Home
http://www.faz.net/-gqz-qfil
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, HOLGER STELTZNER
Sachbücher des Jahres

Fernsehen ARD-Politmagazine werden kürzer

Die ARD-Politmagazine werden von Januar an einheitlich von 45 auf 30 Minuten gekürzt. Betroffen sind „Monitor“, „Panorama“, „Fakt“, „Kontraste“ sowie „Report Mainz“ und „Report München“. Deren Macher protestieren.

© NDR/M. Wolter Vergrößern Weniger Zeit für Anja Reschke und „Panorama”

Die ARD-Politmagazine werden von Januar an auf einheitlich 30 Minuten gekürzt. Das hätten die Programmdirektoren der Landesrundfunkanstalten am Montag in Potsdam beschlossen, hieß es am Dienstag aus ARD-Kreisen.

Die Reduzierung sei notwendig geworden, weil im nächsten Jahr die „Tagesthemen“ im Zuge der Neustrukturierung des ARD-Abendprogramms auf 22.15 Uhr vorgezogen werden. Auch andere Sendungen wie zum Beispiel die populären Serien am Dienstagabend müssen deswegen gekürzt werden.

Mehr zum Thema

Keine Mehrheit für 2+4

Als Alternative sei das „2+4-Modell“ im Gespräch gewesen, das im zweiwöchentlichen Rhythmus zwei Magazine mit jeweils 30 Minuten Länge und im monatlichen Wechsel vier Magazine mit jeweils 60 Minuten vorsah. Die Programmdirektoren entschieden sich den Angaben zufolge mit einer Mehrheit von sieben zu drei Stimmen für die 30-Minuten-Variante - dagegen stimmten unter anderem der Norddeutsche und der Westdeutsche Rundfunk. Betroffen sind die Magazine „Monitor“, „Panorama“, „Fakt“, „Kontraste“ sowie „Report Mainz“ und „Report München“.

Schon im Vorfeld hatten die Leiter der Magazinsendungen vor einer einheitlichen Kürzung gewarnt. „Die gleichmäßige Kürzung der sechs Magazine von 45 auf 30 Minuten erscheint uns als schlechteste Lösung“, hieß es in einer gemeinsamen Erklärung. „Der Verlust an Sendezeit würde eine nachhaltige Schwächung der politischen Magazine bedeuten, deren aufklärerisches Potential nach wie vor unverzichtbar für das Programmprofil der ARD ist.“ Die Magazin-Verantwortlichen hatten das „2+4-Modell“ favorisiert.

Die Journalistenvereinigung Netzwerk Recherche sprach davon, daß die ARD ihr „journalistisches Tafelsilber“ verscherbele und ohne Not ihre wertvollsten Markenprodukte gefährde. Die Kürzung bedeute 20 Sendestunden weniger pro Jahr und damit rund 200 gründlich recherchierte Beiträge. Die ARD-Magazine seien Recherche-Oasen und Talentschmieden für den Nachwuchs sowie häufig Taktgeber für die Nachrichten. Dieses Potential für qualitativen Hintergrund- Journalismus dürfe nicht gefährdet werden.

Quelle: FAZ.NET mit Material von dpa

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Bewegte Republik bei 3sat Die Welt als Wille und Vollständigkeitswahn

Ein Monsterunterfangen: Siebzig Jahre deutscher Kulturgeschichte seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs präsentiert 3sat als Vierteiler. Viel Hybris ist dabei im Spiel. Aber die Archive geben auch herrliche Bilder und Szenen preis. Mehr Von Jochen Hieber

10.12.2014, 17:02 Uhr | Feuilleton
Wettlauf gegen die Zeit auf der ISS Astronauten haben nur 35 Minuten für Reparatur

Zwei NASA-Astronauten hatten den Auftrag, einen kaputten Spannungsregler zu wechseln. Die Reparatur musste in einem Zeitfenster geschehen, in dem die Solarpaneele der Raumstation keinen Strom erzeugen. Am Ende blieben den Astronauten etwa 35 Minuten, um die Arbeit durchzuführen. Mehr

16.10.2014, 09:39 Uhr | Wissen
Köln und Mainz torlos Fußball ohne Alaaf und Helau

Zwei Karnevalshochburgen treffen sich und sorgen für keine Unterhaltung: Der 1. FC Köln und Mainz 05 trennen sich nach langweiligen 90 Minuten torlos. Die Helau-Fraktion ist nun seit acht Spielen sieglos - und muss nun zum Jahresabschluss gegen die Bayern ran. Mehr

16.12.2014, 21:54 Uhr | Sport
Schoßgebete

Die Verfilmung von Charlotte Roches Bestseller Schoßgebete erzählt von einer traumatisierten Frau, jedoch ohne jegliches Gespür für ihr Trauma. Die 93 Minuten ziehen sich sehr. Mehr

17.09.2014, 10:28 Uhr | Feuilleton
Unterwasser-Rekord Druckluft durch die Nabelschnur

Zwei Aquanauten haben einen neuen Weltrekord aufgestellt. Sie verbrachten mehr als 73 Tage unter Wasser. Ein Aufenthalt mit unangenehmen Zwischenfällen. Mehr

16.12.2014, 06:51 Uhr | Gesellschaft
   Permalink
 Permalink

Veröffentlicht: 24.05.2005, 11:55 Uhr

Die Bundesländer behalten im ZDF das Sagen

Von Michael Hanfeld

Im März hatte das Bundesverfassungsgericht verfügt, die Zahl der „staatsnahen“ Vertreter im Fernsehrat und im Verwaltungsrat des ZDF zu begrenzen. Doch wie es aussieht, denken die Bundesländer nicht daran. Mehr 5 8