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Donnerstag, 20. Juni 2013
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FAZ.NET-Fernsehkritik: Anne Will Was machen wir mit der Kavallerie?

 ·  Wer ist glaubwürdiger – Angela Merkel oder Peer Steinbrück? Darum ging es in der Talkshow. An deren Ende stand ein Hinweis auf eine dubiose Party eines bekannten Eventmanagers.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (20)

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Hajo Hinrich
Hajo Hinrich (HHinrich) - 14.12.2012 16:48 Uhr

Die Kavallerie reitet aus


Anne Will sollte dem FAZ-Redakteur Michael Hanfeld einmal die Gelegenheit geben, auf ihrem Sendeplatz eine eigene Talkshow selbst vorzubereiten und zu präsentieren, einschließlich Themenstellung, Gästeliste und Betroffenheitssofa.

Das wäre für alle (auch uns Zuschauer) ebenso lehrreich wie anspruchsvoll unterhaltsam.

Und das Experiment sollte sich nicht auf der Spielwiese „ZDFneo” verstecken, sondern sich mutig vor aller Augen ins ARD-Haupt- und Abendprogramm trauen.

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Peter Mohler
Peter Mohler (pmohler) - 14.12.2012 03:51 Uhr

die Wirklichkeit der Hausfrau

1982 erregte eine empirische Befragung der Hausfrauen in Deutschland öffentliches Ärgernis. Die Autorin war die (linke) Soziologin Helge Pross, der die Wirklichkeit wichtiger war als alle Ideologie...
Das Buch ist heute noch erhältlich.

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Peter Mohler
Peter Mohler (pmohler) - 14.12.2012 03:31 Uhr

Bauerntheater

manchmal zappe ich zwischen Bauerntheater und Talkshows hin und her, der Trend ist klar: die Teilnehmer an den Talkshows werden immer rollenfester und stehen den Profis der Bauernbühne kaum noch nach. Grosser Mangel herrscht weiterhin an guten Geschichten und die Inzenierungen sind oft schlicht gruselig. Die Kritiker, wie Herr Hanfeld, sind eigentlich zu gut - deren Beiträge zu lesen macht immer immense Freude.

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Attila Tackenberg

Pressesprecher, wer von wem?

Aber die FAZ ist dann der Pressesprecher von Angela Merkel? Allein schon, wenn ich das mit dem Betreuungsgeld lese. Mütter und Väter in die Produktion? Das ist keine linke Forderung, das ist die gesellschaftliche Realität! Schon mal was von Geld verdienen müssen gehört? Familienpolitik heisst nicht einem romantischen Bild aus dem 19. Jahrhundert nachgehend Politik zu gestalten sondern nach den gesellschaftlichen Realitäten zu handeln! Kitas brauchen die Familien in diesem Land und nicht komische Gesetze. Die SPD dafür zu verteufeln, weil sie Realpolitik und keine Romantik gemacht hat, als sie das Land regierte, bestätigt die politische Kurzsichtigkeit dieses Artikels auf gewisse Weise nochmal. Und nur 400t können von ihrem Job nicht leben aber alle anderen 40,6 Mio sind alle Topverdiener oder wie?? Also ne. Was besseres als Steinbrück kann diesem Land nicht passieren: Kompetent, realistisch und entschlossen dieses Land vor Spekulationswahnsinn und sozialem Auseinanderdriften zu retten.

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Julius Calvelage
Julius Calvelage (julca) - 13.12.2012 12:54 Uhr

Danke, Herr Hanfeld, für diesen Abschnitt

"Da ging es dann nicht um Europa, sondern um das Hassthema Betreuungsgeld, über das sich auch in dieser Runde alle einig waren: Teufelszeug. Woran man – da helfen Talkshows dann doch wieder – den Mainstream der öffentlichen Debatte ablesen kann. Der in diesem Fall lautet: Kinder gehören in die Kita und nicht zu den Eltern nach Hause. Zumindest nicht lange. Mütter und Väter in die Produktion. Dass es ausgerechnet in dieser Frage eine ideologisierte Debatte gibt, spricht Bände über die in diesem Lande herrschende Staatsgläubigkeit."

