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Mittwoch, 19. Juni 2013
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Fernsehen ARD hat erst „Primärkontakt“ mit Jauch

 ·  In ihrem Begehren, Günther Jauch als Christiansen-Nachfolger zu gewinnen, ist die ARD noch ganz am Anfang. Die Verhandlungen hätten noch nicht begonnen, so NDR-Chef Plog im F.A.Z.-Interview.

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Der Intendant des NDR, Jobst Plog, tritt im Gespräch mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (Mittwochausgabe) dem Eindruck entgegen, die ARD habe die Anwerbung von Günther Jauch als Nachfolger von Sabine Christiansen bereits längst heimlich in einem Vertrag geregelt.

„Es existiert kein Geheimvertrag mit Günther Jauch“, sagte Plog. „Der Vertrag ist so geheim, daß es ihn gar nicht gibt. Im juristischen Sinn verhandelt ist fast überhaupt nichts. Es ist der Primärkontakt gemacht. Dann hat Günter Struve im Auftrag der ARD einen Rahmen zu finden versucht, das durch ,Christiansen' gesetzte wirtschaftliche Limit ermittelt und bestimmte Fragen formuliert. Irgendwann werden wir in Ruhe mit den Verhandlungen beginnen.“

Zweiter Sendeplatz für Plasberg?

Plog erklärt, er und sein WDR-Kollege Fritz Pleitgen hätte die Idee gehabt, Jauch für eine politische Talkshow zur ARD zu holen. „Der Sonntag ist einer der erfolgreichsten Plätze überhaupt, und wir wollten ein neues Zirkuspferd finden, das da weiterzieht. Da ist Jauch nicht zu toppen.“ Immer wieder habe er mit Jauch gesprochen: „Wichtig ist ein Klima der Vertraulichkeit. Man muß reden können, ohne daß es gleich in der Zeitung steht.“ Bei Reinhold Beckmann und Harald Schmidt, die er von Sat.1 zur ARD holte, sei das ähnlich gewesen, sagt Plog. Auf die Frage nach Jauchs Werbeverträgen sagte der NDR-Intendant: „Da wird man ihn nicht anders behandeln können als andere Stars auch.“

Mit Sabine Christiansen werde darüber gesprochen, ob man weiter zusammenarbeiten werde, sagte Plog. Im Fall des „Hart aber fair“-Moderators Frank Plasberg habe dessen Sender, der WDR, vorgeschlagen, für ihn einen zweiten Sendeplatz in der ARD zu suchen oder die dritten Programme für seine Talkshow zusammenzuschließen.

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