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FAZ.NET-Frühkritik: „Frühling der Piraten“ Da helfen die Maschinen auch nicht weiter

 ·  Die Piraten sind in den Parlamenten angekommen, doch was sie dort wollen, wissen sie nicht. Hinter ihrer konzentrierten Arbeit verstecken sie eine kreative Krise.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (14)

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Rita Nottenmeier

Muhahah

Tja das Dumme ist nur wir haben den Namen. Wie wärs mal mit einem Blick auf die CDU. Die sind ja ach so "christlich". Christliche Nächstenliebe ne?

Das ist doch "nur" ein Name. Und wenn sie Ninjas,Seefahfahrer oder Terrorpartei hiese..wichtig sind die Inhalte und was getan wird. Sich von nem Namen "Abschrecken" zu lassen finde ich einfach nur..merkwürdig. Piraten haben noch keine Verfassungsfwindlihen Gesetze erlassen aber welche Parteien? Oh ups... Wer ist für mehr Überwachung? Oh Ups? Und Sie mosern über den Namen Piratenpartei?

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Hans-Peter Blume

Verbrecher-Parteien?

Ich wundere mich nach wie vor, daß es anscheinend überhaupt zulässig ist, als Partei unter dem
Namen eines der schwersten Verbrechen (Piraterie) aufzutreten, und daß eine solche Partei dann sogar noch Stimmen bekommt. Witzig finde ich es angesichts der Vorgänge an der Küste Somalias auch nicht Kann ich demnächst eine Mörder- oder Einbrecherpartei gründen?
Was das Programm betrrifft, so muß jede Partei nach § 6 Abs. 1 des Parteiengesetzes zwingend ein Programm haben und dies nach Abs. 3 zusammen mit der Satzung dem Bundeswahlleiter vorlegen.

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Jörg Müller

Freiheit von Meinungsbildungsprozessen

Die ARD-Dokumentation hat interessant aufgezeigt, dass technische Werkzeuge helfen können, einen die Parteibasis wirklich erreichenden Meiningsbildungsprozess zu Sachfragen effizient und relativ schnell zu gestalten. Gerade für komplexe und neuartige Gegenstände - ich denke da an Eurorettungsschirm oder auch an die Energiewende - scheint dieses Mittel geeignet, breit aufgestellt zu diskutieren und sich erst im Anschluss daran eine Meinung zu bilden, die dann in Form von Parteitagsanträgen für alle Parteimitglieder zur Abstimmung steht...

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Gus Savel
Gus Savel (gsavel) - 19.06.2012 11:15 Uhr

ist diese moderne Partei zukunftsfähig?

Ich glaube nicht an eine Zukunft der Piratenpartei. Man kann nicht gerade behaupten, dass die Partei in den gewählten Länderkammern Aufsehen erregt hätten. Sie wird zerieben zwischen ihrem Anspruch auf die Beteiligung der Basis und dem sich "Einarbeiten" in den parlamentarischen Alltag. Und beides geht nicht. Sie wird sich für letzteres entscheiden müssen. Dann aber hat sie ihren Anspruch verloren und damit auch ihre Wähler

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Rüdiger Kalupner

KREATIVE Piraten mit dem Epochenwechsel-Programm des KREATIVEN

Mit einer Ergänzung trifft Herr Schmidt die Lage und die Perspektive der Machtclan- und Parteien-Demokratie

'gehe es nämlich nicht um seine Partei, die es bald vielleicht nicht mehr gebe, sondern darum, dass die Piraten jetzt „einen neuen Politikstil und so weiter und so fort“ wollen. Niemand wisse, wie die Gesellschaft in dreißig, vierzig oder fünfzig Jahren aussehen werde, ergänzte er ..'

und die Ergänzung lautet: die EURO-Krise wird die Macht-Nr.1 stürzen, die Parteienlandschaft revolutionieren und an die Stelle der Machtclan-..Demokratie eine KREATIVE Evolutionäre-Demokratie setzen, die sich auf die Ordnung-des-KREATIVEN-Evolutions-ORDOliberalismus stützen wird. Die ordnungspolitische Fortschrittslogik wird mit den Namen Epikur, Walter Eucken, Ludwig Erhard, Angela Merkel belegt. Der hier angedeutete Umsturz der postdemokratischen Verhältnisse wird in wenigen Monaten ablaufen. Von den Systemdenkern wird der Zeitrahmen zur EURO-Rettung mit wenigen Monaten angegeben.

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Edgar Timm
Edgar Timm (duet) - 19.06.2012 10:44 Uhr

Welche Partei ist denn zur Zeit am demokratischsten ????