Es ist beinahe überraschend, wie leicht und unwidersprochen die Industrie feministische und liberale Ideologien instrumentalisieren konnte. Produktivität als Lebenssinn, Karriere um jeden Preis. Dass der Kita-Wahn, anders als Kindergärten, den meisten Kindern wohl eher schadet (siehe Stufenmodell Erikson) und die aberwitzige Karrieregeilheit inkl. Konsumterror den demogr. Wandel eher befeuert statt ihn zu bremsen, scheint niemanden wirklich zu stören.

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Closed via SSO

Zeit für die Wende vor dem Ende....

Schwarz-Gelb hat die Bürger nicht mitgenommen in der EU-Krise. Alle zu dumm,
um die Rettungsversuche zu verstehen. Das war ein Fehler!
Viele Gesetze waren in der Not geboren, auch das Steuerabkommen mit der Schweiz hätte
Mio.-Hinterziehern Vorteile gegenüber anständigen Steuerbürgern gebracht. So was ist unzumutbar!
Rot-Grün hat mit der Agenda 2010 wichtige Instrumente geschaffen, von denen Schwarz-Gelb
profitiert hat und den Erfolg sich ans Revers geheftet hat. Merkel hat keine Reformen zum
Wohle von Wirtschaft oder Volk gemacht. Alles nur Flickwerk und ein EU-Notrettungsschirm
jagte den nächsten. Sie hat innenpolitisch total versagt. Aussenpolitisch Deutschland an die Spitze der Schuldenunion mit unabsehbaren Haftungsrisiken für uns alle gebracht.
Merkel's Werk kommt dem Versailler Vertrag nach dem 1. Weltkrieg nahe. Der war
Ausgangspunkt für den 2. Weltkrieg. Deshalb lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende. Merkel hat keine Kinder und Enkel - so handelt sie!

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Otto Berger
Otto Berger (Novaris) - 13.12.2012 12:10 Uhr

Merkel und Steinbrück sind Mitwirkende des SYSTEMS

Es sagte ein bekannter Oekonom zur EURO-Krise :
“Gerettet“ haben wir die Gläubiger und die Finanzeliten – auf Kosten der Bürgerinnen und Bürger im Norden UND im Süden. Und dafür haben wir unser Rechts- und Geldsystem zerstört!“
Frage : Wer ist glaubwürdiger -- Merkel oder Steinbrück ?
Beide haben an der Vorbereitung des absehbaren deutschen finanziellen Desasters mitgewirkt ("EURO-Rettungsmaßnahmen" etc.etc.) und sind somit offensichtlich Teil des "Finanz-Systems", welches die Welt beherrscht, Kredit und Zins favorisiert, den Bürger in undemokratischen Systemen (EU) als Souverän entmündigen und in Abhängigkeit knechten will.
Damit dürfte in Kürze die Frage beantwortet sein und auch die Frage, ob diese "Politiker" überhaupt wählbar sind ??
Alles andere sind Fragen, die lt. Montagu Norman, Gouverneur der Bank of England von 1920 bis 1944, für die Finanziers keinerlei Bedeutung haben (Herdprämien, Renten etc.etc.) und mit denen der Bürger "abgelenkt" wird.

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Otto Meier

Gab es denn je einen glaubwürdigen Politiker?

Adenauer kümmerte sein Geschwätz von gestern nicht und Müntefering stellte fest, daß der Wähler doch wisse, daß er von Politikern belogen werde. Merkel und Steinbrück machen da sicher keine Ausnahme. Denn würden Politiker den Bürgern die Wahrheit sagen, wäre es mit dem inneren Frieden schlagartig vorbei. So gesehen eine völlig überflüssige Sendung, ein Lückenfüller zu Weihnachten mit eben solchen Gästen.

Das Stimmvieh wird 2013 eine "große Koalition" wählen, Merkel wird Bundeskanzlerin bleiben, Steinbrück wird Vize-Kanzler werden, auch wenn er das noch vehement bestreitet, und Deutschland wird sich weiter verschulden.

