13.12.2012 · Wer ist glaubwürdiger – Angela Merkel oder Peer Steinbrück? Darum ging es in der Talkshow. An deren Ende stand ein Hinweis auf eine dubiose Party eines bekannten Eventmanagers.
Von Michael HanfeldRichtlinien für Lesermeinungen
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Anne Will sollte dem FAZ-Redakteur Michael Hanfeld einmal die
Gelegenheit geben, auf ihrem Sendeplatz eine eigene Talkshow selbst
vorzubereiten und zu präsentieren, einschließlich
Themenstellung, Gästeliste und Betroffenheitssofa.
Das wäre für alle (auch uns Zuschauer) ebenso lehrreich wie
anspruchsvoll unterhaltsam.
Und das Experiment sollte sich nicht auf der Spielwiese
„ZDFneo” verstecken, sondern sich mutig vor aller Augen ins
ARD-Haupt- und Abendprogramm trauen.
1982 erregte eine empirische Befragung der Hausfrauen in Deutschland
öffentliches Ärgernis. Die Autorin war die (linke) Soziologin
Helge Pross, der die Wirklichkeit wichtiger war als alle Ideologie...
Das Buch ist heute noch erhältlich.
manchmal zappe ich zwischen Bauerntheater und Talkshows hin und her, der Trend ist klar: die Teilnehmer an den Talkshows werden immer rollenfester und stehen den Profis der Bauernbühne kaum noch nach. Grosser Mangel herrscht weiterhin an guten Geschichten und die Inzenierungen sind oft schlicht gruselig. Die Kritiker, wie Herr Hanfeld, sind eigentlich zu gut - deren Beiträge zu lesen macht immer immense Freude.
Aber die FAZ ist dann der Pressesprecher von Angela Merkel? Allein schon, wenn ich das mit dem Betreuungsgeld lese. Mütter und Väter in die Produktion? Das ist keine linke Forderung, das ist die gesellschaftliche Realität! Schon mal was von Geld verdienen müssen gehört? Familienpolitik heisst nicht einem romantischen Bild aus dem 19. Jahrhundert nachgehend Politik zu gestalten sondern nach den gesellschaftlichen Realitäten zu handeln! Kitas brauchen die Familien in diesem Land und nicht komische Gesetze. Die SPD dafür zu verteufeln, weil sie Realpolitik und keine Romantik gemacht hat, als sie das Land regierte, bestätigt die politische Kurzsichtigkeit dieses Artikels auf gewisse Weise nochmal. Und nur 400t können von ihrem Job nicht leben aber alle anderen 40,6 Mio sind alle Topverdiener oder wie?? Also ne. Was besseres als Steinbrück kann diesem Land nicht passieren: Kompetent, realistisch und entschlossen dieses Land vor Spekulationswahnsinn und sozialem Auseinanderdriften zu retten.
Danke, Herr Hanfeld, für diesen Abschnitt
"Da ging es dann nicht um Europa, sondern um das Hassthema
Betreuungsgeld, über das sich auch in dieser Runde alle einig
waren: Teufelszeug. Woran man – da helfen Talkshows dann doch
wieder – den Mainstream der öffentlichen Debatte ablesen
kann. Der in diesem Fall lautet: Kinder gehören in die Kita und
nicht zu den Eltern nach Hause. Zumindest nicht lange. Mütter und
Väter in die Produktion. Dass es ausgerechnet in dieser Frage eine
ideologisierte Debatte gibt, spricht Bände über die in diesem
Lande herrschende Staatsgläubigkeit."
Es ist beinahe überraschend, wie leicht und unwidersprochen die
Industrie feministische und liberale Ideologien instrumentalisieren
konnte. Produktivität als Lebenssinn, Karriere um jeden Preis. Dass
der Kita-Wahn, anders als Kindergärten, den meisten Kindern wohl
eher schadet (siehe Stufenmodell Erikson) und die aberwitzige
Karrieregeilheit inkl. Konsumterror den demogr. Wandel eher befeuert
statt ihn zu bremsen, scheint niemanden wirklich zu stören.
Zeit für die Wende vor dem Ende....
Schwarz-Gelb hat die Bürger nicht mitgenommen in der EU-Krise. Alle
zu dumm,
um die Rettungsversuche zu verstehen. Das war ein Fehler!
Viele Gesetze waren in der Not geboren, auch das Steuerabkommen mit der
Schweiz hätte
Mio.-Hinterziehern Vorteile gegenüber anständigen
Steuerbürgern gebracht. So was ist unzumutbar!
Rot-Grün hat mit der Agenda 2010 wichtige Instrumente geschaffen,
von denen Schwarz-Gelb
profitiert hat und den Erfolg sich ans Revers geheftet hat. Merkel hat
keine Reformen zum
Wohle von Wirtschaft oder Volk gemacht. Alles nur Flickwerk und ein EU-Notrettungsschirm
jagte den nächsten. Sie hat innenpolitisch total versagt.
