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FAZ.NET-Frühkritik Die EU bringt ihr Geld gleich mit

 ·  „Griechenland brennt, Deutschland zahlt – Eurorettung um jeden Preis?“ Diese Frage stellte gestern Abend Anne Will. Ihre Gäste zweifelten am Verstand der Euroretter.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (21)

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Helga Zießler

"Politik ohne Sinn und Verstand"

Ja, aber das hat man bereits lange vor "Anne Will" und ihrer Quasselbude gewusst. Ich bin kein Masochist und würde lieber schlafen gehen, als mir den Mist solch einer grenzdebilen Versammlung anzusehen. Deshalb auch: völlig d'accord mit Herrn Hofmann-Apitius.

Dem Artikel und den Kommentaren hier entnehme ich folglich nichts Neues. Die Vor-Schreiber haben alles bereits gesagt, was zu diesem leidigen Thema zu bemerken ist. Ihnen also vielen Dank!
An der sträflichen Politik können wir sowieso nichts ändern. So lange Merkel, Schäuble & Co bei uns an der Regierung und beim Volk beliebt sind, sind Hopfen und Malz verloren.

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Rüdiger Noll
Rüdiger Noll (krn) - 16.02.2012 14:49 Uhr

Ohne Sinn und Verstand ist es, den EURO unter allen Umständen und koste es was es wolle,...

.. retten zu wollen. Der EURO ist eine Mißgeburt, von Anfang an zum Scheitern verurteilt. Disparate Volkswirtschaften, so wie wir sie in Europa vorfinden, lassen sich nicht in eine "Einheitsbreiwährung" zwängen. Früher wurden unterschiedliche Entwicklungen (wie z.B. Löhne, die ja der Tarifautonomie der Arbeitnehmer u.-geber unterliegen und wohl schlecht zentral bestimmt werden können) durch Auf- bzw. Abwertungen ausgeglichen. Unter dem EURO-Regime schlagen solche Veränderungen direkt auf die externe Wettbewerbsfähigkeit durch. Man betrachte im Vergleich zu D die Lohnstückkosten der PIIGS+F, dann weiß man woher die Leistungsbilanzdefizite (u. somit ein großer Teil der Schulden) herkommen. Einfältige Politiker meinen nun aber, "innere Abwertungen", statt "Äußerer" werden es schon richten, ohne zu wissen, dass innere Abwertungen verheerende Auswirkungen auf die Wirtschaft eines Landes haben. Hätten wir noch die nationalen Währungen, hätten wir diese Probleme nicht. GR ist nur der Anfang!

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Markus Vogel
Markus Vogel (dmwv) - 16.02.2012 13:45 Uhr

EU-Steuerabkommen, automatischer allgemeiner Informationsaustausch, Jean-Claude Juncker

Es ist skandalös, dass ausgerechnet der Vorsitzende der Eurogruppe Jean-Claude Juncker noch immer den automatischen allgemeinen Informationsaustausch in der Europäischen Union verhindert und der Europäischen Kommission noch immer nicht das Mandat zum Abschluss von EU-Steuerabkommen unter anderem mit der Schweiz und Liechtenstein erteilt. Er will also selbst jetzt noch evident weiterhin die Steuerflucht von wohlhabenden Griechen ermöglichen während die Europäische Union von den Griechen mit niedrigem und mittlerem Einkommen Horrendes abverlangt. Man hat hier den Bock zum Gärtner gemacht. Die Presse müsste den Vorsitzenden der Eurogruppe Jean-Claude Juncker dafür nun endlich massiv kritisieren.

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Ronald Gruenebaum

Was nun?

Ich habe die Sendung nicht gesehen und bin auch nach dem Artikel nicht schlauer.

Ich weiss aber, dass die EU kein Projekt der mildtätigen Entwicklungshilfe ist. Man kann ihr beitreten, wenn man einen gewissen Entwicklungsstand erreicht hat, nicht vorher. Die Regeln des EU-Vertrages sind nicht Verhandlungssache.

Offenbar war Griechenland nie wirklich qualifiziert (wie es ja auch die Europäische Kommission 1981 festgestellt hat). Nun zeigt sich, dass Griechenland auf absehbare Zeit diese Qualifikation nicht schaffen wird, und das nach 30 Jahren EU-Hilfe. Es kann nicht sein, dass GR in Brüssel alle Privilegien eines EU-Landes geniesst, aber die Pflichten immer wohlfeil ignoriert.

