http://www.faz.net/-gqz-8wntq

Historiker Jörg Baberowski : Der diffamierte Professor erhält Beistand

  • Aktualisiert am

Opfer einer Kampagne: Der Historiker Jörg Baberowski. Bild: Helmut Fricke

Der Historiker Jörg Baberowski wird von einer trotzkistischen Gruppe verfolgt. Er wird fortwährend diffamiert. Nun solidarisieren sich namhafte Kollegen mit ihm, im Namen der Freiheit der Wissenschaft.

          Auch die Mitglieder des Fachbeirats Wissenschaft der „Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur“ verteidigen den Osteuropa-Historiker Jörg Baberowski von der Berliner Humboldt Universität gegen unlautere fachliche und persönliche Angriffe (F.A.Z. vom 27. März und 1. April).

          Die Diskreditierungskampagne gegen den Wissenschaftler habe nicht nur zum Ziel, die Reputation eines herausragenden Fachgelehrten zu beschädigen, heißt es in einer Stellungnahme der Stiftung zum Fall. Die Kampagne wolle darüber hinaus die wissenschaftliche Streitkultur in unserem Land dauerhaft beschädigen.

          Die Freiheit der Erkenntnisgewinnung, die Pluralität der Auffassungen und die Bereitschaft zur kontroversen Debatte bildeten jedoch die Grundlage unseres Wissenschaftssystems: „Mit aus dem Zusammenhang gerissenen Zitaten fachlich begründete Auffassungen zu schmähen und ihre Vertreter zu diffamieren schadet nicht nur dem im Einzelfall Betroffenen, sondern uns allen.“ Die Unterzeichner betonen „die Solidarität mit einem geschätzten Kollegen, der aus politischen Gründen fortlaufend in unerhörter Weise herabgesetzt wird“.

          Die Solidaritätsnote für Baberowski trägt neben anderen die Namen von Historikern wie Thomas Großbölting (Universität Münster), Claudia Kemper (Hamburger Institut für Sozialforschung), Frank Hoffmann (Universität Bochum), Astrid Lorenz, Stefan Troebst (beide Universität Leipzig), Martin Sabrow (Universität Potsdam und HU Berlin) oder Andreas Wirsching (Institut für Zeitgeschichte München/Berlin). Gremien und Vorstand der Bundesstiftung Aufarbeitung haben sich der Erklärung ihres Fachbeirates Wissenschaft angeschlossen.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Die Polizei in Dresden kann nach der missglückten Entschärfung keine Entwarnung geben, das Gebiet bliebt gesperrt.

          Dresden : Bergung der Fliegerbombe missglückt

          Die Entschärfung einer Fliegerbombe in Dresden missglückt, es kommt zu einer Teilexplosion. Die Polizei geht von einem erheblichen Gefahrenpotenzial aus und kann keine endgültige Entwarnung geben.

          Reaktion auf Bamf-Skandal : Seehofers Brandschneise

          Der Bundesinnenminister setzt ein Zeichen, um vom Bamf-Skandal nicht erfasst zu werden. Doch nicht nur im Willkommensmilieu Bremens ist die konsequente Abschiebung eher die Ausnahme als die Regel. Ein Kommentar.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.