Aussenpolitisch Deutschland an die Spitze der Schuldenunion mit
unabsehbaren Haftungsrisiken für uns alle gebracht.
Merkel's Werk kommt dem Versailler Vertrag nach dem 1. Weltkrieg nahe.
Der war
Ausgangspunkt für den 2. Weltkrieg. Deshalb lieber ein Ende mit
Schrecken als ein Schrecken ohne Ende. Merkel hat keine Kinder und Enkel
- so handelt sie!
Merkel und Steinbrück sind Mitwirkende des SYSTEMS
Es sagte ein bekannter Oekonom zur EURO-Krise :
“Gerettet“ haben wir die Gläubiger und die Finanzeliten
– auf Kosten der Bürgerinnen und Bürger im Norden UND im
Süden. Und dafür haben wir unser Rechts- und Geldsystem
zerstört!“
Frage : Wer ist glaubwürdiger -- Merkel oder Steinbrück ?
Beide haben an der Vorbereitung des absehbaren deutschen finanziellen
Desasters mitgewirkt ("EURO-Rettungsmaßnahmen"
etc.etc.) und sind somit offensichtlich Teil des
"Finanz-Systems", welches die Welt beherrscht, Kredit und
Zins favorisiert, den Bürger in undemokratischen Systemen (EU) als
Souverän entmündigen und in Abhängigkeit knechten will.
Damit dürfte in Kürze die Frage beantwortet sein und auch die
Frage, ob diese "Politiker" überhaupt wählbar sind ??
Alles andere sind Fragen, die lt. Montagu Norman, Gouverneur der Bank of
England von 1920 bis 1944, für die Finanziers keinerlei Bedeutung
haben (Herdprämien, Renten etc.etc.) und mit denen der Bürger
"abgelenkt" wird.
Gab es denn je einen glaubwürdigen Politiker?
Adenauer kümmerte sein Geschwätz von gestern nicht und
Müntefering stellte fest, daß der Wähler doch wisse,
daß er von Politikern belogen werde. Merkel und Steinbrück
machen da sicher keine Ausnahme. Denn würden Politiker den
Bürgern die Wahrheit sagen, wäre es mit dem inneren Frieden
schlagartig vorbei. So gesehen eine völlig überflüssige
Sendung, ein Lückenfüller zu Weihnachten mit eben solchen Gästen.
Das Stimmvieh wird 2013 eine "große Koalition"
wählen, Merkel wird Bundeskanzlerin bleiben, Steinbrück wird
Vize-Kanzler werden, auch wenn er das noch vehement bestreitet, und
Deutschland wird sich weiter verschulden.
Einen Bundeskanzler Steinbrück könnte es nur geben, wenn die
SPD und er sich glaubwürdig von der Agenda 2010 verabschieden und
sich mit Oskar Lafontaine versöhnen. Dann und nur dann hätten
SPD und Steinbrück eine echte Chance. Daran aber ist ja
überhaupt nicht zu denken und daher ist Steinbrück absolut
unglaubwürdig und das Siechtum der SPD wird sich weiter fortsetzen.
die Steigerungsfähigkeit in der politischen Debatte
fasste Otto Graf Lambsdorf, der verstorbene Steuer- und Finanzfachmann,
gerne sinngemäß wie folgt zusammen :
... Eigennutz, Gemeinnutz, Nichtsnutz.
wobei die Kavallerie oder die Protagonisten im Bundeskanzleramt
(Originalton :"Sch... Demokratie" oder "ich kann deine
Fresse nicht mehr sehen") den letzten Umstand auch nicht werden
wirklich beseitigen wollen, richtete er sich doch gegen sie selbst.
"woraufhin der inzwischen sehr lässige Talkshowprofi Blome ausrief"
und der inzwischen sehr lästige Talkshowprofi Bremer ereiferte sich über von seiner Meinung Abweichendes.
Gelabere, unerträgliches Gelabere - Besonders von Bremer - Sich andienend bei der SPD
Die Ausnahme Baum. Den anscheinend die Wut packte und der Tacheles
redete. Die Anderen Wischi-Waschi und Frau Höhler war auch mal
besser. Weichgespült fast alle und fast hat man den Eindruck, das
keiner sich so richtig reinlegt, Stellung bezieht. Von SPD-Bremer zu
schweigen.
Schwarz - Weiss - Denken ist wieder angesagt und das heisst auch Freund
- Feind denken. Dieses Herumgeeiere um die Mitte, ja keinem so richtig
weh tun, dazu die Amateurpsychologie einiger Teilnehmer - Unerträglich.
Diese Runde war ein getreues Spiegelbild unserer Gesellschaft und ich
muss leider sagen, das ich am Stammtisch bei Tchibo mehr und
Wesentlicheres höre, als in den Laberrunden vom TV.
Mit einer Ausname : Pina Altaney auf phoenix in der Phoenix - Runde.
