15.01.2003 · Die hierzulande mit Spannung erwartete Krimiserie mit Kiefer Sutherland, die 24 Stunden in Echtzeit zeigt, passt bei Vox nicht ins Programm.
Mit neuen Serien wird der Fernsehsender Vox in diesem Sommer aufwarten, mit einer aber, auf die viele warten, nicht. Die von Kritikern überschwenglich amerikanische Kultserie “24“ mit Kiefer Sutherland. Sie wird statt dessen bei RTL 2 laufen.
Die Serie spielt, wie der Titel es sagt, in vierundzwanzig Folgen vierundzwanzig Stunden in Echtzeit ab, in denen ein CIA-Agent (Sutherland), mit Terroristen fertig werden muß, die den Präsidenten der Vereinigten Staaten ermorden wollen und zudem seine Tochter entführen. Da die Episoden vollständig aufeinander aufbauen, ist die Programmierung ein recht anspruchsvolles Unterfangen.
„Fast Lane“ statt „Dark Angel“
Vox-Chefin Anke Schäferkordt setzt derweil, um im Hauptabendprogramm den Wegfall von "Dark Angel" und "Ally McBeal" auszugleichen, auf das, was auf dem amerikanischen Markt derzeit Top of the Pops ist: Sie hat für ihren Sender die Serien "Fast Lane" und "C.S.I. Miami" erworben. Hinzu kommt die “Emmy“-prämierte Serie “Third Watch“ über Polizisten, Feuerwehrmänner und Sanitäter in New York, eine Serie über eine Pathologin mit dem Titel “Crossing Jordan“ und die Familienserie “Gilmore Girls“.
Auf keine der Serien habe sie verzichten wollen, sagte die Vox-Geschäftsführerin Anke Schäferkordt im Gespräch mit der “Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. Mit Blick auf das hochgelobte Fernsehexperiment "24" habe das bedeutet, "daß man leider nicht alles haben kann". Die RTL-Gruppe hatte die Serie, die in Amerika bei dem Sender Fox erfolgreich lief, gekauft, sich bislang aber schwer getan, einen entsprechend ausgedehnten Sendeplatz zu finden.