13.01.2005 · „Für mich ist das Leben zu kurz, um diese Art Filme zu machen“ - große Worte, mit denen Regisseur Jean-Pierre Jeunet („Die fabelhafte Welt der Amélie“) abgelehnt haben will, den fünften Harry-Potter-Band zu verfilmen.
Jean-Pierre Jeunet, Erfolgsregisseur der „Fabelhaften Welt der Amélie“, hat es nach eigenen Angaben abgelehnt, die Regie beim fünften Harry-Potter-Film zu übernehmen. „Ich hätte zu dem Projekt nichts beitragen können“, sagte Jeunet nach Angaben der niederländischen Nachrichtenagentur ANP vom Donnerstag.
Jeunet hatte am Mittwoch abend in Amsterdam seinen jüngsten Film „Un long dimanche de fiançailles“ vorgestellt, der als „Mathilde - Eine große Liebe“ Ende Januar in die deutschen Kinos kommen soll. Er sagte über den neuen Harry-Potter-Streifen: „Alles war bedacht und gemacht, von der Ausstattung bis zum Drehbuch. Ich sollte mich nur noch auf den Stuhl setzen und 'action' rufen.“ Autorin J.K. Rowling drücke den Harry-Potter-Filmen einen viel dickeren Stempel auf als die Regisseure. „Für mich ist das Leben zu kurz, um diese Art Filme zu machen“, sagte Jeunet. Wer nun die Regie übernehme, sei ihm nicht bekannt.
Die ersten beiden Bände der auf sieben Teile angelegten Abenteuer Harry Potter hatte Chris Columbus verfilmt. Er hatte auch bei Erfolgskomödien wie „Mrs. Doubtfire“ und „Kevin - Allein zu Haus“ Regie geführt. Den Band „Harry Potter und der Gefangene von Askaban hat Alfonso Cuarón „Y tu mamá también - Lust for Life!“ übernommen, und für Teil vier ist der Brite Mike Newell „Vier Hochzeiten und ein Todesfall“ ausgesucht worden.