihre große Chance: Das Bild des Arztes wird sich in Deutschland verändern - und die Patienten können davon nur profitieren.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (18)

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Michael  Balser

In der DDR fand auch vor dem Mauerbau der Aufstand der Ärzte statt. Mit der Folge, dass die sich

aus der DDR so abgesetzt hatten, wie sich die "Arbeits-Freiheit" suchenden jungen Ärzteschaften heute ins Ausland absetzen.

Was in der DDR zur Folge hatte, dass die Mauer gebaut wurde, um die Ärzteflucht "einzugrenzen".

Die Jungen rebellieren endlich gegen die autoritäre Halbgott-in-Weiß-Hierarchie,
in der der Chefarzt den unanfechtbaren + unerreichbaren Halbgott gibt, der die
Arbeitskraft + Arbeitszeit seiner Schäfchen so ausbeutet, dass diese für ihn die
ärztlichen Kunstfehler so machen, dass der dafür nicht zu haften braucht.

Heißt chefarzt-unternehmerisches Risiko auf die schwächsten + übermüdeten
Hierarchie-Kettenglieder abzuschieben.

Entsprechend den Arbeitszeit-Ausbeutungs-Strukturen des Paket-Zustellungs- +
(EZB)Hochbau-Gewerbes der Gewinn- + Gewerbe-Arbeitskraft-Abschöpfung bis zur
totalen Minderwert-Klasse-Arbeitnehmer-Erschöpfung.

Nur ewiggestrige Justiz glaubt noch an den unfehlbaren Halbgott in Weiß, besonders im
Psychiater-Kittel.

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Indra Simhan

Kein Geschwafel...

das kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen.

Ich erlebe aber, wie auch hier teilweise in den Beiträgen, dass Ärzte soviele Vorurteile auslösen, dass sie nicht auf eine realistische Beurteilung hoffen dürfen, wie miserabel ihre Arbeitsbedingungen auch sind. Und der Wunsch nach guter Patientenarbeit wird ihnen auch kaum abgenommen, dabei erlebe ich den bei ganz vielen Kollegen, viel vorrangiger als hohe finanzielle Ziele.

Ich wurde 1996 approbiert und gehöre somit zur vorigen Medizinergeneration. Da ich eine gute Weiterbildung wollte sowie eine sinnvolle und mich nicht ausbrennende Arbeit leisten, noch dazu auch noch Familie (!), bin ich nach Norwegen ausgewandert. Ich hätte mich gerne auch in Deutschland eingesetzt, aber dort ist eine leistungswillige Ärztin mit 3 Kindern nicht vorgesehen.

Ich meine, lebensfrohe und ausgeruhte Ärzte sind auch fur ihre Patienten gut! Ich freue mich darüber, dass sich das verkrustete Bild in Deutschaldn allmählich ändert. Es ist an der Zeit!

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Peter Fleischmann

Totschlagargument

Das Argument, dass es in anderen Branchen auch nicht besser sei (oder sogar noch schlimmer) ist zwar richtig, führt jedoch nur zu einer Antwort: ja dann muss es woanders eben auch besser werden, ansonsten ist das ein typisches Totschlagargument.

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Michael Meier
Michael Meier (never1) - 15.06.2012 11:17 Uhr

Geschwafel um Bedürfnisse der Jungmediziner.....

Ein Aufstand findet nicht statt, dazu ist diese Generation gar nicht fähig. Na klar ist die Ausbildung zum Facharzt kein Zuckerschlecken, aber das dürfte in vielen anderen Berufen nicht anders sein. Die Generation Y ist weiblich dominiert und somit per se weniger leistungsbereit. Der Wunsch nach festen Arbeitszeiten, Wertschätzung und ganzheitlicher Patientenbehandlung ist Gefasel: Stellen in Reha, Allgemeinpraxen, Behörden u.ä. sind am unattraktivsten. Auch hier wird gutes Geld bezahlt und man kann etwas lernen...wenn man es denn will. Seit Generationen einfacher ist es natürlich, auf das jeweilige böse System, gierige Chefärzte, unfähige Krankenhausverwalter und fette Kassen u.ä. zu schimpfen. Deutschland ewig Jammerland. Diese Generation Ärzte braucht den gesunden und kooperativen Patienten, an dem sie sich dann ohne Gefahr selbstverwirklichen kann...aber bitte nur 8-16:30, nicht am WE und ohne Blut, Schmutz, Stress oder sonstig häßliche Dinge, die zum Leben gehören. Mein Beileid.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 15.06.2012 13:42 Uhr
Christian Hund

Au Backe...

Aus Ihrem Statement leitet sich mein Verdacht ab, dass Sie von Medizin und unserem Gesundheitswesen wenig Ahnung haben!?
Mit welchem anderen Beruf möchten Sie denn die Tätigkeit (d.h. nicht die Ausbildung - die mag in anderen Studiengängen vergleichbar lernintensiv sein) eines Arztes relativieren? Nein, Ihre Aussage unterstreicht in meinen Augen die Denkweise einer Konsumgesellschaft, die zu jeder Tages- und Nachtzeit Anspruch auf eine hochwertige medizinische Versorgung erhebt, sich aber nicht im geringsten dafür interessiert, wie diese zustande kommt. Natürlich wird einem Berufskraftfahrer, der ebenso unter Leistungsdruck steht, im Verhältnis zu sich selbst auch viel abverlangt. Aber der Anspruch ist unterm Strich nicht vergleichbar.