Konsequenterweise müsste GR also die EU verlassen. Vielleicht sollte die Debatte wirklich endlich in diese Richtung gehen. Sonst verlassen nämlich diejenigen Staaten die EU, die sich an die Regeln halten.

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Tim Sonder
Tim Sonder (timbo_em) - 16.02.2012 12:54 Uhr

Die Story hinter dem Elektriker und die Thesen der Geislers und Wagenknechts

Wenn ich es recht verstaden habe, hat der Eletriker beim Staatsunternehmen €3000/Monat verdient, ist dann mit 52 Jahren und €2800/Monat in den Vorruhestand gegangen und regt sich nun darüber auf, dass man seine Rente auf €1200/Monat gekürzt hat.

Lustig wurde es als Herr Geisler die Lösung für die derzeitigen Probleme tatsächlich in einem Mehr an Europa entdeckte. Brüssler Wasserkopf-Bürokratie statt Subsidiarität und Eigenverantwortung in den Mitgliedsstaaten. Der FDP-Mann widersprach nicht. Ein weiteres Highlight war das linke Dogma, dass die Zentralbank direkt die Staaten finanzieren sollte. Nichts anderes passiert ja gerade - wenigstens mittelbar (500-Mrd.-Tender Ende Dezember, Billionen-Tender Ende Feb. damit die Staatsanleihen auch ja unter die Leute kommen). Es wird schlimme Folgen haben. Aber die rote Sahra ist da offenbar etwas optimistischer als ich.

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Jann Derrenbach

Sorgfältig wieder einmal ausgespart ...

... wurde das Thema griechische Schwarz- und Betrugsgelder auf Luxemburger und Schweizer Konten ! Deutschland und die USA erhalten Konteneinsicht z.B. in der Schweiz --- Griechenland aber nicht ! Diese Hunderte Milliarden stehen unter dem Schutz der EU und sollen den Betrügern auf jeden Fall erhalten bleiben. Herr Juncker wäre der Letzte, der Einsichtnahme in die Konten seines Landes erlauben würde, oder ? Mich wundert, wie sorgsam alle Diskutanten um dieses Thema herumschippern.

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Wolfgang Schlage

Die Talk Show-Stimmung ändert sich zu Ungunsten der Regierung: das gibt Hoffnung

Das Bild, das die Verteidiger der Regierungspolitik in den Talk Shows zur Eurokrise abgeben, wird immer schlechter. Dass Herr Lindner nichts Vernüftiges zu sagen hatte (der arme Kerl, der etwas verteidigen sollte, was unhaltbar ist), wundert nicht, denn die Regierungspolitik hat sich verrannt, und je mehr Zeit vergeht, desto deutlicher wird es.
.
Das gibt gleichzeitig Hoffnung, die Hoffnung nämlich, dass Frau Merkel und ihre Leute, und vielleicht auch der Rest Europas, einsehen, dass Griechenland aus dem Euro entlassen werden muss. (Frau Wagenknechts Ideen, Griechenland mit noch mehr Geld zu helfen, ist ohnehin mit Vorsicht zu genießen; innerhalb des Euro wird dies aber sicher nicht funktionieren.) Wieviel Talk Shows zum Thema, in dem die Regierungsvertreter nur noch stammeln, es wohl geben muss, bis sich hier eine Änderung abzeichnet?

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Peter Slater

Griechenland hat ein Anspruch auf deutscher Hilfe und Deutschland hilft gern ... nur wenn ...

... Partnerschaften einseitig dazu benutzt wird, dem geldgebenden Lande zu erpressen und anzuschwindeln und dann noch eine staatlich gefuhrte anti-deutsche Hetze betrieben wird, in dem der "bose" Deutsche zum Vorschein kommt, dann ist irgendwann diese Partnerschaft zu Ende. Griechenland spielt eine ganz miese Abzocke-Politik und macht dafur Deutschland und Europa verantwortlich ... Ich kann das griechische Falschspielen nicht mejhr horen, entweder sie unterwerfen sich den unterzeinchneten Regelungen und Vertragen und fugen sich oder siech werden ausgesperrt, denn Deutschland und Europa konnen ohne Griechenland sehr gut leben ...

