27.02.2012 · Christian Wulff den Ehrensold vorzuenthalten wäre kleinlich. Für das Bundespräsidentenamt gilt wie für die Bundesjugendspiele: Dabei sein ist alles.
Von Edo ReentsRichtlinien für Lesermeinungen
Die FAZ.NET-Redaktion bietet allen registrierten und eingeloggten Nutzern die Möglichkeit, sich mit den aktuellen Beiträgen auf FAZ.NET konstruktiv und kritisch auseinanderzusetzen und eigene Leser-Kommentare zu veröffentlichen. Für jede Meinungsäußerung stehen 1000 Zeichen zur Verfügung. Voraussetzung für eine Veröffentlichung ist, dass die Verfasser und Verfasserinnen ihren wirklichen Namen nennen, d.h. in ihrer FAZ.NET-Registrierung den korrekten Vor- und Nachnamen eingetragen haben. Im Falle der Veröffentlichung des Leser-Kommentars weisen wir am Beitrag sowohl den Klarnamen als auch den Nickname des Lesers aus. Unter Pseudonym oder anonym verfasste Texte können nicht berücksichtigt werden.
Veröffentlicht werden nur Beiträge, die auf den jeweiligen Artikel und sein Thema seriös und sachbezogen eingehen. Links- und rechtsradikale, pornographische, rassistische, beleidigende, verleumderische sowie ruf- und geschäftsschädigende Inhalte können nicht berücksichtigt werden, ebenso wenig sachlich falsche oder in angemessener Zeit nicht nachprüfbare Behauptungen. Links sind in den Leser-Kommentaren von FAZ.NET nicht gestattet. Die Redaktion behält sich vor Leser-Kommentare zu kürzen oder zu modifizieren. Jeder verfasste Beitrag wird von der Redaktion geprüft und schnellstmöglich veröffentlicht, sofern er diesen Richtlinien für FAZ.NET-Lesermeinungen nicht zuwiderläuft. Nutzern, die wiederholt versuchen, den Richtlinien nicht entsprechende Beiträge zu veröffentlichen, kann die Registrierung entzogen werden.
Für veröffentlichte Meinungsbeiträge gewähren Sie uns das unentgeltliche, zeitlich und örtlich unbegrenzte und nicht ausschließliche Recht, diese Aussagen ganz oder teilweise zu nutzen, zu vervielfältigen, zu modifizieren, anzupassen, zu veröffentlichen, zu übersetzen, zu bearbeiten, zu verbreiten, aufzuführen und darzustellen, Dritten einfache Nutzungsrechte an diesen Aussagen einzuräumen sowie die Aussagen in andere Werke und/oder Medien zu übernehmen.
Wir möchten Sie ausdrücklich darauf hinweisen, dass der gesamte Auftritt von FAZ.NET von verschiedenen Suchmaschinen intensiv ausgewertet wird und die Inhalte dort auch gelistet werden. Das schließt die Leser-Kommentare automatisch ein, so dass diese auch über FAZ.NET hinaus im Internet jederzeit recherchierbar sind.
Recht und Gesetz bleiben unerörtert
Was immer Edo Reents für kleinlich oder nicht kleinlich halten
magt: Die Frage ist zuerst, ob die Zuerkennung eines
„Ehrensolds“ für Wulff überhaupt
rechtmäßig ist. Prof. von Arnim - und nicht nur er- erachtet
eine solche Zahlung für rechtswidrig, da Wulff weder eine Amtszeit
beendet habe noch aus gesundheitlichen oder politischen Gründen
zurückgetreten sei. Ich halte das für plausibel. Alles andere
wäre eine Überdehnung des Begriffs „politisch“.
Die Gründe, die zum Rücktritt Wulffs führten, wurzelten
in seinem persönlichem Verhalten. Reents wird es hoffentlich nicht
für kleinlich halten, dass man wünscht, Recht und Gesetz
würden beachtet. Es geht auch um eine Summe von ggf. 10-15 Mio
€ für den Steuerzahler. Wenn das Bundespräsidialamt jetzt
erklärt: „Es waren objektive Umstände für eine
erhebliche und dauerhafte Beeinträchtigung der Amtsausübung
gegeben“, so sind diese jedenfalls nur durch Wulffs
persönliches, völlig unpolitisches Verhalten entstanden.
ALLE Privilegien für Beamte, ÖD, Bundespräsidenten sind rückwirkend abzuschaffen!
Es handelt sich hierbei de facto um reine Selbstbedienung zulasten der
Bürger Deutschlands.
Alle diese Personen müssen vom Lohn, Rente etc. genauso behandelt
werden wie normale Angestellte oder Freiberufler. Keine
Extrawürste, keine Intransparenz und vor allem nicht mehr Geld als
für vergleichbare Arbeit.
Um mal bei Ihrem Bild zu bleiben - jemand, der vor aller Augen die Latte
gerissen hat, bekommt eben bei den Bundesjugendspielen auch keine
Ehrenurkunde. Wulff würde ich mit jemandem vergleichen, der bei den
Spielen angetreten ist, dann aber beim 100 Meter Lauf nach 50 Metern
abgebrochen hat. Sorry, da ist jede Urkunde eine zu viel.
Dass Herr Wulff ohne Ehrensold vor dem Nichts stünde wage ich stark
zu bezweifeln. Dass er sein Luxusleben eventuell nicht weiterführen
könnte ist wahrscheinlich aber ich glaube kaum, dass es viele
Bundesbürger gibt, die sagen "klar, ich muss aufs Geld achten,
aber dem Wulff gönne ich nach dieser tollen Leistung lebenslange
Einnahmen von 200.000 Euro jährlich."
Lese ich da unten Wulffs (ja nur designierte) SCHWIEGERMUTTER habe den
Syltaufenthalt des Liebeschpärschens bezahlt? War die Mutsch mit
auf Sylt? Und hat dem Groenewold die Scheinchen in die Kralle
gedrückt? Wat ne nette Frau! Aber war es nicht dann Vorteilsnahme
durch Wulff? Und Vorteilsgewährung - immerhin hat (daraufhin?)
Wulff Tochter Tinchen später geheiratet, wodurch Letzterer
ruckartig steuerfinanzierte Pensionsansprüche in noch zu
errechnender Höhe zugefallen sind?
Warum erfahren wir erst jetzt von der Großzügigkeit der
Schwiegermutti? Isset dem Wulff peinlich, dass ihn die Schwiegermutti in
spe und ihre Tochter so schnöde eingekauft haben?