Die Piraten mühen sich redlich (nebenberuflich/in ihrer Freizeit/ohne Voluntäre oder Assistenten) Werkzeuge zu schaffen, die mehr und direkte Demokratie erlauben - und sie erfüllen die Sehnsucht vieler Bürger nach mehr Beteiligung - was die "Etablierten" vernachlässigen - Beispiele gibt´s genug. Allein die hunderte von Kommentaren zu "ESM", "BailOut" etc., die hier in der FAZ die Kommentarspalten füllen - und in Berlin höchstens ein müdes Schmunzeln hervorrufen, rechtfertigen ihre Existenz.
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Ich wünsche mir eine Wählergemeinschaft aus Freien Wählern und Piraten, die den etablierten Parteien endlich mal zeigt, wo uns Bürgern der Schuh wirklich drückt. Und das sind weder das Betreuungsgeld, noch ein neues Flensburger Punkteschema!

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Pete Thoureau

Ohne Meinung - Ohne Verantwortung

Es wirf den Piraten ohne konkrete politische Ziele nicht gelingen, den Stil der Politik zu ändern. Zwar haben sie schon ein paar Ideen wie das Bürgergeld, Netzfreiheit. Aber wer in unserer Gesellschft will oder braucht das ? Auf der anderen Seite gäbe es schon ein paar Themen die brachliegen, wie eine andere Sicht auf Euro und EU, Gesellschaftspolitik, Reform des Gesundheitswesen, Außenpolitik... Aber dafür interessieren sich die Piraten nicht. Da bleibt das Thema GEZ/Zwangsgebühren. Hier haben die Piraten zwar eine Meinung, aber sie trauen sich keine Kritik an denen, die sie bis jetzt für ihre braven Demokratieversuche immer so schön gelobt haben.
Die Sprecher der Piraten machen mir leider viel zu oft den Eindruck, sie machen Politik, weil sie eigentlich nicht wirklich etwas zu tun haben, als "Studenten" oder Rentner. Und unter ihnen fehlen mir einfach die Unternehmer, die Ärtze, die Handwerksmeister, aber auch die Familienväter und Mütter - es fehlen Menschen mit Verantwortung.

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Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 19.06.2012 12:40 Uhr
Andreas Rätze

Zwei Punkte

Erstens: (Wie sieht es da mit der Vernetzung aus?) Der Plan lautet: allen Menschen die Möglichkeit zur Mitbestimmung oder Delegierung zu gewährleisten - NICHT allen Menschen zu jedem Thema eine Meinung durch Abstimmung zu entlocken. Ich gehe auch mal davon aus, dass im Bundesschnitt auch nur wenige Prozente der Bevölkerung sich fundiert zu einem solch komplexen Thema äußern können (und selbst unter den qualifizierteren herrscht ein heilloses Chaos aus unterschiedlichen Meinungen).
Zweitens: (...aber es ist nicht die Aufgabe von Parteien die Demokratie zu überwachen) Parteien haben durchaus auch die Aufgabe, ihr eigenes Funktionieren zu sicher (sonst können sie ihre Ideen nunmal nicht verwirklichen), d.h. eine demokratische Partei hat ein gesteigertes Interesse an einer demokratischen Gesellschaft. Das ist keine Erfindung der Piraten, wie sich aus den Workshops und anderen Aktivitäten der älteren Parteien ersehen lässt (die extremen Parteien drücken wir hierbei mal in den Skat).

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Pete Thoureau

Für mich zu wenig

Auch von den Wählern der Piraten scheinen nur sehr wenige die Petitionen und Unterschriftslisten gegen den ESM unterzeichnet zu haben. Wie sieht es da mit der Vernetzung aus?
Ich finde natürlich, dass die ESM Ablehnung besser als nichts ist, aber die einzige Begründung, die mir hierfür geliefert wird, ist die dass der ESM undemokratisch sei. Zwar teile ich auch diese Meinung, aber es ist nicht die Aufgabe von Parteien die Demokratie zu überwachen. Sie sollen Menschen vertreten und nicht die Demokratie, dafür gibt es das Verfassungsgericht. Ich lehne den ESM ab, weil er gegen meine Interessen verstößt.
Zu unseren Belehrer-Parlamenten sind Abgeordnete ohne Meinung keine bessere Alterative, als überhaupt nicht zu wählen.

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Edgar Timm
Edgar Timm (duet) - 19.06.2012 10:36 Uhr

Ja - wo sind sie denn ???

"Und unter ihnen fehlen mir einfach die Unternehmer, die Ärtze, die Handwerksmeister, aber auch die Familienväter und Mütter - es fehlen Menschen mit Verantwortung." - Der Bundestag ist mal voller und mal leerer - aber immer voller Lehrer. Die von Ihnen genannten Gruppen sind nach über 60 Jahren Bundesrepublik Deutschland bei den etablierten Parteien doch auch nur "Exoten". Und der Fraktionszwang bewirkt, dass die selbst ernannten "Volksvertreter" zu Abnickmaschinen verkommen. Dazu kommt der von den Fraktionsvorsitzenden geplante "Maulkorberlass", der gerade noch rechtzeitig wieder in der Schublade verschwunden ist.
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Die Piraten lehnen den Fraktionszwang ab - als einzige Partei gewähren sie das (Grund-)Recht und die Pflicht, dass der Abgeordnete nur seinem Gewissen verantwortlich ist.
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Zu den "Themen die brachliegen, wie eine andere Sicht auf Euro": Die Piraten haben vor den FW den ESM-Vertrag abgelehnt - googeln Sie mal (Links sind ja nicht erlaubt)!