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Peter Fleischmann

Frust?

Ich gehöre nicht zur "Generation Y" und glaube auch nicht an diesen "Generationsquatsch".
Viele der "Blut-Schweiss und Tränenarbeiter" haben früher entweder traditionsgemäß (meist) eine Frau die ihnen den Rücken "am Herd und in der Familie" freigehalten hat, oder es sind (teilweise "gewordene") Singles. Weiterhin hatten die "Blut-Schweiss und Tränenarbeiter" meist gar nicht die Möglichkeit ihre Rechte durchzusetzen, da es bis vor 15 Jahren noch genug Ärzte gab und diese dementsprechend einfach alles akzeptieren mussten was von ihnen verlangt wurde. Im Rückblick werden dann die alten Zeiten verklärt, traurig eigentlich. Heutzutage schauen diese Menschen dann mit Frust oder Neid auf eine junge Ärzteschaft die nicht nur (eigentliche) Selbstverständlichkeiten wie halbwegs geregelte Arbeitszeiten, Vergütung für Überstunden, Zeit für Familie, und Teilzeitmöglichkeiten einfordert, sondern die auch tatsächlich ein Druckmittel (Ärztemnagel) hat um das auch durchzusetzen.

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Joachim Muench
Joachim Muench (tinel) - 15.06.2012 10:05 Uhr

Patienten als Nutznießer ?

Der Nutzen für den Patienten betrfft doch hauptsächlich den Krankenhausbereich. Bei der Niederlassung dürften ländliche Gemeinden ohne entsprechendes Freizeitangebot bzw. die zu klein sind für Arztkooperationen in Zukunft mit der Polyklinik in der Kreisstadt leben müssen und den Hausbesuch nur noch aus Arztserien kennen

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Florian Baier
Florian Baier (lovcen) - 15.06.2012 09:46 Uhr

geschieht den Krankenhäusern recht

zunächst ein dickes Lob: wieder ein ausgezeichneter Artikel zum Thema Medizin, wie alle Ihre Beiträge zu diesem Thema.
Als Angehörige der Generation X/Babyboomer wurden wir von den Krankenhäusern in den 90 er Jahren menschenverachtend ausgebeutet. Zu dritt teilten wir uns gehaltsmäßig eine Assisstenzarztstelle nach Abschluß des AIPs, bei voller Arbeitszeit. Nicht wenige Kollegen mußten deshalb zusätzlich zum Sozialamt. Wenn man Einspruch erhob, gab es eine Rüge von der Klinikleitung. Leider sind die damals Verantwortlichen heute meist schon in Pension.

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Michael Scheffler

Ergänzung zum Beitrag

Warum sehen sich Mediziner oft als etwas Besonderes an? Die beschriebenen Schwierigkeiten im Berufsleben haben alle Anderen auch. Das ist ein gesellschaftliches Problem und hat mit dem immensen Druck zu tun, den alle aushalten müssen. Schließlich muss eine ganze Menge finenziert werden. Ich denke an EU und viele andere Dinge...

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 15.06.2012 12:58 Uhr
Christian Hund

Medizin machen ist kein Ölwechsel...

Die verprellte Generation von Medizinern empfindet sich m.E. nicht als etwas besonderes. Im Gegenteil - die meisten jungen Studenten wissen oder erkennen sehr bald, worauf sie sich einlassen und das Medizin, insbesondere unter dem wirtschaftlichen Druck dieser Tage, ein harter Job ist, der nichts mit der ikonisierenden Romantik div. TV-Produktionen zu hat.
Das mag in der Generation der heutigen Chefärzte noch anders gewesen sein, erwarb man mit der Approbation nicht nur die "Lizenz zum Heilen", sondern auch Vorschub in der gesellschaftlichen Klassenordnung. Die Arroganz jener Silberrücken auf der einen Seite, die ihre Abteilungen in feudalistischer Manier führen, die wirtschaftlichen und sozialen Schranken auf der anderen Seite, gepaart mit der Verantwortung für eine immer stärker kränkelnde Gesellschaft bedeuten in der Tat einen hohen Druck, der nur schwer mit "allen Anderen im Berufsleben" vergleichbar ist.

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bruno neurath-wilson

Aufstand des Pflegepersonals???

Das sehe ich auch so ... und deshalb wird es Zeit für einen Aufstand des Pflegepersonals.