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Gerhard Both
Gerhard Both (g.both) - 16.02.2012 09:42 Uhr

Martin Lindner - die Dummheit in Person!

Lindner hat mal wieder sehr eindeutig demonstriert, warum die FDP überflüssig ist.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 16.02.2012 14:46 Uhr
Hans-Christian Crueger

Selbst wenn man ihrer auch nicht unbedingt geistreichen Beleidigung zustimmen will...

...so waren doch alle anderen vertretenen Parteien (CDU und Linke) mit noch dümmeren Personen vor Ort. Müssten die dann nicht auch überflüssig sein, Herr Both?

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Paul Rabe

Wagenknecht hatte Recht: Griechenland braucht Transfers und keine Kredite

Wagenknecht hat einen 100% Schuldenschnitt gefordert verbunden mit langfristigen Transfers um Griechenland wieder neu aufzustellen, also eine Art Marshallplan.
Damit hat sie völlig recht. Alles andere würde nichts helfen und den aktuellen Zustand nur konservieren.
Griechenland ist heute in der Lage eines Drogenabhängigen. Es hat jahrelang viel zu viel Kredite bekommen und ist heute davon abhängig. Genau wie bei Heroin-Süchtigen, darf man in so einem Fall die Drogenzufuhr nicht plötzlich unterbinden, weil dies lebengefährlich wäre. Der griechische "Organismus" benötigt eine vernünftige Entzugskur, die noch längere Zeit erhebliche Transfers benötigt, soll der Patient nicht sterben.
Was wäre die Konsequenz wenn der Patient "stirbt" ? Wollen wir wirklich einen anarchischen Staat in Europa der in kürzester Zeit eine recht- oder linksradikale Regierung hätte ? Einen Hunger-Bürgerkrieg mitten in Europa ? Ich hoffe nicht...

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Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 16.02.2012 15:43 Uhr
Rolf Huchthausen

@ Herr Rabe,

Die Internationale Entwicklungshilfe über IWF für finanzielle, die IBRD für technisch/strukturelle Hilfe, die EU für beides sind die Einrichtungen, die jetzt GRE so helfen müssen wie es D für die neuen EU-Mitglieder ab 1990 getan hat.
Es wäre ein schlimmes Referenzstück den Menschen dort mit weiteren Zahlungen etwas vorzugauckeln und zwar im Hinblick auf die Menschen in RUM, BUL, SRB, CRO, etc.pp.. Das setzt aber den touch down, die staatliche Selbstauflösung, voraus. Schauen Sie sich POL, CR und vor allem die SLK an, Boom! Die EU hat mit zweierlei Maß gemessen, dass muss jetzt zu Lasten der Griechen korrigiert werden. GRE ist im Grunde genommen ein bitterarmes Entwicklungsland! Da wird es wieder hinkommen! Die Orientierung müssen BUL und RUM sein! Jede andere Entwicklung würde die EU endgültig zum Tollhaus verkommen lassen!

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Paul Rabe

Wir leisten doch schon seid Jahren Transferzahlungen

Herr Huchthausen, wir leisten doch de facto schon seid vielen Jahren Transferzahlungen an Griechenland. Alldie Kredite die Griechenland niemals wird zurückzahlen können, müsste ein ordentlicher Buchhalter längst abgeschrieben haben. Dann aber sind es nur noch Transferzahllungen gewesen, nichts anderes.
Wenn wir uns das jahrzehntelang problemlos haben leisten können, gibt es keinen Grund , daß wir es nicht auch noch ein paar Jahre länger können. Natürlich mit dem Unterschied, daß wir jetzt BESSER(!) darauf achten WER(!) das Geld bekommt, also eben nicht eine kleptokratische Oberschicht sondern wirklich die Menschen die es brauchen, da hat Frau Wagenknecht schon recht.
Was wäre auch sonst die Alternative ?

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Rolf Huchthausen

@ Sehr geehrter Herr Rabe, ...

... Sie sollten sich in Ihrer problemverengten Sichtweise einfach einmal die Konsequenzen Ihrer Aussagen vor Augen führen!

Schuldenschnitt? Das ist Realszenario! Transferzahlungen? Wer soll die leisten? Schauen Sie sich doch bitte das Prekariat in D an! Wir leben ja nur noch Dank gefälschter Statistiken ohne Depressionen!