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Ronny Schaffer

Völlig out: erstmal schauen, wohin man will

Dass die Piraten nie eine große Partei werden war klar und ist auch gut. Aber dass sie nicht ständig etwas tun müssen bzw. dieses Tun in Form von Beschlüssen und Konzepten zeigen müssen, um ihren Wert zu beweisen oder um ein Fassade aufrecht zu erhalten, macht sie in meinen Augen erst aus. Der Selbstfindungsprozess ist mühselig und schwierig (vielleicht auch erfolglos), aber macht der Aktionismus der etablierten Parteien nicht ein Großteil des Problems aus? Hier und da wird beschlossen, Lücken werden zugepflastert, dadurch neu entstandene Lücken danach, es wird gesagt "was getan werden soll", ein paar Skandälchen, viel rhetorische Luft und der Karren ist genau da, wo er jetzt ist. Aber wir glauben so sehr and die Tat und etwas sofort tun zu müssen, dass nur diejenigen Wert haben, die ständig etwas tun oder dies nur zeigen (ohne das etwas dabei heraus kommt).
Erwarten die großen Piratenkritiker ernsthaft, dass diese Partei den gleichen Weg geht UND etwas anderes dabei heraus kommt?

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Lars Rockstroh
Lars Rockstroh (larroc) - 19.06.2012 08:52 Uhr

Alternativlos zum sinnlosen Aktionismus Ewiggestriger

Ständig irgendetwas abzusondern, entscheiden oder erlassen zu müssen, weil sonst die Welt unterginge, ist eine Illusion und zugleich Existenzberechtigung. Eine Illusion als Existenzberechtigung.
Parlamentarische Arbeit: Brauen wir Betreuungsgeld, Begrenzung Einkommen, Punktesystem Flensburg, Fettsteuer usw usf. Wenn die wichtigen Themen in Kompromissen ersaufen (z.B. zentrales Bildungssystem, Abbau von Gesetzen), beschäftigt man sich mit Bullshit. Jede Woche frischer.
H4, Betreuungsgeld, Kindergeld, Bafoeg, alles was Staat schafft, ist ok, für jeden was. Aber 350EUR bedingungsloses Grundeinkommen, auf den man das alles (und mehr) anrechnen könnte, ist Teufelszeug.
Opposition fordert für Zustimmung zu einem Gesetz Zugeständnisse an völlig anderer Stelle, einfach weil man es fordern kann.
Fraktion muss autonom sein, dann die Basis bedeutet: Grüne ziehen in den Krieg und erklären es hinterher der Basis.
Was die Piraten (bisher) nicht machen ist genau das, was ich nicht mehr sehen will.

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Cornelie Müller-Gödecke

na na na ...

"oder aber der medial attraktive junge, engagierte, vom Amt überraschte Politiker wird abgelöst von dem erfahrenen, meinungsstarken und kompromissbereiten Politiker, der die andere, ebenso bedeutende Seite der Piratenpartei zeigt. "

1) vielleicht auch von einer Politikerin?
2) wie soll denn, und das ist jetzt wichtiger, ein erfahrener, meinungsstarker und kompromißbereiter Politiker(-in) in so kurzer Zeit heranreifen?

Diese Jungs werden sich inhaltlich so auflösen wie das Brausepulver sich auflöst, dessen Beschaffung für Infotische der ehemalige Pressesprecher der Partei in seiner politischen Vita zu nennen nicht vergaß...

Nehmt ihnen die Tastatur weg und es bleibt nichts übrig ... gähnende inhaltliche Leere ...

wie sagte schon Karl Kraus? "Demokratisch heißt, jedermanns Sklave sein zu dürfen"

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Wolfgang Ebel

noch weniger Ahnung

als die Piraten . . . das geht eigentlich kaum. Sie sind nur unwesentlich schlechter als die Linken und die Grünen. Letztere haben es aber immerhin geschafft, sich einen festen Platz an der Futterkrippe zu sichern. Dies auch unter weitgehendem Verzicht auf ihre originären Programme. Inzwischen haben sie gelernt, dass in der Politik zwischen Wunschdenken und Machbarem eine oft schier unüberwindliche Kluft klafft. Welche fatalen Auswirkungen ihr Kampf gegen die Atom-Energie hat - Frau Merkel und ihre Getreuen sprangen ja auch auf diesen Zug auf - haben beide bis heute nicht begriffen. Ebenso wenig haben sie bis heute nicht begriffen, wie sehr sich die von angestrebte und teilweise bereits vollzogene Benzinpreiserhöhung auf die Wirtschaft tatsächlich auswirkt. Auch diesbezüglich sitzen sie mit Frau Merkel in einem Boot. Diese sieht offensichtlich nur die höheren Einnahmen durch Mineralölsteuer. Die Piraten wollen auch an die Futterkrippe - ohne Programm zwar - aber ganz bestimmt.

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