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Fernsehen ARD-Politmagazine werden kürzer

 ·  Die ARD-Politmagazine werden von Januar an einheitlich von 45 auf 30 Minuten gekürzt. Betroffen sind „Monitor“, „Panorama“, „Fakt“, „Kontraste“ sowie „Report Mainz“ und „Report München“. Deren Macher protestieren.

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Die ARD-Politmagazine werden von Januar an auf einheitlich 30 Minuten gekürzt. Das hätten die Programmdirektoren der Landesrundfunkanstalten am Montag in Potsdam beschlossen, hieß es am Dienstag aus ARD-Kreisen.

Die Reduzierung sei notwendig geworden, weil im nächsten Jahr die „Tagesthemen“ im Zuge der Neustrukturierung des ARD-Abendprogramms auf 22.15 Uhr vorgezogen werden. Auch andere Sendungen wie zum Beispiel die populären Serien am Dienstagabend müssen deswegen gekürzt werden.

Keine Mehrheit für 2+4

Als Alternative sei das „2+4-Modell“ im Gespräch gewesen, das im zweiwöchentlichen Rhythmus zwei Magazine mit jeweils 30 Minuten Länge und im monatlichen Wechsel vier Magazine mit jeweils 60 Minuten vorsah. Die Programmdirektoren entschieden sich den Angaben zufolge mit einer Mehrheit von sieben zu drei Stimmen für die 30-Minuten-Variante - dagegen stimmten unter anderem der Norddeutsche und der Westdeutsche Rundfunk. Betroffen sind die Magazine „Monitor“, „Panorama“, „Fakt“, „Kontraste“ sowie „Report Mainz“ und „Report München“.

Schon im Vorfeld hatten die Leiter der Magazinsendungen vor einer einheitlichen Kürzung gewarnt. „Die gleichmäßige Kürzung der sechs Magazine von 45 auf 30 Minuten erscheint uns als schlechteste Lösung“, hieß es in einer gemeinsamen Erklärung. „Der Verlust an Sendezeit würde eine nachhaltige Schwächung der politischen Magazine bedeuten, deren aufklärerisches Potential nach wie vor unverzichtbar für das Programmprofil der ARD ist.“ Die Magazin-Verantwortlichen hatten das „2+4-Modell“ favorisiert.

Die Journalistenvereinigung Netzwerk Recherche sprach davon, daß die ARD ihr „journalistisches Tafelsilber“ verscherbele und ohne Not ihre wertvollsten Markenprodukte gefährde. Die Kürzung bedeute 20 Sendestunden weniger pro Jahr und damit rund 200 gründlich recherchierte Beiträge. Die ARD-Magazine seien Recherche-Oasen und Talentschmieden für den Nachwuchs sowie häufig Taktgeber für die Nachrichten. Dieses Potential für qualitativen Hintergrund- Journalismus dürfe nicht gefährdet werden.

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24.05.2005, 11:55 Uhr

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