Das traurige Schicksal von Drogenabhängigen kennt zwei Türen, (i) den Freitod oder (ii) eine vollständige Umstrukturierung des Lebens. Erkennen Sie zu (ii) irgendeine Tendenz in Griechenland? Ich nicht!

Ich habe den Wahnsinn vor Ort eine projektzeitlang vor Augen gehabt, Freunde der Familie haben 40 Jahre in D gearbeitet, um sich dann zurück in der Heimat eine Existenz in der freien Wirtschaft aufzubauen, diese Bekannten haben mir aus Scham kürzlich ihre Steuerabrechnungen gezeigt.

Dennoch hat dieser Drogenabhängige o.g. Existenz bereits geschliffen. Es ist eine Korruption, die wir uns alle nicht vorstellen können. Der Staat und seine Repräsentanten vorne weg!

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Rüdiger Runge

Griechenland kann sich nur selbst retten

GR muss sich für zahlungsunfähig erklären. GR muss sofort die Eurozone verlassen und die Drachme einführen. Die korrupte Elite muss gezwungen werden, die 300 Milliarden € von den Auslandkonten ins Land zu holen. Das kann das Startkapital für den Neuanfang sein. Durch viel Arbeit, Arbeit und nochmals Arbeit muss für jeden Investor ersichtlich sein, dass es sich lohnt, in GR zu investieren. Dann bekommt GR auch seinen Stolz zurück und muss nicht als ewiger Bittsteller vor die anderen Staaten Europas treten.

Aber so wird es nicht kommen. GR wird wieder Geld bekommen, das dann sofort an die Banken und in dunkle Kanäle fließt. Die anderen Südländer werden auf das Superfüllhorn vertrauen. Merkel wird sie erhören. Ihr fehlt der Mut, der den Kanzler Schröder auszeichnete. Frau Merkel wird als die Kanzlerin in die Geschichte eingehen, die Deutschlands Sparer enteignet hat.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 16.02.2012 13:49 Uhr
Paul Rabe

Alles richtig, aber bitte alles mit Augenmaß

Alles im Prinzip richtig. Griechenland stünde ohne Euro, mit Schuldenschnitt und mit einer Vermögenssteuer auf (oft illegal erworbene) Millionenvermögen bestimmt besser da.
Aber was in vielen Jahrzehnten schief gegangen ist läßt sich nicht mit hysterischen Hauruck Aktionen innerhalb von Monaten wieder reparieren.
Wir müssen dem Patienten schon Zeit geben gesund zu werden, eine Schocktherapie würde er nicht überleben...

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Horst Schmidt

Guter Artikel

So langsam kommen wir der Wahrheit schon näher:
1. Griechenland ist schon lange pleite.
2. Der Grund dafür war eine Kleptokratie (Chapeau Frau Wagenknecht) befeuert mit billigem Geld von EU und deregulierten Finanzmärkten.
3. Bundeskanzlerin Merkel & Co. versuchen nur noch den schönen Schein zu wahren, während der Steuerzahler die Risiken übernehmen darf (obwohl es eigentlich keine Risiken mehr sind -> siehe 1).
4. Die Zeche zahlen das neue griechische Prekariat und bei uns die Kleinsparer.

Aber von der Haftung der Manager & Eigentümer bei den kreditgebenden Banken will bei uns ja niemand etwas wissen.
Schon komisch: Die Deutsche Bank muss für einen lockeren Spruch von Herrn Breuer zahlen, aber wenn sie Milliardenkredite an Pleitestaaten vergeben ist's schon OK.

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K. Peter Luecke

Warum erkennen die Wähler hierzulande(!) nicht, dass die tiefere Ursache ...