Einen Bundeskanzler Steinbrück könnte es nur geben, wenn die SPD und er sich glaubwürdig von der Agenda 2010 verabschieden und sich mit Oskar Lafontaine versöhnen. Dann und nur dann hätten SPD und Steinbrück eine echte Chance. Daran aber ist ja überhaupt nicht zu denken und daher ist Steinbrück absolut unglaubwürdig und das Siechtum der SPD wird sich weiter fortsetzen.

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Jürgen M. Backhaus

die Steigerungsfähigkeit in der politischen Debatte

fasste Otto Graf Lambsdorf, der verstorbene Steuer- und Finanzfachmann, gerne sinngemäß wie folgt zusammen :
... Eigennutz, Gemeinnutz, Nichtsnutz.
wobei die Kavallerie oder die Protagonisten im Bundeskanzleramt (Originalton :"Sch... Demokratie" oder "ich kann deine Fresse nicht mehr sehen") den letzten Umstand auch nicht werden wirklich beseitigen wollen, richtete er sich doch gegen sie selbst.

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Martin Hesse
Martin Hesse (Hehrmann) - 13.12.2012 10:58 Uhr

"woraufhin der inzwischen sehr lässige Talkshowprofi Blome ausrief"

und der inzwischen sehr lästige Talkshowprofi Bremer ereiferte sich über von seiner Meinung Abweichendes.

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Peter Reisse
Peter Reisse (Buchfink) - 13.12.2012 10:17 Uhr

Gelabere, unerträgliches Gelabere - Besonders von Bremer - Sich andienend bei der SPD

Die Ausnahme Baum. Den anscheinend die Wut packte und der Tacheles redete. Die Anderen Wischi-Waschi und Frau Höhler war auch mal besser. Weichgespült fast alle und fast hat man den Eindruck, das keiner sich so richtig reinlegt, Stellung bezieht. Von SPD-Bremer zu schweigen.
Schwarz - Weiss - Denken ist wieder angesagt und das heisst auch Freund - Feind denken. Dieses Herumgeeiere um die Mitte, ja keinem so richtig weh tun, dazu die Amateurpsychologie einiger Teilnehmer - Unerträglich.
Diese Runde war ein getreues Spiegelbild unserer Gesellschaft und ich muss leider sagen, das ich am Stammtisch bei Tchibo mehr und Wesentlicheres höre, als in den Laberrunden vom TV.
Mit einer Ausname : Pina Altaney auf phoenix in der Phoenix - Runde. Aber auch dort wird nicht genug und nicht hart genug gestritten. " Mensch, werde wesentlich " möchte man sagen, " Kommt auf den Punkt " und hört endlich auf, die Weicheier zu spielen. Gebt Stoff zum Nachdenken, macht nicht Meinung sondern liefert Fakten .

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Kai Bockelmann
Kai Bockelmann (KB63) - 13.12.2012 10:02 Uhr

Danke

Wer nach dem Studium Ihres Artikels, Herr Hanfeld, noch Polit-Talkshows á la „Anne Will“ anschaut, dem ist nicht mehr zu helfen. Auch wenn ich die Sendung nicht gesehen habe, kann ich mir denken, das es dort fast nur sinnfreies Gelaber gab (die Herren Baum und Blome vielleicht ausgenommen). Eines weiß ich aber jetzt: Herr Bremer ist also der derjenige, der Herrn Steinbrücks Bekenntnis zu sozialer Gerechtigkeit glaubt (na ja, wenigstens Einer). Wer Frau Höhler noch zu Frau Merkel befragt oder überhaupt in irgendwelche Talkshows einlädt, dem ist ebenfalls nicht mehr zu helfen. Herr Blome hat mit seiner Aussage dazu den Nagel auf den Kopf getroffen. Danke dafür und Danke für den erhellenden Artikel.