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Ingmar Bayon

Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben

Als Lebensgefährte einer 25j. Medizinerin, die gerade ihren Abschluss mit 1,0 bestanden hat, kann ich Herrn Schmidt und andere Ärzte um ihre Denkweise nur bemitleiden. Meine Freundin möchte eine gute Ärztin werden, keine Frage, jedoch auch humane Arbeitsbedingungen und ein angenehmes Arbeitsumfeld. Diese Dinge gehören zu den Grundbedürfnissen und sollten in gewisser Weise Standard sein. In einem Klinikum hatte sie ein Bewerbungsgespräch und wurde vom Chefarzt gefragt, was sie hier eigentlich wolle? Sie solle doch lieber an ein Universitätsklinikum gehen und Karriere machen, mit dem Abschluss. Sie wird sich jedoch wohl für ein kleineres Krankenhaus enrtscheiden, in dem die Ausbildung zur Fachärztin gut strukturiert ist und sie weiß, was sie erwartet. Solange das Groß der Kliniken und Ärzte nicht versteht, dass junge, größtenteils sogar Ärztinnen, dies und bspw. Betreuungsplätze für den Nachwuchs haben wollen, werden Sie in Zukunft Probleme haben, gute Jungärzte an sich zu binden.

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Michael Scheffler

Herr Willms

Sie sind mir ja ein rechter Sozialist! Warum sollte ein niedergelassener Arzt (Unternehmer) ein Basisgehalt bekommen? Warum ein Chefarzt nicht mehr als andere, gut, man kann über die Höhe der Bezüge streiten. Aber Geld ist nun mal der Anntreib für died Menschen, auch wenn sie den hyppokratischen Eid geleistet haben. Konsequenterweise sollten Sie noch einen einheitliche Krankenkasse fordern. Dann hätten wir Zustände wie in der DDR oder schlimmer noch wie in der der Sowjetunion mit allen unangenehmen Begleiterscheinungen wie lange Wartezeiten, Krankenhäuser wie in der dritten Welt etc. Warum denken nur so viele, dass der Staat alles besser kann? 70 Jahre Kommunismus haben doch bewiesen, dass das nicht der Fall ist.

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Wolfgang Ebel

zur Situation

der Ärzte und der neuen Ärztegeneration kann man schon einiges sagen, besonders dann, wenn man Insider ist. Ich bin es nicht.

Zum Einkommen der Ärzte allgemein kann ich sagen, dass dieses wohl angemessen ist. Ich kenne keinen, welcher am Hungertuch nagt und sich Sorgen um seine Kunden machen muss. Die kommen - zwangsweise -immer von alleine.

Ich weiss aber auch, dass Ärzte in den Kliniken über Gebühr beansprucht und ausserdem noch schlecht entlohnt werden. Überstunden werden höchst selten bezahlt. Dies kann nicht richtig sein, angesicht der Milliardengewinne, welche die Verwalter des Gesundheitssystems - sprich Kassen - "erwirtschaften". Dieses Geld wird wie geschehen, durch Merkel und Schäuble ausgegeben, um marode Banken und Eu-Staaten zu sanieren.

Es wird von Krankenhausschliessungen geredet und die Patienten werden mit hohen Zuzahlungen belastet. So darf das nicht weitergehen Frau Merkel. Ändern Sie das. Dies gebietet Ihre Fürsorgepflicht gegenüber Ärzten und Patienten.

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Jahn Nassr
Jahn Nassr (JNassr) - 15.06.2012 07:08 Uhr

Generation Y

Bravo! Bravo! Bravo!

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Lüko Willms
Lüko Willms (l.willms) - 14.06.2012 23:59 Uhr

Die Privatliquidation der Chefärzte, die ...

... mit Klinikmitteln und -personal in die eigene Tasche arbeiten, muß verschwinden.

Das spart schon viel Reibungsverlust und viel Bürokratiekosten ein.

Andererseits sollte man allen niedergelassenen Ärzten ein Fixum als Basisgehalt geben, das sie durch Einzelleistungen nach GO aufbessern können.

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Walter Henn

"Für die Patienten aber ist dieser Wandel in den Einstellungen nur positiv."

Im wesentlichen ist der Argumentation dieses Artikels zuzustimmen. Nur müssen die Patientien für diesen positiven Wandel zukünftig mehr bezahlen. PKV Versicherte wissen das zu schätzen.

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holger milde
holger milde (housedoc) - 13.06.2012 17:28 Uhr

Generation Y

Die (vernünftige) Einstellung der kommenden Ärztegenerationen ist leider nicht allein dazu geeignet das korrupte und gängelnde KV/Privat/Kassengesundheitssystem auf eine vernünftige Basis zu bringen. In der Zwischenzeit werden etliche Praxen (nicht nur auf dem Land) aufgegben werden müssen(von der großteils obrigkeitskuschenden Generation X), Krankenpflegepersonal wird abwandern und die Patienten werden auf Wartelisten telefonsich von boniprofitiernden Kassensachbearbeitern behandelt/vertröstet, d.h. in ihrem Leid alleingelassen und (nicht unbeabsichtigt) vorzeitig aus dem teuren GKV-System zugunsten der "Sozialen Sicherungsystemen" einer (vorzeitigen)biologischen Lösung "zugeführt. Und solange es keine vernünftige adäquate Leistungshonorierung und gesellschaftlicher Anerkennung der ärztlichen, pflegerischen und anderer therapeutischen Arbeit gibt, geht der Exodus gut ausgebildeter Fachkräfte ins gerne aufnehmende Ausland weiter.

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