Aber auch dort wird nicht genug und nicht hart genug gestritten. "
Mensch, werde wesentlich " möchte man sagen, " Kommt auf
den Punkt " und hört endlich auf, die Weicheier zu spielen.
Gebt Stoff zum Nachdenken, macht nicht Meinung sondern liefert Fakten .
Wer nach dem Studium Ihres Artikels, Herr Hanfeld, noch Polit-Talkshows á la „Anne Will“ anschaut, dem ist nicht mehr zu helfen. Auch wenn ich die Sendung nicht gesehen habe, kann ich mir denken, das es dort fast nur sinnfreies Gelaber gab (die Herren Baum und Blome vielleicht ausgenommen). Eines weiß ich aber jetzt: Herr Bremer ist also der derjenige, der Herrn Steinbrücks Bekenntnis zu sozialer Gerechtigkeit glaubt (na ja, wenigstens Einer). Wer Frau Höhler noch zu Frau Merkel befragt oder überhaupt in irgendwelche Talkshows einlädt, dem ist ebenfalls nicht mehr zu helfen. Herr Blome hat mit seiner Aussage dazu den Nagel auf den Kopf getroffen. Danke dafür und Danke für den erhellenden Artikel.
es geht nicht darum eine Politikern verstehen zu müssen. Es geht meiner Meinung darum dass diese eine Politik betreiben müsse die gut ist fürs Volk. So einfach ist das. Die Aufgabe des Volkes ist nicht sie zu verstehen.
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 13.12.2012 10:34 UhrMonarchistische Ideen
"Die Aufgabe des Volkes ist nicht sie zu verstehen." - Das ist ja ein quasi monarchistisches Grundverstädnis, das politische Entscheidungsfindung als gegeben, möglicherweise gottgegeben vernebelt. Wer so denkt, sollte sich überlegen, ob er sein Wahlrecht überhaupt funktional wahrnehmen kann bzw. darf.
Die Journalistin Kathrin Hartmann in der Talkrunde...
...hat mit ihrem sinnfreien Gestammel eines gezeigt: Es wundert gar
nicht mehr, daß sich die "Frankfurter Rundschau" jetzt
im Abwicklung befindet, wenn solch schwache Journalisten wie Frau
Hartmann dort (noch)tätig sind. Nur ein angenehmes
Äußeres reicht eben nicht.
Es werden ja viele seltsame Talkgäste eingeladen. Aber was mag die
ARD da geritten haben, so eine auf dem Niveau einer Pennälerin
befindliche "Journalistin" einzuladen.
Auch die Ansichten und Meinungen einer Frau Höhler sind nicht mehr
"hilfreich". Kompetenz schimmerte in der Runde nur noch bei
den Herren Baum und Blome durch.
es war eine Wohltat einen der FDP-Granden noch einmal zu hören. Mit Schrecken denke ich an die derzeitige Politikergeneration -nicht nur in der FDP- denen es nur noch um Effekte und kaum noch um Sachpolitik geht. Ein Paradebeispiel hierfür ist der sog. Außenminister.
keiner-
lieber herr hanfeld
ich finde ihren artikel sehr gut,
sie haben die sendung genau so kommentiert wie ich sie auch verstanden habe.
zum heiner sei noch folgendes angemerkt - heinerle, heinerle bleib doch
endlich zu hause und brabbel den mülleimer voll.
zu fr. höhler sei gesagt - bitte, bitte nie mehr einladen !!!! nirgendwo!!!!
Wer mit dem Säbel rasselt, hat sich als Politiker unmöglich gemacht.
Und ein Politiker, der dem Nachbarn mit der Kavallerie droht, hat sich
selbst verbrannt.
Auch wenn Herr Steinbrück darauf verweisen kann, daß diese
Äußerung nur ein "Sprachbild" ist und nicht so
ernst gemeint sei; ein Politiker, der so wenig Feingefühl hat,
daß er wegen des innenpolitischen Erfolgs solche ausenpolitisch
katastrophalen Äußerungen von sich gibt, der kann für
kein verantwortliches Amt mehr betrachtet werden.
Deutschland darf keine Politiker wählen, die mit ihrem Auftreten
bei unseren Nachbarn den Eindruck erwecken, sie seien bei dem
säbelrasselnden Kaiser Wilhelm. II in die Lehre gegangen.
völlig einverstanden, man stelle sich vor:
Steinbrück hätte diese Äusserung gegenüber Luxemburg, Holland oder Polen gemacht. Er hätte zurücktreten müssen. Aber wir Schweizer sind ja soooo geduldig.
Ein Land gibt sich mit der Wahl zwischen Pest und Cholera zufrieden
Will Will nicht lieber darüber disktieren lassen, wie man die
Krankheiten wieder loswird? Wahrscheinlich kann man das vom
Öffentlich-Rechtlichen nicht erwarten, solange die Symbiose mit
unserem etablierten Einheitsparteiensystem noch so gut funktioniert. Der
Wähler und GEZ-Zahler scheint dies aber zu akzeptieren.