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joachim tarasenko

An der Sache vorbei

es geht nicht darum eine Politikern verstehen zu müssen. Es geht meiner Meinung darum dass diese eine Politik betreiben müsse die gut ist fürs Volk. So einfach ist das. Die Aufgabe des Volkes ist nicht sie zu verstehen.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 13.12.2012 10:34 Uhr
Björn Hiemer
Björn Hiemer (bhiemer) - 13.12.2012 10:34 Uhr

Monarchistische Ideen

"Die Aufgabe des Volkes ist nicht sie zu verstehen." - Das ist ja ein quasi monarchistisches Grundverstädnis, das politische Entscheidungsfindung als gegeben, möglicherweise gottgegeben vernebelt. Wer so denkt, sollte sich überlegen, ob er sein Wahlrecht überhaupt funktional wahrnehmen kann bzw. darf.

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Wulf Hermann
Wulf Hermann (wuhe) - 13.12.2012 09:29 Uhr

Die Journalistin Kathrin Hartmann in der Talkrunde...

...hat mit ihrem sinnfreien Gestammel eines gezeigt: Es wundert gar nicht mehr, daß sich die "Frankfurter Rundschau" jetzt im Abwicklung befindet, wenn solch schwache Journalisten wie Frau Hartmann dort (noch)tätig sind. Nur ein angenehmes Äußeres reicht eben nicht.

Es werden ja viele seltsame Talkgäste eingeladen. Aber was mag die ARD da geritten haben, so eine auf dem Niveau einer Pennälerin befindliche "Journalistin" einzuladen.

Auch die Ansichten und Meinungen einer Frau Höhler sind nicht mehr "hilfreich". Kompetenz schimmerte in der Runde nur noch bei den Herren Baum und Blome durch.

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Diethard Manzer

Gerhart Baum...

es war eine Wohltat einen der FDP-Granden noch einmal zu hören. Mit Schrecken denke ich an die derzeitige Politikergeneration -nicht nur in der FDP- denen es nur noch um Effekte und kaum noch um Sachpolitik geht. Ein Paradebeispiel hierfür ist der sog. Außenminister.

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axel nelles

wer ist glaubwürdiger ?

keiner-

lieber herr hanfeld
ich finde ihren artikel sehr gut,
sie haben die sendung genau so kommentiert wie ich sie auch verstanden habe.

zum heiner sei noch folgendes angemerkt - heinerle, heinerle bleib doch endlich zu hause und brabbel den mülleimer voll.

zu fr. höhler sei gesagt - bitte, bitte nie mehr einladen !!!! nirgendwo!!!!

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Rolf Horstig

Wer mit dem Säbel rasselt, hat sich als Politiker unmöglich gemacht.

Und ein Politiker, der dem Nachbarn mit der Kavallerie droht, hat sich selbst verbrannt.

Auch wenn Herr Steinbrück darauf verweisen kann, daß diese Äußerung nur ein "Sprachbild" ist und nicht so ernst gemeint sei; ein Politiker, der so wenig Feingefühl hat, daß er wegen des innenpolitischen Erfolgs solche ausenpolitisch katastrophalen Äußerungen von sich gibt, der kann für kein verantwortliches Amt mehr betrachtet werden.
Deutschland darf keine Politiker wählen, die mit ihrem Auftreten bei unseren Nachbarn den Eindruck erwecken, sie seien bei dem säbelrasselnden Kaiser Wilhelm. II in die Lehre gegangen.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 13.12.2012 12:11 Uhr
René Bolliger

völlig einverstanden, man stelle sich vor:

Steinbrück hätte diese Äusserung gegenüber Luxemburg, Holland oder Polen gemacht. Er hätte zurücktreten müssen. Aber wir Schweizer sind ja soooo geduldig.

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Christian Meyleran

Ein Land gibt sich mit der Wahl zwischen Pest und Cholera zufrieden

Will Will nicht lieber darüber disktieren lassen, wie man die Krankheiten wieder loswird? Wahrscheinlich kann man das vom Öffentlich-Rechtlichen nicht erwarten, solange die Symbiose mit unserem etablierten Einheitsparteiensystem noch so gut funktioniert. Der Wähler und GEZ-Zahler scheint dies aber zu akzeptieren.

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Jahrgang 1965, Redakteur im Feuilleton, zuständig für „Medien“.

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