... all' dieser Probleme in der euro-ideologie-geprägten Starrsinnigkeit derer in Berlin und Brüssel liegt. Die Ideologie heißt: "Europa mit der Brechstange!". Statt die Völker in Europa zu versöhnen, werden mutwillig neue tiefe Gräben aufgerissen, indem man zusammenbehalten will, was nicht zusammen gehört. Erst diese Woche hat Westerwelle im Interview betont, dass man zwar Tendenzen zu einer Renationalisierung in Europa erkenne; dies werde aber kategorisch abgelehnt. So wird auch im Kosovo von der EU mutwillig Porzellan zerschlagen. Statt dem mehrheitlich von Serben bewohnten Nordkosovo zu erlauben, sich an das angrenzende Mutterland anzuschließen, wird dies mit NATO-Truppen (KFOR) und der Drohung an Serbien verhindert, sonst die Beitrittsaverhandlungen zur EU zu beenden, sprich: die Subventionen zu streichen. Nirgendwo wird deutlicher, in welche Sprengsätze multikulturelle Ideologien beinhalten. Ich kann es immer nur wiederholen: nur das Abwählen der EUro-Extremisten in Berlin hilft!

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Martin Hofmann-Apitius

Gibt es Steigerungsformen für "unsäglich" ?

Diskussionsrunden mit Anne Will zu ertragen, setzt schon eine ziemlich hohe Leidensfähigkeit voraus; was aber gestern da über die Mattscheibe flimmerte, waren Steigerungsformen von "unsäglich" ... wobei ich gar nicht sicher bin, ob unsere Sprache für die offenkundig erforderliche Steigerung von unsäglich die passenden Konstrukte vorhält.

Eine unsägliche Sahra Wagenknecht macht auf Internationalismus, ein Journalist mit griechischen Wurzeln profiliert sich als "Realitäten-Verbieger"; und der gesunde Menschenverstand ging dann vollends mit der Forderung nach "Investitionen in Griechenland" verloren ... wer von den Damen und Herren würde denn - bitte schön - sein privates Geld dort investieren?

Gänzlich unsäglich dann der leider offenkundig unvermeidliche Heiner Geissler, der - wir kennen es nicht anders - schwadronierte, was das Zeug hielt. Wie eingangs bemerkt: Anne Will - Runden setzen eine hohe Leidensfähigkeit voraus, Herrn Geissler zu ertragen aber wohl akuten Masochismus.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 16.02.2012 13:06 Uhr
Tautz von Tronje

Masochismus

Da stellt sich mir nur die Frage, warum tun Sie sich diese Dame und mediengeilen Schwätzer noch länger an? Es gibt doch schöneres im Leben, als vor der Glotze dummdreiste und grenzdebile Schwadronierer zu beobachten. Das Thema an sich ist viel zu traurig, als es mit dieser kopierten Muppetshow zu veralbern. "Will", aber nicht nur "Will" ist nicht nur unsäglich, diese Formate an sich sind schlicht niveaulos. Es gilt Sendezeit zu schinden, für möglichst wenig Geld. Das Prekariatsfernsehen der privaten Sender lässt grüßen. Aber vielleicht gibt es dafür doch noch eine Lösung: GR erhält statt weiterer Kredite alle unser "Talkrunden" zum Nulltarif geschenkt. Wir sind sie los, die Griechen sind beschäftigt und haben keine Zeit auf der Straße zu randalieren. Zudem haben sie danach wirklich allen Grund, auf uns Deutsche wütend zu sein. Vielleicht werden sie darüber aber auch so wütend, lieber zu arbeiten, Steuern zu zahlen und ihr Land wieder aufzubauen.

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Rainer Brombach

Leistungsbilanzdefizit erfordert jeden Tag zusätzliche Schulden

Ein Land mit Leistungsbilanzdefizit muss täglich neue Schulden aufnehmen, um die Güter zu bezahlen, die es im Ausland erwirbt, aber aus eigenen Einnahmen aus dem Ausland nicht bezahlen kann. An dieser Situation ändert sich rein gar nichts, wenn Griechenland aus dem Euro austritt und die Drachme einführt.

Das Leistungsbilanzdefizit muss abgebaut werden, indem die Griechen weniger im Ausland einkaufen (weil sie weniger verdienen) und mehr ins Ausland verkaufen (weil die Lohnkosten günstiger werden). Dies kann durch Lohnkürzungen innerhalb des Euros erfolgen oder durch Lohnentwertung mit Einführung der Drachme.

Dass die Griechen ihre Altschulden jemals zurückzahlen können, ist utopisch. Darum geht es bei der ganzen Retterei auch gar nicht. Warum sollten wir auch die Schulden finanzieren, die Griechenland bei den griechischen Banken und Pensionskassen aufgenommen hat. Die zahlt Europa im Moment nämlich auch zurück.

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